27.8.08

Ein historischer Sieg

Darüber wird die Fußball-Abteilung des BSC noch Jahre sprechen: Die Ü50 hat die Ü 40 II im zweiten Testspiel vor Beginn der Saison 2008/09 mit 6 : 2 abgefertigt, das Hinspielergebnis von 0 : 3 damit mehr als egalisiert.
Was hatte es im Vorfeld für markige Sprüche der 40er gegeben: Zweistellige Packung war noch der harmloseste.
Dabei hatte es für die 40er wieder gut angefangen: Nach ausgeglichenem Spiel führte der erste gelungene Angriff zum 1:0–Abstauber von Stephan nach schönem Solo von Manni. Und Ü 50 war doch etwas geschockt. Aber nur drei Minuten - dann ging es wieder nach vorn, und stark bejubelt schoss Andi Au. zum verdienten Ausgleich scharf in den Winkel.
Kurz danach eine Schlüsselszene: Dicki klammert ungeschickt Peter S., obwohl der mit dem Rücken zum Tor eigentlich keine Gefahr darstellt, und dem Schiri bleibt nichts übrig, als 9-Meter zu pfeifen. Andi Au. versenkt sicher. Dicki, der später nach Notbremse noch eine 5-Min-Zeitstrafe erhält, sei hier ins Stammbuch geschrieben: Gut, dass es nur ein Testspiel war, in einem Pflichtspiel reißt Derartiges die Mannschaft rein und ist inakzeptabel.
Jetzt hat Ü50 Oberwasser und kommt von Minute zu Minute stärker ins Spiel. Insbesondere alle Abwehrspieler sind gut bei der Sache, haben es jetzt allerdings auch leicht, Ü40 ist verunsichert. Andi Au. vollendet zu einem Hattrick, Lür schließt sich mit zwei Buden an, Eljay sorgt mit prächtigem Drehschuss für Ergebniskosmetik, Stephan D. stellt den Endstand her.
Woran lag es? An der Zusammensetzung der 40er nicht. Es spielten Leistungsträger wie Klaus Sch., Schimmi, Stephan B. und Eljay, da kann ein Argument wie „Hartmut fehlte“ nicht wirklich ziehen. Obwohl: An Hartmut war vor acht Tagen absolut kein Vorbeikommen, jetzt war das ganz anders. Also die Taktik? Schon eher, denn eine richtige Taktik war nicht zu erkennen. Die Angriffe wurden überhastet vorgetragen, mal zu riskante Pässe gespielt, mal zu lange gedribbelt, so dass die 50er-Abwehr zunehmend sicherer und lockerer alle Gefahr abblocken konnte. Die 40er hätte erst mal mit gepflegtem Kurzpass-Spiel Ruhe und Sicherheit in ihr Spiel bringen sollen.
Ü50 hatte gar keine richtige Taktik vorbereitet, es wurde chaotisch gewechselt, insbesondere in der Abwehr ging es bunt durcheinander, aber heute reichte es allemal. Zwei gute Schachzüge gab es allerdings: 1. Der Einkauf von Stephan D. (# 55) erwies sich als Volltreffer, er rackerte hoch effektiv, spielte mannschaftsdienlich und mit erstaunlich geringer Fehlpassquote. Also stark verbessert, na, er ist auch in einem Alter, wo man noch dazulernen kann. Oder: Das Training von Mario zeigt Früchte. Ich empfehle der Ü40 11er, es mit Stephan mal im offensiven Mittelfeld zu probieren. 2. stellten wir Effendi Stephan B. auf die Füße, so dass dieser ungewohnt wirkungslos blieb. Allerdings hatte er, wie auch Eljay, Rückstände aufgrund längerer Sommerpause.
Insgesamt haben beide Spiele großen Spaß gemacht, aber auch sehr der Vorbereitung gedient. Gut für die Kondi, das Einspielen und taktische Erkenntnisse. So gehen wir besser in die Saison als die meisten anderen Mannschaften, sollten wir also beibehalten. Auch der Modus mit richtigem Schiri und 3 x 25 Min hat sich m.E. bewährt. Nur den Anreiz könnte man noch höher setzen: Der Gesamtverlierer richtet dem Gewinner die Weihnachtsfeier aus ...
Schönen Start ins Pokalwochenende wünscht
#12

22.5.08

Der krönende Saisonabschluss

Zunächst ist aber über das vorletzte Spiel zu berichten, Überschrift:

Fairer Gegner, verdienter Sieger

Aufgrund der Vorverlegung des Spiels und der Pfingstferien waren zum Spielbeginn nur 7 BSCler auf dem Feld, darunter die beiden "Aushilfen" Andi und Micha Sch., die allerdings die Abwehr prima stabilisierten.

