4.9.18

Ü60-3: Men of the Match beim Pokalerfolg gegen Stern

Arne hatte etliche Ausfälle im Kader auszugleichen. Aber seine bunt zusammengewürfelte Truppe startete bester Laune gegen Stern 1900, das als Fusion aus erster (Verbandsligaabsteiger) und zweiter Mannschaft (Landesligist) klarer Favorit war.

Man of the Match #1 Wolfgang S.
Als ihm in der Kabine die ehrenvolle Aufgabe übertragen wurde, Lür aus dem Spiel zu nehmen, antwortete er: “Nein, das soll Micha machen!” – „Micha ist nicht da“ – „Na gut!“ Und er machte es klaglos und prima, so dass Lür nur ganz selten zu Abschlüssen kam. Und wenn er das Tor traf, dann fand er seinen Meister im

Man of the Match #2 Jörg
Allzuviel hatte er nicht zu tun, aber bei allen gefährlichen Torschüssen war er gewohnt reaktionsschnell. Zwei hohe Bälle klärte er mit den Händen und bei einer spektakulären Fußabwehr erstarb den Sternlingen der Torschrei auf den Lippen. Beim zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer ließen wir ihm keine Chance (s. unten).  Und dann brachte er richtig Spannung ins Spiel. Denn wenn er den Ausgleich nicht hingenommen hätte, dann wäre das Spiel eher langweilig mit einem 2:1-Erfolg für uns ausgetrudelt. Stern hätte sich geärgert und wir wären erfreut. Aber nach dem erneuten Ausgleich durch Stern führte unser Siegtreffer in der Nachspielzeit zu einem Riesenjubel bei uns und zu großem Wehklagen bei Stern.

Man oft he Match #3 Manni
Wir waren wie gesagt eine zusammengewürfelte Truppe in der zudem nicht alle Spieler topfit waren. Es war Mannis großer Verdienst, dass er in der ersten Halbzeit die Verantwortung übernahm und jedweden Ansatz von Desorganisation in unserer Abwehr kompetent und lautstark korrigierte. Und als Ömer in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt draußen bleiben musste, war er es, der in der gegnerischen Hälfte durch seine Schnelligkeit die Sternabwehr immer wieder gehörig unter Druck setzte.

Man oft he Match #4 Hermann
Schon vor dem Spiel fiel er durch sein ausgesprochen schickes T-Shirt auf - „Hermann Superstar“ stand in bunten Buchstaben auf schwarzem Grund - ein echter Hingucker. Ballsicher und die Zweikämpfe suchend bereitete er Stern große Probleme. Mit dem Spielmacher lieferte er sich ein Privatduell, so dass der laufstarke und ballsichere 7er von Stern spielerisch keine Akzente setzen konnte. Und außerdem war Hermann an allen unseren Toren in der Vorarbeit beteiligt.

Man oft he Match #5 Doppeltorschütze (kleines dickes) Andi Hä.
Der gute Stürmer steht da, von wo er die Tore erzielen kann. Und genau das tat Andi Hä., der ob eines bis dahin „gebrauchten Tages“ vor dem Spiel gar nicht so optimistisch war. Bei unserer 2:1-Führung stand er relativ allein an der Strafraumgrenze und konnte einen Abpraller an einem Verteidiger vorbei ruhig ins Tor schieben. Mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit setzte er sich ein Denkmal. Freistehend konnte er aus acht Metern den Abpraller ins leere Tor schieben. Ehrensache, dass er beide Tore im Fallen erzielte.


Da auch die übrigen Spieler ihr Bestes gaben und in der Mannschaft alles stimmte, war unser Sieg keineswegs unverdient. Das gilt umso mehr, als dass Ömer nach starker erster Halbzeit, in der er nach gewonnenem Laufduell die 1:0-Halbzeitführung erzielt hatte, verletzungsbedingt ausfiel,  auch Thomas W. und ich nur mit angezogener Handbremse spielen konnten.
Einziger Schönheitsfehler war der 1:1-Ausgleichstreffer. Unsere linke Abwehrseite ließ sich trotz Überzahl ausspielen und der verbliebene rechte Abwehrspieler eilte trotz lauter Warnrufe an den kurzen Pfosten, so dass der am langen Pfosten mutterseelenallein stehende Stürmer von Stern nur seinen Fuß hinhalten musste. (Liebe Verteidiger: der Torwart hat im Spiel 1 gegen 1 gegen einen aufs kurze Eck zulaufenden Stürmer eine Abwehrchance deutlich größer als 50 Prozent. Gegen einen allein in der Mitte oder am langen Pfosten stehenden Spieler ist die Abwehrchance dagegen kaum mehr als 0 Prozent. Daher in Unterzahl bitte immer den Querpass unterbinden und nicht den Torwart im 1 gegen 1-Spiel unterstützen.)


