14.9.08

4 : 1 für Mutter Teresa

Borsigwalde war mit 10 Mann und Zuschauerunterstützung erschienen. Wir begannen zunächst - gelinde ausgedrückt - verhalten. Genauer gesagt, brachten wir nach vorn nichts zustande. Grund schien mir eine gewisse Nervosität. Zudem presste uns Borsigwalde früh, so dass wir einfach nicht richtig nach vorn kamen. Allerdings stand unsere Abwehr ausgezeichnet und ließ nichts anbrennen. Erst in der dreizehnten Minute (!) kamen wir erstmals vor das gegnerische Tor und wie schon beim ersten Punktspiel verwandelte Andi Hä. eiskalt. Auf geniale Vorlage hin von ....... LÜR (!!!!). Lür bereitete in diesem Spiel alle vier Tore vor (das Vierte schoss er selbst). Er spielte selbstlos wie noch nie, seine heutige Selbstlosigkeit erinnerte an Mutter Teresa bei der Pflege der Leprakranken in Kalkutta.
Das 2 : 0 erzielte wiederum Andi Hä., dessen plötzliche Torgefährlichkeit ich mir nicht recht erklären kann (vielleicht geregeltes Familienleben?). Jetzt ließ Borsigwalde die Köpfe hängen und wir zogen ein prima Spiel auf. Dann jedoch wurde es zu lässig, die rechte Abwehrseite geriet in Sekundenschlaf und schaute zu, wie Borsigwalde das 1 : 2 erzielte. Nach der Pause hatte sich der Gegner noch mal einiges vorgenommen: Das Mittelfeld setzte uns unter Druck, Claus musste zweimal blitzschnell tauchen, um Fernschüsse zu entschärfen. Große Schrecksekunde: Arne spielt den Ball vor dem eigenen Strafraum quer zum Gegner, hier wäre Claus machtlos gewesen, aber der Schuss ging knapp drüber.
Jetzt konzentrierten wir uns wieder und schossen das 3. (Hans Sch.) und 4. Tor.
Gefeiert wurde der Sieg aufs Angenehmste im BSC-Casino, wo sich Maria spontan bereit erklärte, einen Ü50-Fanclub zu gründen. Bei weiteren Erfolgen sei ihr Wirken als Groupie nicht ausgeschlossen. In der Spielanalyse waren wir uns einig: gut eingespielt, Einsatz stimmt, kleine technische Schwächen werden gemeinsam kompensiert. Und vor allem: Kein Gemeckere auf dem Platz ist das Erfolgsrezept.
Jetzt heißt es: Konzentration auf Donnerstag - Der Kampf der Giganten, Erster gegen Zweiten.
Schönen Wochenbeginn wünscht
#12