Die erste Halbzeit wurde vom favorite team überlegen geführt, ein verdientes 1:0 fiel nach schöner Vorlage von Lür (!) durch Micha Sch. Der Gegner spielte ohne den im Hinspiel rüde auftretenden 6er, und verhielt sich auffallend fair. Nach einer Art "Wembley-Situation" gab er sogar zu, dass der Ball nicht voll hinter der Linie war.

Kurz vor Halbzeit dann eine Nachlässigkeit bei uns, Croatia glich per Flachschuss aus.

Ab der zweiten Halbzeit war dann auch Axel – gerade per Zug zurückgekehrt – zur Stelle, merkwürdigerweise wirkte sich die nunmehr regelmäßig genutzte Wechselmöglichkeit nicht positiv aus. So musste Peter im Kasten zweimal großartig retten. Dann jedoch zwei Schlafmützigkeiten bei uns. Beide Male wurde ca 16 m vor dem Tor ein Gegner nicht konsequent angegriffen, so dass zwei Fernschüsse den Weg ins Tor fanden.

Wir hatten noch zwei, drei Konterchancen, Croatia aber auch. Es blieb beim aufgrund der besseren 2. Halbzeit verdienten 3:1 der Gastgeber.

Nach dem Spiel gab es beim Platzwart Flaschenbier Kindl – arme Sportanlage Tempelhof. Da sind z.B. die Sportplätze im Osten hinsichtlich Getränkeversorgung weitaus besser gestellt.


Nun aber zum gestrigen Fußball-Festtag:

Zum Saisonabschluss waren 11 aktive Spieler plus Micha K. auf dem Hubi erschienen. Die Ausgangslage war klar: Bei einem Sieg war der vierte Platz sicher und uns der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. BSC Ü 50 legte auf dem etwas lädierten Rasenplatz los wie die Feuerwehr. Nach 23 Sekunden führten wir 1:0. Rot-Weiß Neuenhagen war konsterniert. Folge: Nach sieben Minuten stand es 3:0. Ein sensationeller Spielbeginn. Danach schalteten wir einen Gang zurück, leisteten uns auch ein paar Fehlpässe. Neuenhagen ließ die Köpfe hängen, zur Halbzeit führten wir 6:0. Nun war das Ziel "zweistellig". Auch zur Tilgung der Schmach unseres 4:10 gegen Teutonia. Aber in der zweiten Halbzeit glückten uns nur noch drei Tore. Kurz vor Schluss vergab Axel auch noch einen Neun-Meter. Aber das ist am selben Tag auch den Herren John Terry (Engländer und Elfmeter!) und Nicolas Anelka (beide Chelsea) sowie Christiano Ronaldo (ManU) beim CL-Finale in Moskau passiert.

Axel verstolperte auch noch die Nachschusschance, vielleicht auch gerechter Ausgleich für den Strafstoß, der nach einem harmlosen Rempler gegeben worden war. Und 0:10 hatte N'hagen auch nicht verdient. Unsere Schmach ist mit diesem höchsten Sieg der Old Boys ohnehin getilgt.

Torschützen: 4 x Lür, 2 x Andi Au., 2 x Capitano Peter und 1 x Dicki per Kopf (das kommt auch nicht jedes Wochenende vor!)

Anschließend klang der herrliche Fußballabend im Casino-Garten aus. Michaels (nur so) und Axels Runden (wegen des Fehlschusses!) – frisch aus der Casino-Zapfanlage – rannen durch die durstigen Kehlen. Zum Dessert gab es das CL-Endspiel samt Elfmeter-Krimi.

Heute morgen erschien ich zur Arbeit etwas übermüdet, aber das letzte Spiel der Saison, zudem mit Rekord-Ergebnis, musste nun einmal angemessen gewürdigt werden.