Jörg, Christoph, Wolfgang S., Thomas W., Manni, Andi Hä., Hermann, Frank M., Ömer und

Hans Sch.

30.8.18

Ü60-1 gewinnt 1:0 in Rudow


Es war ein zähes Spiel beim TSV Rudow.

Rudow spielte aus einer starken Abwehr und im Spielaufbau konnte man noch ihre Klasse erkennen. Wir waren überlegen und unsere Abwehr stand. So blieb ihnen nur die Option, es mit langen Bällen in die Spitze zu versuchen. So musste ich im Tor nur ein paar Mal herauslaufenderweise klären, zu gefährlichen Abschlüssen kam Rudow nicht. Trotz klarer Feldüberlegenheit fehlte uns im Offensivspiel der Esprit. An Chancen mangelte es uns wirklich nicht, aber es gab zu viele hohe Flanken ins Nichts, einige gute Paraden des Keepers und spektakuläre Fehlschüsse. Erst Mitte der zweiten Halbzeit erzielte Altmeister Grimmi nach einer kurzen Ecke und auf Vorlage von Christoph nach energischem Antritt mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel das erste und einzige Tor des Tages.

Aber ein 1:0-Auswärtssieg ist ein 1:0-Auswärtssieg, weswegen wir zufrieden nach Hause fuhren mit den festen Vorsätzen, die Gegner künftig im Spielaufbau etwas konsequenter zu stören und im Offensivspiel noch etwas wirkungsvoller zu werden.

Micha R., Micha Sch., Christoph, Grimmi, Andi Hä., Stephan, Karsten, Ömer, Hannes und

Hans Sch.

27.8.18

Spannung pur! BSC Ü60-II vs. Berolina Stralau 2:3


Ein lauer Sommerabend auf dem Hubi! Herrlich! Man muss es erlebt haben, diese lockere, ja fast mediterrane Stimmung. Dutzende von BSCern, ob Hockeys oder Fußballer oder auch die Läufer, die ihre Runden ziehen. Das Ganze im Grünen, wenngleich auch in einem immer mehr heruntergekommenen Zustand. Aber das gehört eben zu Berlin. Meinen einige. Den Sportfreunden aus Stralau schien es auch sehr zu gefallen, präsentierten sie sich wesentlich entspannter als beim letzten Saisonspiel, welches einige Spannungsspitzen incl. einer roten Karte (ein BSCer) hatte. Auch fehlte ihnen nicht der urbanistische Charme ihres Platzes in der Ostkreuzgegend, wie das Spiel zeigen sollte.

Die Ü60-II war auf Grund der ohnehin schmalen Personaldecke plus Urlaube plus Verletzungen durch Spieler der Ersten und Dritten ergänzt worden. Dank hierfür. Als Überraschungsgast erschien mit erwartungsvollem Gesicht der nicht nominierte Ömer. Eine bessere Besetzung ist kaum mehr vorstellbar (s.u.).

Wir waren von der ersten Minute an die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz und zwei, drei Torchancen. Allerdings zeigte sich auch, dass 1. die Stralauer genau wussten, was auf sie zukommt und sich entsprechend defensiv aufgestellt hatten, 2. das Zusammenspiel insbesondere unserer Offensivfraktion nicht die Pass- und Kombinationsstärke hatte, die eigentlich bei den Namen erwartbar gewesen wäre. Das änderte sich erst in der zweiten Halbzeit, als richtig die Post abging. Weil wir das Spiel drehen wollten. Mussten! Zur Halbzeit lagen wir nämlich 0:1 zurück. Uns hatte der WM-DFB-Südkorea-Virus erwischt. Inspirationslos hatten wir nur noch gegen das Bollwerk angerannt. Das 0:1 war durch eine Fehlleistung entstanden: die beiden Innenverteidiger, die souverän mit Parma-Peter die wenigen Angriffe abgewehrt hatten, gingen gleichzeitig vom Platz, was dann von den Stralauern eher zufällig ausgenützt wurde.

