Zum Saisonauftakt trafen sich am Freitagabend 12 gut erholte, braungebrannte Ü50-Spieler auf dem ebenfalls gut erholten Rasen am Hubi zum Pokalspiel gegen das Team von Hertha 03 Zehlendorf. In der ersten Halbzeit von Bernd Grimm angekurbelt erspielten wir uns die besseren Chancen: Ein Schuss von Andi Au. krachte gegen die Latte, Hannes W. köpfte unhaltbar, leider knapp am Tor vorbei. Aber die Zehlendorfer - ohne Wechselspieler angereist - standen stabil in der Abwehr und warteten auf ihre Konterchance. In der 20. Minute spielten wir den Ball etwas inkonsequent aus der Abwehr heraus, eine Schüsschen kam in den Strafraum, der Ball fand die Hacke eines Zehlendorfers und rollte von dort über die Linie. In der zweiten Halbzeit drängten wir auf den Ausgleich, doch gegen die noch defensivere Zehlendorfer Abwehr war kein Durchkommen. Nach zwei weiteren Kontern stand es 0:3, Andi Au. konnte Mitte der zweiten Halbzeit zum 1:3 einlochen und beim abschließenden 1:4 war der Zehlendorfer Stürmer mit unserem Torwart Claus allein in unserer Hälfte.
Die blauen Südwestberliner vom Siebenendenweg waren der erwartet schwere Gegner (A-Klasse, früher mal Berliner Pokalsieger etc). Das nach unserem überzeugenden Vorbereitungsspiel insgeheim erhoffte Wunder scheiterte leider an der Betonabwehr. Da aber etliche Spielzüge dennoch nicht schlecht waren, vier, fünf gute Chancen erspielt wurden, ein Ehrentreffer gelang, wir uns nun auf die Meisterschaft konzentrieren können, ansonsten der Rasen saftig grün und das Wetter spätsommerlich perfekt waren, hielt die Trauer nicht allzu lange an und wir ließen den Abend fröhlich im BSC-Casinogarten ausklingen.
Hans Sch.
31.8.09
Angrillen bei Micha
Das Saisonauftakttreffen fand diesmal bei Micha im Garten statt, der anlässlich seines Geburtstags dankenswerterweise die Getränke spendierte.

Einer grillt, einer trägt die Verantwortung. Echtes Teamwork wie auf dem Platz.


Bei herrlichstem Sommerwetter genossen wir den üppig-grünen Garten. Das Grillgut und die selbst gemachten Salate mundeten vorzüglich, und über das Saisonziel wurde auch diskutiert. Ein weiterer Höhepunkt war, als Arnes Papagei sich aus dem Käfig befreite und von Ändys Hund quer durch den Garten gejagt wurde. Die Nicht-Anwesenden haben einiges verpasst.



Einer grillt, einer trägt die Verantwortung. Echtes Teamwork wie auf dem Platz.


Bei herrlichstem Sommerwetter genossen wir den üppig-grünen Garten. Das Grillgut und die selbst gemachten Salate mundeten vorzüglich, und über das Saisonziel wurde auch diskutiert. Ein weiterer Höhepunkt war, als Arnes Papagei sich aus dem Käfig befreite und von Ändys Hund quer durch den Garten gejagt wurde. Die Nicht-Anwesenden haben einiges verpasst.


21.8.09
Beachtliche Frühform (55 Minuten)
Einer der ältesten Berliner Traditonsvereine, Viktoria 89, hatte uns zum ersten Spiel der Saison 2009/10 nach Tempelhof eingeladen. So gab es auch ein Wiedersehen mit Micha Möller und Jürgen Schmidt (ehemals BSC).
Die Old Boys vom Hubi waren zu neunt angereist, etwas unsicher, wie sich die Sommerpause ausgewirkt hat. zum ersten Mal mit dabei Wolfgang W. (jetzt muss Wolfgang S. leider wieder Blondie genannt werden), der sich gleich super einfügte und das Offensivspiel ankurbelte. Zunächst stand die Abwehr der Viktoria sicher, aber nach 4:1 Chancen für uns und deutlicher Feldüberlegenheit erzielte Hans W. (muss jetzt "Hannes" genannt werden zur Unterscheidung von Hans Sch.) das 1:0. Nun lief es bei uns rund, der Viktoria-Keeper musste mehrmals in letzter Not retten und zudem trafen wir viermal das Aluminium. Aber Mitte der 2. Halbzeit stand es 3:0 (unechter Hattrick von Hannes) für uns. Viktorias Ü 50 hat zwar technisch gute Einzelspieler, aber die zeigten zu wenig Laufbereitschaft. So hatten wir einige Freiheiten im Mittelfeld.