3.9.08

Fritz-Walter-Wetter liegt uns


Kaum am Hubi eingetroffen, begann der Dauerregen. Rahnsdorf kam wegen des üblichen Regenstaus auf dem Stadtring Süd 20 Minuten zu spät.
Ü50 - ersatzgeschwächt durch paralleles Spiel der Ü40-7 und Absagen von Lür und Peter S., erwischte einen Traumstart: Der erste Angriff über links mit phantastischem Doppelpass zwischen Micha K. und Andi Hä. führte zum 1:0. Auch bei weiteren tollen Konterangriffen waren wir sehr torgefährlich, Andi Au. schlug ebenso zu wie nochmal Andi Hä.
Sehr gut war es offenbar, die Saison mit drei Testspielen zu beginnen, das zahlte sich aus. Rahnsdorf war so schlecht nicht, wie die Spielstände es vermuten lassen. Mit großem physischen Einsatz rannten sie immer wieder an, aber dank toller Abwehrarbeit (stark verbessert: Wolfgang und Micha, dazu souverän wie immer Arne) und fehlendem "Knipser" in Hz.I erfolglos.
In der Pause schien Rahnsdorf sich viel vorgenommen zu haben, sie legten los wie die Feuerwehr. Und nach vier Minuten konnte Wolfgang auf halb links einen Angriff nur mit härterem Einsatz stoppen, der Spieler stürzte und der Schiri pfiff Neunmeter. Da Claus zu gut ist, konnte er den in die Mitte geschossenen Strafstoß nicht halten. Nun meldeten sich doch unsere Nerven, zudem hatten wir kondimäßig wohl einen Hänger. Rahnsdorf, in der letzten Saison immerhin noch B-Mannschaft, drückte vehement auf den Anschlusstreffer. Doch unsere Abwehr stemmte sich mit letzter Kraft dagegen, zudem wurde intelligent gewechselt - kontinuierlich brachten wir zwei frische Spieler. So erlöste uns Wolfgang mit einem Günter-Netzer-Pokalfinale-gegen-Köln-Schuss ins Dreiangel, Axel konnte sogar noch das 5:1 erzielen.
In der Ü50 des heutigen Abends spielten alle am oberen Limit. Besonders erwähnenswert noch: Ändi He. glänzte nach langer Pause mit tollem Stellungsspiel und schlauen Pässen. Auch gab es prima vorgetragene Angriffe selbst von unseren Verteidigern: so hatte Micha K. zweimal die Chance zu einem Kopfballtor, leider heute noch erfolglos. Auch Andi Hä (vor der Pause) und Andi He. hatten noch je zwei Riesenchancen. Das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt, die Chancenausbeute hätte noch höher ausfallen können. Da Stern Britz (7:1) und SV Adler Berlin (9:4 gegen unseren nächsten Gegner DJK Roland-Borsigwalde I) noch höher gewonnen haben, sind wir aktuell nur Dritter, so ist eben noch Luft nach oben.
Die heute fehlenden Spieler aber werden es schwer haben, wieder in die Mannschaftsaufstellung aufgenommen zu werden - da muss schon herausragender Trainingsfleiß gezeigt werden ...
Eine schöne Restwoche wünscht
Axel

1.9.08

Auf die nächsten 100 Jahre Fußball …


… war der sinnige Trinkspruch auf Micha K.s erneute Lage (Geburtstag). Gefeiert wurde wie immer aufs Angenehmste im abendlichtgetränkten Casino-Garten, die Stimmung lockerte sich auch langsam wieder. Nanu? War da was? Die Oldies hatten doch mit 3:1 obsiegt und die nächste Pokalrunde erreicht.
Zum Anpfiff waren 11 einsatzbereite Spieler anwesend, ein erfolgreiches Team hat halt Hochkonjunktur. Unser 6:2-Kantersieg gegen die 40er hatte sich rumgesprochen, selbst Ober-Funktionär Roland Gr. war zugucken gekommen.
Nach 15 Minuten stand es dank Lür 2:0, der Gegner war ziemlich schwach, kam dennoch nach Abwehrnachlässigkeit (C&A) zum 2:1. Es setzte nunmehr Anti-Fußball, Gemurkse, Gestochere und vor allem ziemlich niveauloses Gemeckere ein. Erst in der Schluss-Sekunde erlöst Andi Au. die Old Boys mit dem 3:1.

Es ist an der Zeit ein paar Worte über das Meckern zu verlieren

(Achtung, im Folgenden sind Überspitzungen und Ironie nicht auszuschließen!)