8.5.08


Heißer Hubi – starke Nerven

Sehr locker kam das sensational team zusammen, obwohl nur 8 Mann, mal wieder eine Notmannschaft, spielbereit waren. Gutes Zeichen: Lürs neue Töppen in signal-orange blendeten derartig, dass der Gegner sich schon deswegen in die Hosen machte.
Der Kunstrasenplatz war nach 12-stündigem Sonnenschein mächtig aufgeheizt, so dass phasenweise Standfußball gespielt wurde. So wurde das Spiel auch zu einer Nervenschlacht. Burgund Friedrichshagen entwickelte in Folge unserer starken Hintermannschaft wenig Druck nach vorne. Umso überraschender nach 12 Minuten die gegnerische Führung. Unser team war jedoch nicht geschockt und spielte kontrolliert, wenn auch zunächst nicht schön, weiter. Lür hatte anfangs bereits ein übles Foul hinnehmen müssen, was ihm erstens einen blauen Knöchel bescherte, aber zweitens zu besonders kämpferischem Spiel motivierte, bei dem der Gegner nicht immer mit Samthandschuhen angefasst wurde. Nach toller Vorlage von Andi Au. schoss er kurz nach Beginn der 2. Halbzeit sein erstes Tor mit den neuen Schuhen.
Von Friedrichshagen war wenig Aufbäumen zu spüren. Insbesondere war unser Team auf die gefürchteten Doppelpässe bestens eingestellt, so dass diese nahezu immer abgefangen werden konnten. Zudem hielt Claus mal wieder fehlerfrei.

Unter großem Jubel des Teams und der Zuschauer (u.a. Capitano, Effendi und Micha K. (mit Armschlinge)) erzielte Andi Au. nach Vorarbeit von Lür (!) das Tor der Saison: Aus spitzestem Winkel zirkelte er das Runde am guten Fr’hagener Torwart mit der Hacke vorbei ins Eckige. Damit war der Widerstand gebrochen, BSC dominierte nach Belieben und Lür konnte in Allerseelenruhe noch das 3:1 köpfen.
Toller Sieg, und in entsprechend toller Stimmung klang der Abend im Casino-Garten aus. Das letzte Bier verursachte bei Hans Sch. schon einen Silberblick.
Nun haben wir 37 Punkte und der Tabellenzweite und Dritte jeweils 38, da ist also noch was drin. Beim Heimspiel gegen Neuenhagen in knapp 14 Tagen müssen wir noch etwas für unser Torverhältnis tun.
Pfrohe Pfingsten allerseits.

5.5.08

GROSSER SPORT AM HUBI


Die BSC-Ü50-Boys waren seit langem nicht mehr so heiß auf das Spiel wie am 7.5.2008. Zwei Wochen Pause, da kribbeln der Spann, die Kniescheibe und der Oberschenkel …

Zudem große Spannung, war es doch wieder ein 6-8-Punkte-Spiel! Gegen den Tabellenzweiten! Wenn wir gewinnen, ist die Champions League noch drin.

Ausgeruhte, fitte und hochkonzentrierte Spieler treffen um 17:45 h ein. Leider fehlen Wolfgang (gibt Nachhilfe in Holland) und El Capitano (das Knie zwickt).

Mit neun Mann sind wir dennoch gut besetzt, der Kampf kann beginnen. Wie vorhergesehen, überlässt Friedrichshagen uns das Mittelfeld, um uns mit dolchstoßartigen Konterattacken zu überraschen. Doch diesmal sind wir nicht so blöd wie im Hinspiel, sondern auf der Hut. Nein, besser, im taktisch-strategischen Komplex super eingestellt. Wir ziehen ein gepflegtes, überlegenes Kurzpassspiel auf, haben aber die rückwärtigen Bereiche ständig im Augenwinkel. Desöfteren versucht der Gegner seine präzisen Doppelpässe, doch praktisch immer sind wir am Mann. Auch wenn es tierisch schlaucht, wir geben alles, und wechseln etwa alle fünf Minuten durch zum Verschnaufen. Wenn doch mal ein Fernschuss auf das Tor kommt, fängt Claus souverän alles weg.

Bis zum gegnerischen Strafraum läuft der Ball bei uns gut. Instinktiv verzichten wir (in realistischer Einsicht) auf Netzer-Overath-Pässe, die hätten heute keine Chance gehabt. Der kontrollierte Flachpass ist das Gebot der Stunde.

Leider fängt uns Fr'hagen an der Strafraumgrenze zumeist ab, hat zudem ebenfalls einen glänzenden Torwart, der einige Granaten unserer Stürmer entschärft.

