24.11.09

Die Glorreichen Sieben


(Bild zum Vergrößern anklicken)

hinten: Roland, Micha, Axel, Hannes, Andi Hä., vorn: Berrie und Hans

Böse Überraschung in der Umkleidekabine: Genau sieben Spieler – das entspricht 50 % Ausfallquote – finden den Weg in das 28 km von Wilmersdorf entfernte Buch.
Aber wir lamentieren nicht lang, sondern nehmen den Kampf auf. Kurze Lagebesprechung: Roland wird kurzerhand zum Abwehrchef eingeteilt, Micha K. und Andi. Hä. sind Verteidiger, Axel und Berrie spielen die 6er-Positionen und Hannes gibt als Alleinunterhalter die Offensivabteilung. Und zur Überraschung von Tabellennachbar (und damit Spitzengruppen-mannschaft) Blau Weiß Buch spielen wir überlegen und kommen zu den besseren Chancen.
Jeder fightet für jeden, kein Ball wird verloren gegeben, die Spielzüge laufen ab wie aus dem Lehrbuch. Nach 20 Minuten dann doch eine kleine Unkonzentriertheit, vor dem eigenen Strafraum verlieren wir die Kugel per Fehlpass. Buch schaltet schnell um und aus halbrechter Position, 12 m vor unserem Tor, überrascht ein Stürmer unseren Keeper Hans mit einer "Bauernpieke" ins kurze Eck. Das stört uns gar nicht weiter, gleich nach dem Wiederanpfiff setzen wir uns in torgefährlicher Nähe fest. Hannes nimmt im Strafraum den Ball prima an, wird aber am Torschuss durch einen Tritt gegen den Standfuß gehindert. Der sehr gute Schiri (von Buch, danke für faires Pfeifen) gibt Neunmeter, den Roland nerven- und schussstark versenkt.
In der folgenden Phase lassen wir vier weitere Groß-Chancen aus, haben aber den Gegner gut im Griff. Besonders Berrie – sein Alter wird hier nicht genannt, da es sowieso keiner glaubt – macht das Spiel seines Lebens: Er nimmt den blauweißen Spielmacher in Manndeckung und damit quasi aus dem Spiel, zudem findet er immer wieder Gelegenheit und Luft, Vorstöße in die Spitze vorzutragen.
Dann kommt Buch aber doch noch ein (letztes) Mal zu einer Torchance, und mit einem angeschnittenen Fernschuss ins lange Eck, wohl noch von einer Windböe angehoben, so dass Hans nur noch mit den Fingerspitzen berühren aber nicht mehr abwehren kann, fällt das 2:1.
In der Pause schnaufen wir ordentlich durch – ohne Wechselspieler laufen wir alle einen kleinen Marathon, aber verzagen nicht. Im Gegenteil, mit optimistischer Grundhaltung geht es wieder auf den Platz.
Und vorwärts. Wir halten den Gegner gekonnt vom eigenen Strafraum fern, und der muss ob unserer Chancen zittern. In Klassemanier erzielt Andi Hä. den Ausgleich. Zunächst donnert er einen Fernschuss unhaltbar … an den Pfosten, aber der Ball springt zu ihm zurück und jetzt jagt er ihn halbhoch ins lange Eck.
Bis zum Schlusspfiff wird den Zuschauern ein gutes Spiel geboten. Zwei-/dreimal bricht noch ein Bucher Stürmer durch unsere Abwehr, aber Keeper Hans passt jedes Mal auf wie ein Luchs, ist im Stile eines Armin Hary vor dem Gegner am Ball, und drischt ihn nach vorn.
Den letzten Angriff im Spiel fährt der BSC, doch leider spielt Berrie vor dem Tor den Pass für Roland in dessen Rücken, es bleibt beim Unentschieden.
Dennoch schwelgen wir in Siegerlaune: beim Favoriten einen Punkt geholt, der hat zwei Punkte verloren, und wir bleiben weiter in der Spitzengruppe. Ein besonderes Erlebnis war aber das äußerst mannschaftsdienliche Spiel aller, der Einsatz jeder für jeden war der Grundstock für den erfolgreichen Abend, zu dem übrigens auch die faire und sympathische SG Blau-Weiß Buch beigetragen hat.
P.S.: Glückwunsch nachträglich zum Doppelgeburtstag, Bernd und Roland, kleine Feier folgt noch.