Natürlich haben alle im Alltag ihren Frust, im Job, Familie und überhaupt. Da scheint es ganz praktisch, sich auf dem Fußballplatz immer so richtig auskotzen zu können. Aber – das weiß im Grunde jeder – das ist zu kurz gedacht, die Nachteile überwiegen bei weitem. Also, liebe Gefrustete, sucht Euch eine Urschrei-Therapie-Gruppe, fahrt ins ehemalige Truppenübungsgebiet bei Jüterbog, schreit unter Bahn-Unterführungen mit viel Autoverkehr (Sachsendamm, Boelkestraße, Lewishamstraße sind gut geeignet) oder spielt lautstark Squash in der Gummizelle, sofern Ihr einen Partner findet, der sich das Geseiere anhört.
Auf dem Spielfeld birgt das Gekeife aber folgende gravierende Nachteile und hat dort daher nichts zu suchen:
Das Spiel wird schlechter. Die angemeckerten Spieler werden immer verunsicherter und die Fehler mehr statt weniger. Bewiesen am Freitag: Gute Mannschaft, alle Leistungsträger waren an Deck, der Gegner zum Erbarmen schwach, dennoch wurden wir proportional zum Gemeckere immer schlechter.
Das Meckern schadet der Stimmung in der Mannschaft und damit dem Teamgeist, ein wichtiges Kriterium für den Erfolg. In unseren erfolgreichen Zeiten, wo wir mit spielerischen und konditionellen Defiziten dennoch kontinuierlich in der Tabelle aufwärts stiegen, gab es kein Gemeckere. Der Spaßfaktor am Spiel war enorm, diejenigen, die die alte Ü50 um Wolf K. mit seinem gruseligen Gewäsch noch erlebt haben, waren aufs Angenehmste angetan.
In etlichen Spielen haben wir auf meckernde Proll-Mannschaften herabgeschaut. Dauergekeife ist aber auch unintelligent und unsozial, einfach unterirdisch unsympathisch und grottenpeinlich. Der eine oder andere Zuschauer / Zuschauerin verirrt sich schon mal an unseren Spielfeldrand, die denken dann: Was für Dumpfbacken kommen da vom Berliner SC (Ortsteil Grunewald)? Das gilt auch für interessierte potentielle Mitspieler oder Mitglieder anderer BSC-Mannschaften / Vorstand usw.
Übrigens: Da keiner von uns fehlerfrei spielt und durchaus deutliche Defizite mit sich herumschleppt, fällt das Gezetere auch stark auf einen selbst zurück, der Volksmund hat dafür das Sprichwort mit dem Glashaus kreiert…
Sollen wir uns denn nun still wie die Mäuschen auf dem Platz verhalten? Natürlich nicht, Ein lautes Wort schadet nicht, kann natürlich gern positiv formuliert sein ("beim nächsten Mal klappt's") sollte aber in Ton und Lautstärke angemessen sein. Und rechtzeitig kommen, die Situation antizipieren (vorwegnehmen). Hinterher rumkeifen kann jeder (vgl. Dieter Bohlen, BILD-Zeitung oder Loddar M.) …
Dieses alles (wie gesagt Zugespitzte) musste mal gesagt werden, um vielleicht noch rechtzeitig einzugreifen. Damit es sich nicht manifestiert, womöglich noch schlimmer wird, vielleicht sogar einige aufgrund der unerträglichen Stimmung aufhören.
Auf geht's, ins erste Punktspiel gegen Rahnsdorf, mit freudigen Worten auf den Lippen …
Axel