Die taktische, kämpferische und spielerische Einstellung war jedenfalls heute Saisonspitzenleistung. Axel gab deshalb anschließend zwei Runden Kaltgetränke im Casino-Garten aus.

(Torschilderungen werden nachgereicht)

24.4.08

Spiel mit Köpfchen

Diesmal schien alles auf einen klaren Sieg hinauszulaufen. Der Ball läuft teilweise wunderbar durch unsere Reihen, doch im Abschluss geht es regelmäßig daneben oder drüber.
Eine schöne Flanke von Arne kann Lür nach zehn Minuten aber per Kopf in den Winkel versenken. Nach prächtiger Kombination schießt Lür sieben Minuten später auf das Tor (oder gibt á la Podolski im DFB-Pokalfinale unter den Augen von Dicki eine Vorlage?) und Andi A. lenkt den Ball á la Luca Toni ins Tor (2:0).

Kurz vor der Pause gelang der schwächelnden Olympia 97 (jetzt Achter mit 23 Punkten) der Anschlusstreffer zum 2:1 per wuchtigem Kopfstoß nach einer Ecke. Dabei waren wir gewarnt gewesen, einen ähnlichen Kopfball hatte Claus zuvor mit tollem Reflex noch über die Latte lenken können.

Der aufkommenden Hitze bei strahlendem Sonnenschein mussten alle Tribut zollen, und so lief es in der zweiten Halbzeit etwas ruhiger. Wir hatten das Spiel stets im Griff und nach genialer Flanke durch Hans mit dem rechten Außenrist á la Pantelic kann Lür wieder per Kopf das 3:1 erzielen, weil der Torwart zum Glück auf der Linie angewurzelt stehen bleibt. Einen schönen Angriff schließt Lür kurz vor Schluss mit einem schwachen Schuss in die Hände des Torwarts ab, statt quer zu Andi zu legen - und so kommt es noch zu einem Kontertor zum 3:2. Statt zweistellig also nur ein knapper Sieg, immerhin ging es mit nun 34 Punkten um zwei Plätze aufwärts auf den 4. Platz .-)

Trotz des tollen Wetters, wunderbar weichem, ebenem, allerdings auch etwas stumpfem Kunstrasen und nicht so laufstarkem Gegner herrschte im favorite team leider eine etwas gereizte Stimmung. In der Halbzeit wurde minutenlang die Zuordnung beim Gegentor debattiert, was erstens zu rückwärtsgewandt und negativ und zweitens unnötig war, da ja 1:1-Situation vorhanden war. Nach dem Spiel wurde Lür angemacht wegen des harmlosen, oben geschilderten Schusses. Immerhin war Lür einer der Besten, hat des öfteren abgespielt, und aus sechs Chancen zwei Tore gemacht. Klar, hatte er schon bessere Quoten, aber seine gestrige erreichen viele andere von uns bei weitem nicht. Möglicherweise lag es am frühen Spieltermin – viele kamen gehetzt direkt von der Arbeit -, oder auch an der ungewohnten Mixtur der 10 anwesenden Spieler. Jedenfalls können wir am 7.5. gegen Friedrichshagen (38 Punkte, Zweiter) nur etwas reißen, wenn wir am obersten Limit spielen, taktische Disziplin wahren und keine negativ-nervige Stimmung aufkommen lassen.
Lür und Axel