In den letzten fünf Minuten wurden wir dann jedoch zu lässig: Zunächst ließ Wolfgang einen Stürmer aus den Augen, und drei Minuten vor Schluss sowie mit dem Abpfiff fielen - sehr zum Ärger vom gut haltenden Torwart Claus (danke für die Geburtstagslage) - noch zwei Kopfballtore.
Aber ein 3:3 ist ja ein gutes Ergebnis für ein Freundschaftsspiel.
Die Old Boys vom Hubi waren zu neunt angereist, etwas unsicher, wie sich die Sommerpause ausgewirkt hat. zum ersten Mal mit dabei Wolfgang W. (jetzt muss Wolfgang S. leider wieder Blondie genannt werden), der sich gleich super einfügte und das Offensivspiel ankurbelte. Zunächst stand die Abwehr der Viktoria sicher, aber nach 4:1 Chancen für uns und deutlicher Feldüberlegenheit erzielte Hans W. (muss jetzt "Hannes" genannt werden zur Unterscheidung von Hans Sch.) das 1:0. Nun lief es bei uns rund, der Viktoria-Keeper musste mehrmals in letzter Not retten und zudem trafen wir viermal das Aluminium. Aber Mitte der 2. Halbzeit stand es 3:0 (unechter Hattrick von Hannes) für uns. Viktorias Ü 50 hat zwar technisch gute Einzelspieler, aber die zeigten zu wenig Laufbereitschaft. So hatten wir einige Freiheiten im Mittelfeld.
In den letzten fünf Minuten wurden wir dann jedoch zu lässig: Zunächst ließ Wolfgang einen Stürmer aus den Augen, und drei Minuten vor Schluss sowie mit dem Abpfiff fielen - sehr zum Ärger vom gut haltenden Torwart Claus (danke für die Geburtstagslage) - noch zwei Kopfballtore.
Aber ein 3:3 ist ja ein gutes Ergebnis für ein Freundschaftsspiel.
14.6.09
Rumpfteam siegt bei Übermannschaft
Zum letzten Spiel der Saison 2008/09 saßen wir in der S-Bahn mit mulmigem Gefühl: Nur sieben old boys hatten zugesagt, und wichtige Stützen des Teams fehlten. Zudem ging es zum FC Treptow, der in der letzten Saison in der A-Klasse aufgehört hatte, und in dieser Saison in der C neu startete. 10 Siege und eine Niederlage standen bei ihnen zu Buche.
Zudem feierte Treptow sein Jahresfest und wollte sich das keinesfalls durch einen Punktverlust gegen uns verderben lassen.
Übrigens spendierten uns die Treptower zu ihrem Fest 10 Bratwürste und 10 Bier. Chapeau und Merci!
Vor Spielbeginn eine Überraschung: Peter S. konnte mit Handmanschette doch spielen, so dass wir zu 8 waren und somit konditionell wesentlich günstiger da standen.
Zu Beginn spielte Treptow feldüberlegen, aber nicht zwingend. Unser Tor kam gar nicht in Gefahr, zudem lief der Ball gut über viele Stationen, und es boten sich uns sogar einige sehr gute Chancen, die der Treptower Keeper aber (noch) zunichte machte.
In der Halbzeitpause war das mulmige Gefühl immer noch nicht restlos beseitigt, die allgemeine Befürchtung lautete: jetzt wurden die Männer von der Köpenicker Landstraße richtig aufdrehen.
Aber weit gefehlt - es lief so weiter wie in Hz I: BSC spielte eine ruhige gepflegte Kugel, die Abwehr stand bombig, und gelegentlich fuhren wir gefährliche Konter.
Zunehmend entwickelte sich das Gefühl, hier können wir nicht verlieren. Aber, in der 57. Minute, kam es noch besser: Angriff über links, Arne wird eigentlich zu weit auf links abgedrängt, befindet sich einen halben Meter vor der Torauslinie und - zur Überraschung nicht zuletzt des Torwarts – schießt er in's kurze Eck zum verdienten Siegtreffer.