27.8.08

Ein historischer Sieg

Darüber wird die Fußball-Abteilung des BSC noch Jahre sprechen: Die Ü50 hat die Ü 40 II im zweiten Testspiel vor Beginn der Saison 2008/09 mit 6 : 2 abgefertigt, das Hinspielergebnis von 0 : 3 damit mehr als egalisiert.
Was hatte es im Vorfeld für markige Sprüche der 40er gegeben: Zweistellige Packung war noch der harmloseste.
Dabei hatte es für die 40er wieder gut angefangen: Nach ausgeglichenem Spiel führte der erste gelungene Angriff zum 1:0–Abstauber von Stephan nach schönem Solo von Manni. Und Ü 50 war doch etwas geschockt. Aber nur drei Minuten - dann ging es wieder nach vorn, und stark bejubelt schoss Andi Au. zum verdienten Ausgleich scharf in den Winkel.
Kurz danach eine Schlüsselszene: Dicki klammert ungeschickt Peter S., obwohl der mit dem Rücken zum Tor eigentlich keine Gefahr darstellt, und dem Schiri bleibt nichts übrig, als 9-Meter zu pfeifen. Andi Au. versenkt sicher. Dicki, der später nach Notbremse noch eine 5-Min-Zeitstrafe erhält, sei hier ins Stammbuch geschrieben: Gut, dass es nur ein Testspiel war, in einem Pflichtspiel reißt Derartiges die Mannschaft rein und ist inakzeptabel.
Jetzt hat Ü50 Oberwasser und kommt von Minute zu Minute stärker ins Spiel. Insbesondere alle Abwehrspieler sind gut bei der Sache, haben es jetzt allerdings auch leicht, Ü40 ist verunsichert. Andi Au. vollendet zu einem Hattrick, Lür schließt sich mit zwei Buden an, Eljay sorgt mit prächtigem Drehschuss für Ergebniskosmetik, Stephan D. stellt den Endstand her.
Woran lag es? An der Zusammensetzung der 40er nicht. Es spielten Leistungsträger wie Klaus Sch., Schimmi, Stephan B. und Eljay, da kann ein Argument wie „Hartmut fehlte“ nicht wirklich ziehen. Obwohl: An Hartmut war vor acht Tagen absolut kein Vorbeikommen, jetzt war das ganz anders. Also die Taktik? Schon eher, denn eine richtige Taktik war nicht zu erkennen. Die Angriffe wurden überhastet vorgetragen, mal zu riskante Pässe gespielt, mal zu lange gedribbelt, so dass die 50er-Abwehr zunehmend sicherer und lockerer alle Gefahr abblocken konnte. Die 40er hätte erst mal mit gepflegtem Kurzpass-Spiel Ruhe und Sicherheit in ihr Spiel bringen sollen.
Ü50 hatte gar keine richtige Taktik vorbereitet, es wurde chaotisch gewechselt, insbesondere in der Abwehr ging es bunt durcheinander, aber heute reichte es allemal. Zwei gute Schachzüge gab es allerdings: 1. Der Einkauf von Stephan D. (# 55) erwies sich als Volltreffer, er rackerte hoch effektiv, spielte mannschaftsdienlich und mit erstaunlich geringer Fehlpassquote. Also stark verbessert, na, er ist auch in einem Alter, wo man noch dazulernen kann. Oder: Das Training von Mario zeigt Früchte. Ich empfehle der Ü40 11er, es mit Stephan mal im offensiven Mittelfeld zu probieren. 2. stellten wir Effendi Stephan B. auf die Füße, so dass dieser ungewohnt wirkungslos blieb. Allerdings hatte er, wie auch Eljay, Rückstände aufgrund längerer Sommerpause.
Insgesamt haben beide Spiele großen Spaß gemacht, aber auch sehr der Vorbereitung gedient. Gut für die Kondi, das Einspielen und taktische Erkenntnisse. So gehen wir besser in die Saison als die meisten anderen Mannschaften, sollten wir also beibehalten. Auch der Modus mit richtigem Schiri und 3 x 25 Min hat sich m.E. bewährt. Nur den Anreiz könnte man noch höher setzen: Der Gesamtverlierer richtet dem Gewinner die Weihnachtsfeier aus ...
Schönen Start ins Pokalwochenende wünscht
#12

22.5.08

Der krönende Saisonabschluss

Zunächst ist aber über das vorletzte Spiel zu berichten, Überschrift:

Fairer Gegner, verdienter Sieger

Aufgrund der Vorverlegung des Spiels und der Pfingstferien waren zum Spielbeginn nur 7 BSCler auf dem Feld, darunter die beiden "Aushilfen" Andi und Micha Sch., die allerdings die Abwehr prima stabilisierten.

Die erste Halbzeit wurde vom favorite team überlegen geführt, ein verdientes 1:0 fiel nach schöner Vorlage von Lür (!) durch Micha Sch. Der Gegner spielte ohne den im Hinspiel rüde auftretenden 6er, und verhielt sich auffallend fair. Nach einer Art "Wembley-Situation" gab er sogar zu, dass der Ball nicht voll hinter der Linie war.

Kurz vor Halbzeit dann eine Nachlässigkeit bei uns, Croatia glich per Flachschuss aus.