Feuchter Abend

Den ganzen Tag über gab es immer wieder schwere Regenschauer. Als wir zum Kunstrasenplatz kamen, war das Schwimmbad Hubi eröffnet. Zum Glück hörte der Regen mit dem Anpfiff auf, und munter machten wir uns ans Werk. Bei allem Eifer und Kraftaufwand im Mittelfeld – richtigen Druck auf die gegnerische Verteidigung brachten wir zunächst nicht zustande.
Kein Wunder, es fehlten vier Stammspieler (Bernd, Ändy, Blondie und Hannes), zudem waren unsere Offensivkräfte Andi Au. und Peter S. nach monatelangem verletzungsbedingten Fehlen zum ersten Mal wieder dabei. Andi kam kaum dazu, seine Gefährlichkeit der letzten Saison aufblitzen zu lassen, bei Peter wechselten tolle Aktionen (zweimal Innenkanten des Gebälks getroffen) mit Schatten.
Hinzu kam aber eine äußerst gewieft spielende Mannschaft Berolina Mitte, die kraftsparend aber effektiv mauerte, um auf schnelle Konter zu lauern. Derartige führten zum 0:1 und 1:2, aber mit nochmals erhöhtem Kraftaufwand erzielten wir mit schönen Schüssen von Wolfgang und Roland jeweils den Ausgleich.
Kurz vor der Pause fiel leider das 2:3. In Halbzeit zwo bemühten wir uns redlich, konnten aber keinen torgefährlichen Druck mehr aufbauen. Mitte HZ II schwanden auch etwas die Kräfte und damit die Konzentration. Organisatorisches Chaos beim Wechseln kam verschärfend hinzu. So schossen uns die Beroliner noch dreimal "ab".
Im wieder einsetzenden Regen wurden unsere Hoffnungen hinweggespült.

18.11.09

Neue Trainingszeit !!

Gemäß Trainingsplan ab 23.11.2009, veröffentlicht auf der BSC-Fußballseite, trainieren wir Mittwochs zwischen 20:10 und 21.30 Uhr.
Nachteil: Die Trainingszeit ist 10 Minuten kürzer. Vorteil: Die Altligamannschaften sind wieder unter sich. Die Senioren trainieren vor uns. Wer die neue Einteilung zu verantworten hat ist mir unbekannt. Ich kann damit leben.
Bis dann Peter (Ü40 II)

7.11.09

Kalte Dusche – aber nicht auf dem Platz

Auf der Hans-Rosenthal-Sportanlage war am Abend zuvor der gesamte Strom ausgefallen. Dabei hatte auch die Steuerung der Boiler Schaden genommen, so dass wir nach dem Spiel nur zu einer Katzenwäsche kamen. (In unserer Jugendzeit gab es häufiger kalte Kabinen und gar keine Duschen.) Aber das machte uns nichts, ein 6:0-Auswärtssieg wärmt Herz und alles andere…
Mit Respekt waren elf leader zum Kühler Weg gefahren, bei der letzten Begegnung hatte Eichkamp-Rupenhorn uns hier noch mit 1:0 geschlagen.
Aber wir fanden gut ins Spiel, kamen zu entsprechend vielen Torchancen, die Abwehr ließ kaum einen Vorstoß in die eigene Hälfte zu, und nach dem 2:0 ließ die Laufbereitschaft der E.-Rupenhorner deutlich nach.
In regelmäßigen Abständen fielen unsere Tore, eins wieder einmal schöner als das andere. Wir sind momentan aber auch gut eingespielt, die Stimmung ist super, die Laufbereitschaft lässt nichts zu wünschen übrig und als Spitzenreiter bringt einem der Gegner schon besonderen Respekt entgegen.
Torschützen: Doppelpack-Andi, Hannes (Quote Tore:Chancen heute nur 5 %. Aber keine Kritik, er rackerte was das Zeug hielt, riss Lücken auf und gab Vorlagen), Micha, Wolfgang und Arne.
Bemerkenswert ist, dass wir auch nach einer hohen Führung unser Spiel beibehielten, das wir am besten beherrschen: Flachpass und Bewegung, mindestens zwei Anspielstationen. Das war schon eine reife Leistung.

Nach dem schönen Erfolg lohnt sich ein Blick auf die Tabelle:


Unser herausragend gutes Torverhältnis ist wie ein weiterer Pluspunkt. Aber: Es scheint sich in unserer Staffel ein Fünfkampf um die drei Aufstiegsplätze herauszukristallisieren, also, da sind wir noch lange nicht durch. Gleich kommenden Montag steigt am Hubi der nächste Showdown, wenn sich Berolina Mitte (bislang ein unbeschriebenes Blatt für uns) zum Spitzenduell vorstellt.