Bei Bratwurst und Bier wurde er natürlich gebührend gefeiert, Lothar Emmerichs Tor 1966 gegen Spanien oder Gomez' schöner Flachschuss gegen die Emirate 2009 wurden als Vergleich herangezogen.
Ohne der Bewertung der Saison bei unserer Abschlussfeier vorausgreifen zu wollen, war es ein versöhnlicher Endspurt unserer Mannschaft mit 7 Punkten aus den letzten drei Spielen, und dass gegen die stärksten Teams unserer Gruppe.
Zudem feierte Treptow sein Jahresfest und wollte sich das keinesfalls durch einen Punktverlust gegen uns verderben lassen.
Übrigens spendierten uns die Treptower zu ihrem Fest 10 Bratwürste und 10 Bier. Chapeau und Merci!
Vor Spielbeginn eine Überraschung: Peter S. konnte mit Handmanschette doch spielen, so dass wir zu 8 waren und somit konditionell wesentlich günstiger da standen.
Zu Beginn spielte Treptow feldüberlegen, aber nicht zwingend. Unser Tor kam gar nicht in Gefahr, zudem lief der Ball gut über viele Stationen, und es boten sich uns sogar einige sehr gute Chancen, die der Treptower Keeper aber (noch) zunichte machte.
In der Halbzeitpause war das mulmige Gefühl immer noch nicht restlos beseitigt, die allgemeine Befürchtung lautete: jetzt wurden die Männer von der Köpenicker Landstraße richtig aufdrehen.
Aber weit gefehlt - es lief so weiter wie in Hz I: BSC spielte eine ruhige gepflegte Kugel, die Abwehr stand bombig, und gelegentlich fuhren wir gefährliche Konter.
Zunehmend entwickelte sich das Gefühl, hier können wir nicht verlieren. Aber, in der 57. Minute, kam es noch besser: Angriff über links, Arne wird eigentlich zu weit auf links abgedrängt, befindet sich einen halben Meter vor der Torauslinie und - zur Überraschung nicht zuletzt des Torwarts – schießt er in's kurze Eck zum verdienten Siegtreffer.
Bei Bratwurst und Bier wurde er natürlich gebührend gefeiert, Lothar Emmerichs Tor 1966 gegen Spanien oder Gomez' schöner Flachschuss gegen die Emirate 2009 wurden als Vergleich herangezogen.
Ohne der Bewertung der Saison bei unserer Abschlussfeier vorausgreifen zu wollen, war es ein versöhnlicher Endspurt unserer Mannschaft mit 7 Punkten aus den letzten drei Spielen, und dass gegen die stärksten Teams unserer Gruppe.
8.6.09
Thrilling Match
Die Zuschauer bekamen allerhand geboten: ohne defensive Zwänge lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Der Mariendorfer SV kam als Spitzenreiter auf den Hubi, und wollte erklärtermaßen mindestens einen Punkt davontragen, um die Saison als Gruppenerster zu beenden. Für den BSC ging es formal um nichts mehr, doch wir wollten beweisen, dass wir in die Spitzengruppe und somit eigentlich auch zu den Aufsteigern gehören. Zudem wurmten uns die beiden Niederlagen gegen den MSV, im Januar beim Hallenturnier und dann vor zwei Monaten im Hinspiel (vgl. hier), als wir jeweils nahe am Erfolg waren, aber knapp scheiterten.
In Hz I stand unsere Abwehr super, und Hans Sch. im Tor strahlte die nötige Ruhe aus. Bernd G. lieferte sein Spiel des Jahres ab: unermüdlich rannte er von Torlinie zu Torlinie, half bei jedem MSV-Angriff hinten aus und schleppte dann die Bälle wieder nach vorn. Mitte der ersten Halbzeit erzielten er und Andi Hä. die verdiente 2:0-Führung. Einziges kleines Manko: Es hätte jetzt auch schon 5:0 stehen können.