Ab der zweiten Halbzeit war dann auch Axel – gerade per Zug zurückgekehrt – zur Stelle, merkwürdigerweise wirkte sich die nunmehr regelmäßig genutzte Wechselmöglichkeit nicht positiv aus. So musste Peter im Kasten zweimal großartig retten. Dann jedoch zwei Schlafmützigkeiten bei uns. Beide Male wurde ca 16 m vor dem Tor ein Gegner nicht konsequent angegriffen, so dass zwei Fernschüsse den Weg ins Tor fanden.

Wir hatten noch zwei, drei Konterchancen, Croatia aber auch. Es blieb beim aufgrund der besseren 2. Halbzeit verdienten 3:1 der Gastgeber.

Nach dem Spiel gab es beim Platzwart Flaschenbier Kindl – arme Sportanlage Tempelhof. Da sind z.B. die Sportplätze im Osten hinsichtlich Getränkeversorgung weitaus besser gestellt.


Nun aber zum gestrigen Fußball-Festtag:

Zum Saisonabschluss waren 11 aktive Spieler plus Micha K. auf dem Hubi erschienen. Die Ausgangslage war klar: Bei einem Sieg war der vierte Platz sicher und uns der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. BSC Ü 50 legte auf dem etwas lädierten Rasenplatz los wie die Feuerwehr. Nach 23 Sekunden führten wir 1:0. Rot-Weiß Neuenhagen war konsterniert. Folge: Nach sieben Minuten stand es 3:0. Ein sensationeller Spielbeginn. Danach schalteten wir einen Gang zurück, leisteten uns auch ein paar Fehlpässe. Neuenhagen ließ die Köpfe hängen, zur Halbzeit führten wir 6:0. Nun war das Ziel "zweistellig". Auch zur Tilgung der Schmach unseres 4:10 gegen Teutonia. Aber in der zweiten Halbzeit glückten uns nur noch drei Tore. Kurz vor Schluss vergab Axel auch noch einen Neun-Meter. Aber das ist am selben Tag auch den Herren John Terry (Engländer und Elfmeter!) und Nicolas Anelka (beide Chelsea) sowie Christiano Ronaldo (ManU) beim CL-Finale in Moskau passiert.

Axel verstolperte auch noch die Nachschusschance, vielleicht auch gerechter Ausgleich für den Strafstoß, der nach einem harmlosen Rempler gegeben worden war. Und 0:10 hatte N'hagen auch nicht verdient. Unsere Schmach ist mit diesem höchsten Sieg der Old Boys ohnehin getilgt.

Torschützen: 4 x Lür, 2 x Andi Au., 2 x Capitano Peter und 1 x Dicki per Kopf (das kommt auch nicht jedes Wochenende vor!)

Anschließend klang der herrliche Fußballabend im Casino-Garten aus. Michaels (nur so) und Axels Runden (wegen des Fehlschusses!) – frisch aus der Casino-Zapfanlage – rannen durch die durstigen Kehlen. Zum Dessert gab es das CL-Endspiel samt Elfmeter-Krimi.

Heute morgen erschien ich zur Arbeit etwas übermüdet, aber das letzte Spiel der Saison, zudem mit Rekord-Ergebnis, musste nun einmal angemessen gewürdigt werden.

8.5.08


Heißer Hubi – starke Nerven

Sehr locker kam das sensational team zusammen, obwohl nur 8 Mann, mal wieder eine Notmannschaft, spielbereit waren. Gutes Zeichen: Lürs neue Töppen in signal-orange blendeten derartig, dass der Gegner sich schon deswegen in die Hosen machte.
Der Kunstrasenplatz war nach 12-stündigem Sonnenschein mächtig aufgeheizt, so dass phasenweise Standfußball gespielt wurde. So wurde das Spiel auch zu einer Nervenschlacht. Burgund Friedrichshagen entwickelte in Folge unserer starken Hintermannschaft wenig Druck nach vorne. Umso überraschender nach 12 Minuten die gegnerische Führung. Unser team war jedoch nicht geschockt und spielte kontrolliert, wenn auch zunächst nicht schön, weiter. Lür hatte anfangs bereits ein übles Foul hinnehmen müssen, was ihm erstens einen blauen Knöchel bescherte, aber zweitens zu besonders kämpferischem Spiel motivierte, bei dem der Gegner nicht immer mit Samthandschuhen angefasst wurde. Nach toller Vorlage von Andi Au. schoss er kurz nach Beginn der 2. Halbzeit sein erstes Tor mit den neuen Schuhen.
Von Friedrichshagen war wenig Aufbäumen zu spüren. Insbesondere war unser Team auf die gefürchteten Doppelpässe bestens eingestellt, so dass diese nahezu immer abgefangen werden konnten. Zudem hielt Claus mal wieder fehlerfrei.