Mit einer wesentlichen Umstellung und hochkonzentriert begannen wir die zweite Hälfte und nach 5 Minuten war es soweit: Andi Hä. machte den Ausgleichstreffer. Jetzt hätte alles wieder gut sein können. Aber ein Freistoß und ein Glücksschuss führten zu der (unverdienten) Führung, also zum 1:3.

Fünf Minuten vor dem eigentlichen Schluss konnte Stephan B. das Anschlusstor erzielen, und die letzten 10 Minuten (!) wurden eine einzige Sturmorgie des BSC. Es hat nicht sein sollen.

„Wir wussten gar nicht, dass wir so gut sein können!“ sagte mit einem Anflug von Ironie zum Abschied ein Gegner.

Fazit: Es gibt andere Voraussetzungen zwischen Trainingsspielchen und Punktspielen.

Entblöße nie total deine Abwehr. Wenn Du das tun musst, versuche so schnell wie möglich wieder die Grundordnung herzustellen.

Die Mannschaft: Peter S., Blondi, Parviz, Dicki, Andi Hä., Stephan B., Ömer, Manni M., Karl G., Hannes W.

Dicki

21.8.18

Erfolgreicher Saisonauftakt für die Ü60-1


Braun gebrannt und austrainiert starteten wir gegen Rupenhorn in die neue Saison. Rupenhorn hatte sich um einen 58-jährigen Kugelblitz verstärkt und suchte sein Heil in langen Bällen auf die Spitzen. Aber insgesamt doch deutlich älter als wir, konnten sie sich – trotz durchaus guter Ballbehandlung nur selten wirklich in Szene setzen – obwohl wir ihnen in der ersten Halbzeit durch einige Fehlpässe einige Konterchancen eröffneten. Nur einmal konnten sie unsere Abwehr überlaufen, aber es reichte nur für einen Pfostenschuss. Wir machten das Spiel, kamen auch häufig zum Abschluss, aber trotz allenfalls durchschnittlicher Haltungsnoten konnte Rupenhorns Keeper doch etliche Tore verhindern. So dauerte es bis zur zehnten Minute bis Ömer im zweiten Nachschuss einen Ball zum 1:0 über die Linie drücken konnte. Fünf Minuten später ein richtig schöner Schuss von Andi Hä. von der Strafraumgrenze in den Winkel, und danach köpft Stephan nach einer Präzisionsflanke von Andi Hä. zum 3:0-Pausenstand ein.

In Halbzeit 2 kämpfen vor unserem Strafraum Grimmi und der Kugelblitz um den Ball, Grimmi wird angeschossen, der Ball steigt in den Abendhimmel, verschmilzt mit dem Flutlicht und senkt sich hinter mir ins Tor – eindrucksvoll. Doch zum Glück findet Ömer wieder zu alter Stärke zurück und stellt Mitte der zweiten Halbzeit mit seinem zweiten und dritten Tor wieder einen komfortablen Vorsprung her, bevor Grimmi himself den Sack mit dem 6:1 zumacht.

Fazit: ein gelungener Auftakt, die Abwehr stand, und im Spiel nach vorn können wir noch etwas ruhiger und abgeklärter spielen.

Micha Sch., Micha R., Christoph, Grimmi, Andi Hä., Stephan, Ömer, Karsten, Hannes und
Hans Sch.


Und außerdem:

Sensation auf dem Nebenplatz! - Ü50-2 gewinnt!! Und nicht nur das – Ü50-2 gewinnt 6:1 und ist Tabellenführer!!!