17.4.08

Gute Laune am Hubi

Die Kabinenansprache entfiel – es wussten auch so alle, dass Wiedergutmachung und Konzentration angesagt waren.
In der ersten Halbzeit steht die umformierte Abwehr (wegen Absagen von Micha und Dicki) mit Axel – Wolfgang – Arne stabil. Im Mittelfeld und Angriff bemüht man sich, jedoch scheitert zumeist der „finale Pass“. Zur Halbzeit lautet der Spielstand daher aufgrund der wenigen Chancen auf beiden Seiten verdient 0 : 0.
Nach der Pause verstärken die Black Beauties vom Hubi den Druck beträchtlich – Berolina Stralau schwankt. 10 Minuten nach Wiederanpfiff Ecke von rechts: Hans mit Variantenreichtum gibt diesmal scharf und flach herein, zwei Rote und ein Schwarzer verpassen, aber Lür steht goldrichtig. Ohne etwas Falschmachen zu können, springt der Ball von seinem Oberschenkel ins lange Eck. Damit ist der Bann gebrochen, die Tore fallen nun im 5-Minuten-Takt. 2:0 nach prachtvollem Zuspiel von Andi A. durch Lür. 3:0 Neunmeter durch Andi A. nach Foul an durchgebrochenem Axel. 4:0 tolle Flanke von Axel aus dem Halbfeld genau auf den Kopf von Hans, der mit dem Ohr (!) an den Innenpfosten köpft. 4:1 nach Foul von Capitano Peter per Neunmeter. 5:1 durch Fernschuss von Wolfgang á la Phillip Lahm.
Große Erleichterung in der Mannschaft, das Debakel gegen Teutonia ist damit vergessen. Allerdings erlahmte die Gegenwehr der Stralauer nach dem 1:0 deutlich. Dennoch lässt sich mit der gebotenen Leistung optimistisch nach vorn bzw. in der Tabelle nach oben blicken. Nächste Woche ist bereits ein weiterer Erfolg möglich, bei Olympia auf den Sportplätzen Westend. Am 7. Mai folgt dann das Hammerspiel gegen den bärenstarken Tabellenzweiten aus Friedrichshagen, vor diesem Match sollten wir auf eine Kabinenansprache nicht verzichten ...

3.4.08

Eisige Regenschauer
Der April von seiner schlimmsten Seite: Eine Stunde vor Spielbeginn prasseln, einhergehend mit empfindlichem Temperatursturz, vermischt mit Graupeln heftigste Regenschauer über Charlottenburg-Wilmersdorf nieder, die sich während unseres Spitzenspiels sogar wiederholen. Unser Hubi-Kunstrasenplatz ist nicht mehr der Jüngste, die Kunststoffhalme sind niedergetrampelt und verhindern ein zügiges Ablaufen des Wassers. Vor allem an den Rändern verwandelt sich der Platz in eine Schlitterbahn. Dazu der glitschige Ball - alles in allem Gift für unsere technisch nur mittelmäßig veranlagte 50er.
Zum Überfluss fehlen auch noch vier Stammkräfte (Lür, Wolfgang, Peter und Hans Sch.), das letzte Aufgebot muss gegen den souveränen Tabellenführer ran. Dicki und Arne gehen angeschlagen ins Spiel, Anfang der zweiten Halbzeit bleibt auch noch unser zweifacher Torschütze Andi H. mit Magenkrämpfen länger draußen.
Dennoch halten wir in den ersten 20 Minuten ganz gut mit, solange steht es nämlich noch 1 : 1. Der technisch-läuferisch-taktischen Überlegenheit der Spandauer Vorstädter können wir mit massierter Abwehr und gelegentlichen, durchaus gefährlichen Kontern widerstehen.
Dann jedoch ein unglücklicher Pass über 5 Meter, Pressschlag, und der Ball senkt sich tragischerweise ins Dreiangel. Und schon verlieren wir unsere Linie. Andi A. (ebenfalls zwei Tore) schimpft wie ein Rohrspatz; dennoch lassen wir uns bis zur Pause zweimal nach simplen Doppelpässen die Kugel einlochen.
In der zweiten Halbzeit kommt es noch dicker: Trotz gelegentlich schöner Angriffe, die sogar zu drei weiteren Toren für uns führen, spielen wir hinten mit offenem Visier, ja, es scheint sogar, als hätte die Abwehr phasenweise die Arbeit eingestellt. Armer Claus in der Hütte, so etwas hat er seit Menschengedenken nicht erlebt. Und bei den Zuschauern aus der BSC Ü40 herrscht trotz der Torflut allgemeines Entsetzen über die desolate Vorstellung der „Schwarzen“.


Fazit:
Schlechte Platzverhältnisse, fehlende oder angeschlagene Spieler, überragend aufgelegter Gegner, da kann man schon mal mit Anstand verlieren.
Was aber gar nicht geht: Die taktische Linie ohne Not zu verlassen und sich einer drohenden zweistelligen Niederlage kampflos ergeben. Da gibt es mal wieder Gesprächsbedarf.
Bleibt nur zu hoffen, dass in vierzehn Tagen auf dem Hubi trockenes Wetter herrscht, damit uns – dann gegen den Tabellenletzten – nicht wieder die Bälle um die Ohren bzw. durch die Beine flutschen.