Unter großem Jubel des Teams und der Zuschauer (u.a. Capitano, Effendi und Micha K. (mit Armschlinge)) erzielte Andi Au. nach Vorarbeit von Lür (!) das Tor der Saison: Aus spitzestem Winkel zirkelte er das Runde am guten Fr’hagener Torwart mit der Hacke vorbei ins Eckige. Damit war der Widerstand gebrochen, BSC dominierte nach Belieben und Lür konnte in Allerseelenruhe noch das 3:1 köpfen.
Toller Sieg, und in entsprechend toller Stimmung klang der Abend im Casino-Garten aus. Das letzte Bier verursachte bei Hans Sch. schon einen Silberblick.
Nun haben wir 37 Punkte und der Tabellenzweite und Dritte jeweils 38, da ist also noch was drin. Beim Heimspiel gegen Neuenhagen in knapp 14 Tagen müssen wir noch etwas für unser Torverhältnis tun.
Pfrohe Pfingsten allerseits.

5.5.08

GROSSER SPORT AM HUBI


Die BSC-Ü50-Boys waren seit langem nicht mehr so heiß auf das Spiel wie am 7.5.2008. Zwei Wochen Pause, da kribbeln der Spann, die Kniescheibe und der Oberschenkel …

Zudem große Spannung, war es doch wieder ein 6-8-Punkte-Spiel! Gegen den Tabellenzweiten! Wenn wir gewinnen, ist die Champions League noch drin.

Ausgeruhte, fitte und hochkonzentrierte Spieler treffen um 17:45 h ein. Leider fehlen Wolfgang (gibt Nachhilfe in Holland) und El Capitano (das Knie zwickt).

Mit neun Mann sind wir dennoch gut besetzt, der Kampf kann beginnen. Wie vorhergesehen, überlässt Friedrichshagen uns das Mittelfeld, um uns mit dolchstoßartigen Konterattacken zu überraschen. Doch diesmal sind wir nicht so blöd wie im Hinspiel, sondern auf der Hut. Nein, besser, im taktisch-strategischen Komplex super eingestellt. Wir ziehen ein gepflegtes, überlegenes Kurzpassspiel auf, haben aber die rückwärtigen Bereiche ständig im Augenwinkel. Desöfteren versucht der Gegner seine präzisen Doppelpässe, doch praktisch immer sind wir am Mann. Auch wenn es tierisch schlaucht, wir geben alles, und wechseln etwa alle fünf Minuten durch zum Verschnaufen. Wenn doch mal ein Fernschuss auf das Tor kommt, fängt Claus souverän alles weg.

Bis zum gegnerischen Strafraum läuft der Ball bei uns gut. Instinktiv verzichten wir (in realistischer Einsicht) auf Netzer-Overath-Pässe, die hätten heute keine Chance gehabt. Der kontrollierte Flachpass ist das Gebot der Stunde.

Leider fängt uns Fr'hagen an der Strafraumgrenze zumeist ab, hat zudem ebenfalls einen glänzenden Torwart, der einige Granaten unserer Stürmer entschärft.

Die taktische, kämpferische und spielerische Einstellung war jedenfalls heute Saisonspitzenleistung. Axel gab deshalb anschließend zwei Runden Kaltgetränke im Casino-Garten aus.

(Torschilderungen werden nachgereicht)