Sofort nach der Pause legte der MSV aber los wie die Feuerwehr. Es wurde klar, die Jungs haben sich beim Pausentee etwas vorgenommen, und wir wurden schwer hinten reingedrückt. Leider schon nach vier Minuten fiel das 1:2, wieder mal zum p.u.Z. (psychologisch ungünstigen Zeitpunkt). Mit dem Tor und entsprechendem Auftrieb im Rücken hielt MSV den Druck aufrecht, unterbrochen von seltenen Kontern der Gastgeber. Lange Zeit stand unsere Abwehr gut, dann kurz vor Schluss eine verunglückte Kopfballabwehr vom captain, und der MSV schlug gnadenlos zum jetzt verdienten Ausgleich zu.
BSC-Spieler und Zuschauer waren entsetzt, sollte es trotz tollem Spiel wieder – wie gegen Stern Britz – nur zu einem 2:2 reichen? Keiner glaubte mehr an ein Aufbäumen, zu sehr hatte der BSC sich bei den kraftaufwändigen Angriffen bzw. in der Abwehrschlacht verausgabt. Nur Bernd G. steckte nicht auf: in der 56. Minute leitete er wieder mal einen Angriff ein. Schon in der gegnerischen Hälfte ein Diagonalpass auf Andi Hä., dem bei der Annahme der Ball leicht an die Hand sprang. Jetzt stand jedoch das Glück auf unserer Seite, der Schiri wertete das Handspiel als „angeschossen“. Andi Hä. bricht unnachahmlich auf der linken Seite durch, passt nach innen, und mit gewaltigem Spurt vollendet Bernd aus Nahdistanz.
Die letzten drei Minuten werden nun hochdramatisch: der gegnerische Torwart stürmt mit nach vorn, um den Ausgleich noch zu erzwingen, und tatsächlich kommt eine hohe Flanke aus dem linken Halbfeld auf unser Tor gesegelt, wo am langen Pfosten der MSV-Keeper lauert. Der Ball klatscht ans Lattenkreuz, der Keeper verpasst knapp, und wir starten erneut einen Konter. Dieser gelingt perfekt, mit zwei Spielzügen hebeln wir die Abwehr aus und Andi Hä. versenkt die Kugel im verwaisten Tor. Statt des 3:3 also das 4:2. Großer Jubel, auch wegen der erneut verbesserten Mannschaftsleistung. MSV, im Spiel mit einigen Nickeligkeiten aufgefallen, gratulierte fair.
Im Fazit erwähnenswert als Väter des Sieges: die Abwehr (ohne Wolfgang!); Ändy und Hans W. kommen zunehmend besser ins Spiel; und wenn unser Gazellenjäger mal nicht trifft (hat aber schön die Räume frei gesperrt), treffen eben unsere Mittelfeld-Asse.
In Hz I stand unsere Abwehr super, und Hans Sch. im Tor strahlte die nötige Ruhe aus. Bernd G. lieferte sein Spiel des Jahres ab: unermüdlich rannte er von Torlinie zu Torlinie, half bei jedem MSV-Angriff hinten aus und schleppte dann die Bälle wieder nach vorn. Mitte der ersten Halbzeit erzielten er und Andi Hä. die verdiente 2:0-Führung. Einziges kleines Manko: Es hätte jetzt auch schon 5:0 stehen können.
Sofort nach der Pause legte der MSV aber los wie die Feuerwehr. Es wurde klar, die Jungs haben sich beim Pausentee etwas vorgenommen, und wir wurden schwer hinten reingedrückt. Leider schon nach vier Minuten fiel das 1:2, wieder mal zum p.u.Z. (psychologisch ungünstigen Zeitpunkt). Mit dem Tor und entsprechendem Auftrieb im Rücken hielt MSV den Druck aufrecht, unterbrochen von seltenen Kontern der Gastgeber. Lange Zeit stand unsere Abwehr gut, dann kurz vor Schluss eine verunglückte Kopfballabwehr vom captain, und der MSV schlug gnadenlos zum jetzt verdienten Ausgleich zu.
BSC-Spieler und Zuschauer waren entsetzt, sollte es trotz tollem Spiel wieder – wie gegen Stern Britz – nur zu einem 2:2 reichen? Keiner glaubte mehr an ein Aufbäumen, zu sehr hatte der BSC sich bei den kraftaufwändigen Angriffen bzw. in der Abwehrschlacht verausgabt. Nur Bernd G. steckte nicht auf: in der 56. Minute leitete er wieder mal einen Angriff ein. Schon in der gegnerischen Hälfte ein Diagonalpass auf Andi Hä., dem bei der Annahme der Ball leicht an die Hand sprang. Jetzt stand jedoch das Glück auf unserer Seite, der Schiri wertete das Handspiel als „angeschossen“. Andi Hä. bricht unnachahmlich auf der linken Seite durch, passt nach innen, und mit gewaltigem Spurt vollendet Bernd aus Nahdistanz.