19.6.18

Ü50-1: Saisonrückblick und letztes Spiel (2:2) bei Westend


Eine ordentliche Saison ist für uns zu Ende gegangen. Hervorzuheben bleibt vor allem, dass Abwehrspezialist Schreibi alle 26 Spiele absolviert hat. Das zeigt: Mit Fleiß und Einsatz kann man im Leben auch etwas erreichen, wenn die Begabung nur am Rande vorhanden istJ. Respekt dafür, Schreibi!
Der schussstarke Kai W. als Nächstplatzierter kommt immerhin auf 23 Einsätze, Sempi und Peter folgen mit 22 Teilnahmen. Wir hatten zudem mit Stefan K und nunmehr, mit dem überragenden Jungspund Krischan, jeweils einen starken letzten Mann. Beide sind Garanten für unsere gute Abwehrleistung. In der Stammsieben war zudem neben Kai und Schreibi in der Abwehr der zuverlässige und kampfstarke Daro (19 Einsätze), der seinen Körper hervorragend einsetzt, zu finden.
Im Mittelfeld zeigten sich Altmeister Didi (11 Tore, spielerisch immer noch großartig) und Peter, der Schleicher (11 Tore), am Gefährlichsten; auch Sempi traf häufig (8 Tore). Er gehört auch zum Zuverlässigsten, was das Team zu bieten hat. Albin (leider am Knie verletzt) fehlte zuletzt mit seinen kurzen Haken. Ebenso auf 15 Einsätze wie Albin kam Karsten M, der angeblich schon für die 60er auflaufen kann. Wäre er nicht ein gefühltes halbes Jahr in China gewesen, hätte er auf fast doppelt so viele Einsätze kommen können (wenn wir so viele Spiele gehabt hätten). Auch auf den zerstreuten Direktor Grimmi konnten wir nicht verzichten – er kam auf 11 Einsätze für das Team und zeigte sich taktisch und kämpferisch stark und war spielerisch immerhin bemüht. Stephan B half neun Mal aus und zählt immer noch zu den Schnellsten im Kader. Leider kam Roberto in diesem Jahr nur auf 9 Teilnahmen. Seine Schussstärke wurde oft vermisst. Zudem waren Nischi, Henrik, Esti, Rolf, Ralf (TW), Jörg M. (als TW) für uns aushilfsweise dabei, nicht zu vergessen Computergenie Manni, der auf 4 Einsätze kommt und mir maßgeblich mit diesem brandneuen Internet geholfen hat. Er ist in der Lage, jeden auf Fußball.de zum Torschützenkönig zu machen. Leider hat er mir diese Saison nicht viele Tore gutgeschrieben....
Alles in allem zeigte sich das Team als gute Gemeinschaft, wenn man auch feststellen muss, dass wir den anderen Teams läuferisch nicht mehr so überlegen sind wie früher. Das betrifft leider auch mich (19 Einsätze). Dennoch konnten wir einige Spiele „drehen“: So zum Beispiel bei Empor (2:1 Sieg). Zur Halbzeit stand es bei großer Hitze noch 0:1. Als es zum 2. Abschnitt stark regnete, verließ ich die Coaching-Zone, was der Mannschaft offenbar Auftrieb brachte. Im letzten Spiel bei Westend machten wir aus einem 0:2 immerhin ein 2:2, wobei ich auf das unmotivierte Eigentor hätte verzichten können. Die beste Saisonleistung erbrachten wir in der Hinrunde beim 4:1-Erfolg in Mahlsdorf sowie in der Rückrunde beim gleichhohen Sieg zu Hause gegen TSV Mariendorf. Gegen die beiden führenden Mannschaften der Staffel (Siemensstadt und SpaKi) holten wir jedoch keine Punkte, weshalb der 4. Platz am Ende auch leistungsgerecht ist.
Es haben sich alle bereit erklärt, in der nächsten Saison weiterhin mitzuwirken. Ein großer Kader ist in unserem Alter auch wichtig. Danke für eine ordentliche Saison, Männer!

(Uwe S.)

17.6.18

Ü60-3 fährt gern S-Bahn

Die Fünf von der letzten Bank


Zu Auswärtsspielen, besonders im Ostteil der Stadt, bietet es sich an, die S-Bahn zu nehmen. Wir wohnen i.w. günstig im Bereich des Südrings, zwischen Westkreuz und Heidelberger Platz, die Bahnen fahren sicher, zuverlässig und schnell am Stau vorbei, und für die Umwelt wird auch noch etwas getan. Arne beherrscht schon kompliziertere Varianten des Fahrausweissortiments, Hermann kennt schon den AB-Bereich und entwertet routiniert seine ihm von Arne empfohlene Viererkarte.
Entspannt kam BSC Ü60-3 pünktlich in Oberspree an, wo im zweiten Versuch (neun Tage zuvor war das Spiel wegen Gewitters ausgefallen) das letzte Punktspiel der Saison stattfand.
Da beide Mannschaften freundlichst Geschenke verteilten, endete es verdient 3:3-Unentschieden.
Ü60-3 beendet die Saison 2017/18 mit 36 Punkten und 68 zu 47 Toren auf dem vierten Platz.