Die letzten drei Minuten werden nun hochdramatisch: der gegnerische Torwart stürmt mit nach vorn, um den Ausgleich noch zu erzwingen, und tatsächlich kommt eine hohe Flanke aus dem linken Halbfeld auf unser Tor gesegelt, wo am langen Pfosten der MSV-Keeper lauert. Der Ball klatscht ans Lattenkreuz, der Keeper verpasst knapp, und wir starten erneut einen Konter. Dieser gelingt perfekt, mit zwei Spielzügen hebeln wir die Abwehr aus und Andi Hä. versenkt die Kugel im verwaisten Tor. Statt des 3:3 also das 4:2. Großer Jubel, auch wegen der erneut verbesserten Mannschaftsleistung. MSV, im Spiel mit einigen Nickeligkeiten aufgefallen, gratulierte fair.
Im Fazit erwähnenswert als Väter des Sieges: die Abwehr (ohne Wolfgang!); Ändy und Hans W. kommen zunehmend besser ins Spiel; und wenn unser Gazellenjäger mal nicht trifft (hat aber schön die Räume frei gesperrt), treffen eben unsere Mittelfeld-Asse.
2.6.09
bericht

Nach zwei leichten Gegnern kam mit Stern Britz der erwartete schwere Gegner.
Eine Stunde vor Spielbeginn war der Gegner komplett am Hubi anwesend. Der Schiri wies uns vor dem Spiel noch auf einen starken Spieler des Gegners hin, aber den kannten wir leider schon, der hatte uns im Hinspiel alleine abgeschossen.
Wir vertrauten ihn wieder unserem besten Abwehrspieler an, und Wolfgang (Blondie dürfen wir ja nicht mehr sagen) machte seine Sache wieder super. Der Mittelstürmer kam nur einmal zum erfolgreichen Abschluss. Aber so einen Spieler kann man leider nie ganz ausschalten.
Der zweite Gegentreffer fiel nur ca. 60 Sekunden später, wobei der gegnerische Stürmer alleine auf unser Tor zulaufen dufte, und unser Torwart Claus auch nicht gut bei seinem Schuss aussah.
Zur Halbzeit lagen wir 0:2 zurück, und schafften es nicht, trotz vieler Torgelegenheiten von Hans W., Andi, Bernd u.a., bis Mitte der zweiten Halbzeit ein Tor zu erzielen. Danach kann man aber nur noch von positiven Sachen berichten.
Wir machten eines unser besten Spiele der Saison, mit schönen Kombinationen, die über viele Stationen gingen. Und endlich erlöste uns Micha mit einem Gewaltschuss.
Sein erster Pflichtspieltreffer brachte uns heran, und mit einer weiteren schönen Spielkombination schloss Andi Hä. mit dem Tor zum Endstand 2:2 ab.
Obwohl der Gegner zum Schluss noch eine klare Chance hatte, hatte unsere Mannschaft ein klares Übergewicht an Torgelegenheiten, aber, wie in der ganzen zurückliegenden Saison, fehlt es uns oft an dem nötigen Glück – manche sagen auch Können –.
Nachdem Spiel feierten wir auf den BSC-Terrassen das tolle Tor von Michael.
Hier hatte alle noch anwesenden Spielern die Gelegenheit, mich mit einem Freidrink zu bestechen, damit ich sie positiv in diesem Bericht erwähnen kann. Aber Wolfgang, Andi, Aurich, Axel, Hans, Bernd und Roland nutzten ihr Chance nicht, und so muss ich jetzt leider sagen, sie spielten alle schlecht.
Der Trainer
25.5.09
Taktisches Foul?

Mittwoch gegen 19:00h, Eintreffen im Stadion Lichterfelde. Keeper Claus ist als erster gekommen. Er sitzt in der Sonne und trinkt ein Glas Wasser. Nach und nach treffen die übrigen Spieler der BSC Ü50 ein: Peter, Ändy, Andi A., Arne, Micha, Bernd, Hans W. und Andi Hä. Peter übernimmt Verantwortung und besorgt den Schlüssel für die Kabine. Es ist Kabine 7. Peter ahnt noch nichts von seinem großen Auftritt. Bernd will lieber Werder gucken, aber die gewinnen doch nur noch gegen Hamburg.
Die zweite Ü50 von Lichterfelde steht in der Tabelle weit unten und spielt entsprechend. Sie stehen mit 6 Mann im eigenen Strafraum und die Konter sind harmlos. Claus wird zu seiner Freude nur mit Rückpässen gefordert. Auf dem etwas stumpfen Platz holpert unser Spiel vor sich hin.
Nach etwa zehn Minuten kann sich der gewohnt laufstarke Andi A. im Strafraum durchsetzen. Aus etwa fünf Metern schießt er aufs Tor, der Ball geht nicht direkt rein, aber Andi lässt den Abpraller ins Tor prallen - 0:1.
Zehn Minuten später lässt Peter seine Klasse aufblitzen: Er bietet sich direkt vor dem bedauernswerten gegnerischen Torwart an. Aus etwa 20 Meter Entfernung will ich Peter anspielen, Peter weicht geschickt zur Seite aus, der Torwart ist überrascht und lässt den Ball abprallen. Darauf hat Peter gewartet - im Nu ist er wieder zur Stelle und piekt zum 2:0-Pausenstand.
Der einzig Auffällige bei den schwachen Lichterfeldern ist der Spieler mit der Nummer 6. Wahrscheinlich als Kind traumatisiert teilt er aus, wenn der Schiedsrichter nicht hinsieht.
„Ich hab dich nicht gesehen“ murmelte er, nachdem er mich in der zweiten Minute fernab vom Ball in den Rücken rammte. Ich weiß nicht, was er zu Peter sagen wollte, nachdem er sich Mitte der zweiten Hälfte an seinen Eiern vergriffen hatte. Da stand es schon 0:3, denn nach schöner Kombination hatte Hans W. getroffen. Peter schien es jedenfalls nicht zu gefallen. Unübersehbar kam der Schwinger und klatschte in das Gesicht des Traumatisierten. Er ließ sich fallen, Peter stimmte ein wütendes Triumph-Geheul an. Rudelbildung mit Zuschauerbeteiligung, wobei ein Zuschauer mit einem Plastikbecher wieder und wieder schreiend aber völlig wirkungslos auf Peters Kopf schlug. Nun hatte auch der Schiedsrichter begriffen, dass etwas nicht stimmte. Peter sah die rote Karte.
Die Lichterfelder guckten zunächst etwas verlegen, aber ihnen war die Freude über den Platzverweis deutlich anzumerken. „Warum spielt man mit so einem Typ gemeinsam in einer Mannschaft ?“– fragte ich mich. Vielleicht füttert der Traumatisierte die Mannschaftskasse, oder er krault seinen Mitspielern auch die Eier.
Aber die Lichterfelder merken gar nicht, dass sie auf Peters zweiten Geniestreich hereingefallen sind. Sein Foul war nämlich höchste Fußballkunst: ein taktisches Foul, bei dem die Schiedsrichtersanktion zu unserem Vorteil war. Endlich haben wir den Platz für unser Kombinationsspiel.
Die Lichterfelder wähnten sich im Vorteil und lockerten ihre Abwehr. Wir ließen sie kommen, „Riegel! Riegel!“ war die von Bernd ausgegebene Devise. Auch Claus dachte mit und wir ließen sie das 1:3 schießen. Nun lösten sie ihre Abwehr völlig auf und in den letzen 10 Minuten ging es Schlag auf Schlag:
Arne leitet den Konter ein, spielt auf Andi A., der legt an der Strafraumgrenze quer zu mir, ich weiter zu Bernd, doch da der Pass zu verhungern droht, setze ich selber nach und erziele das 1:4.
Das 1:5 erzielt Hans W. aus kurzer Entfernung nach schnellem Konter und schwindelerregender Kombination.
Und kurz vor Schluss ein Sturmangriff: links Bernd, in der Mitte mit dem Ball am Fuß Andi A. und rechts Andi Hä. An der Strafraumgrenze dann der überraschende Pass auf Bernd und es steht 1:6.
Drei Tore in 10 Minuten dank Peter!
Schade nur, dass Peter nun für eine Woche (das heißt 7 Pflichtspiele!) gesperrt ist.
Hans Sch.
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