20.10.09

Pflichtsieg

Zunächst taten wir uns schwer - der leichte Spielfluss vom match of the year beim SV Adler wollte sich nicht so recht einstellen. Aber der BFC Südring stemmte sich auch mit aller Macht gegen eine Niederlage beim leading team, mindestens zu fünft im eigenen Strafraum waren sie nur auf Spielzerstörung aus, eigene Offensivbemühungen endeten schon an der Mittellinie.
Übrigens Dank an unseren Old-Capitano Peter S., der - noch immer an den Knieen laborierend - zum Zuschauen vorbeigekommen war und ohne lange zu fackeln für den nicht-erschienenen Schiri einsprang.
Mitte der ersten Halbzeit geschah etwas, was uns normalerweise aus der Bahn wirft: eine Unregelmäßigkeit beim Wechseln. Doch das Wechselchaos des leading teams führte diesmal zu einer kurzen Unaufmerksamkeit der Südringer, die Hannes gedankenschnell zur Erspähung der entscheidenden Lücke und erfolgreichem Torschuss nutzte.
Damit war der Bann gebrochen, jetzt spielten wir besser auf. Neben vielen weiteren Chancen erzielte Hannes wiederum ein bemerkenswert schönes Kopfballtor zum 2:0- Halbzeitstand.
Nach der Pause das gleiche Bild: Alles spielt sich in der Südring-Hälfte ab, wir vergeben nur etwas zu viele Chancen. Dennoch: 3:0 durch Andi Hä., 4:0 nach Stockfehler der Keepers durch Arne. Dann ein Gastgeschenk von Micha K., er ermöglicht den (aufgrund des zum Teil unsportlichen Meckern unverdienten) Ehrentreffer. Schlusspunkt: das 5:1, wieder durch Andi Hä.
Letzter Schlusspunkt: eine Kiste Kaltgetränke von Roland in der Kabine.


Die Torschützen Hannes und Arne

15.10.09

Pinball Wizard



Spiel gegen den Tabellenführer. Prima Kunstrasen, prima Kabine und gefühlte 200 Zuschauer – ein würdiger Rahmen für das Spiel des Tabellenführers gegen den Tabellenzweiten vom Hubi. In der letzten Saison hatten wir sie nach 3:0-Führung noch 3:2 geschlagen. Bernd Grimm sollte auch mitspielen. Für mich als Torwart hieß das: warm anziehen! Ich stellte meine Trinkflasche in das Tor neben den Pfosten. Da sollte sie bis zur Pause stehen bleiben.
Die Adler begannen stark, hatten gute Einzelspieler. Wir wollten sie in Sicherheit wiegen und dann auskontern. Nach fünf Minuten griffen sie über ihre rechte Seite an. Wolfgang Sch. wollte den Ball nicht wegpieken, sondern ablaufen. Der Adler schaltete den Turbo ein und konnte scharf nach innen flanken. Ich hätte versuchen können, die Flanke abzuwehren, wähnte Ändy aber im Abwehrzentrum, der den Ball sicherer hätte wegschlagen können. Doch bevor ich mich umdrehen konnte, zischte der Ball an meinem Kopf vorbei ins Tor. Keine Ahnung, wo der Adler herkam - ich war das Murmeltier. Und meine Flasche kullerte über den Kunstrasen.
Nun mussten wir das Spiel machen. Die Adler standen hinten sicher und verlegten sich aufs Kontern. Aber hinten ließen wir nichts mehr anbrennen. Unsere Angriffe waren zunächst noch relativ harmlos, aber wir erhöhten den Druck kontinuierlich. Und wir hatten Hannes, das Strafraumungeheuer. In der 20. Minute schlug Bernd eine hohe Flanke an den langen Pfosten, Hans stieg hoch und konnte den Ball trotz leichter Rücklage einköpfen. 1:1 stand es zur Pause. In der Pause warnte Wolfgang Sch.: „Wer das Spiel macht, verliert!“ Ich ließ meine Flasche sicherheitshalber in der Kabine.
Bernd erhöhte kurz nach der Pause nach schöner Einzelaktion zum 2:1. Die Adler mussten nun versuchen, das Spiel zu machen. Aber das ließ Hannes nicht zu. Nach einer Arne-Gerdts-Flanke erhöhte er per Kopfballtorpedo unter die Latte zum 3:1. Zwei weitere Kopfbälle von ihm sausten knapp neben das Tor.
Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden verbreitete er Angst und Schrecken. Flach angespielt nahm er den Ball völlig unberechenbar an und die Gegner mussten sich zu zweit oder dritt auf ihn stürzen. Gegen Mitte der zweiten Halbzeit verursachte er im eigenen Strafraum aus dem Nichts eine Ecke und legte danach zweimal wunderbar für die freistehenden Stürmer auf. „Hannes, Du bist Stürmer, geh in den gegnerischen Strafraum!!“ verscheuchte ihn Bernd – zu meiner Erleichterung.
Der Höhepunkt des Spiels stand jedoch noch bevor: Ein 3:1 ist ein klares Ergebnis, aber ein 4:1 drückt einen Klassenunterschied aus. Ändy He. brannte vor Ehrgeiz. Er nahm sich den Ball zum Freistoß fünf Meter vor der Strafraumgrenze. Was tun? Hannes sollte keinesfalls ein drittes Tor erzielen. Und die Mittelfeldstrategen Bernd und Wolfgang W. sollten sehen, dass andere Leute auch spielen können. Arne schimpft zu viel, Berri träumte. Axel stand draußen und Andi Hä. kreuzte irgendwo hinter den Gegenspielern. Wolfgang Sch. sicherte hinten ab. Ändy He. musste es also selbst tun! Sein Leben zog an ihm vorbei. War das nicht etwas in der Schule gewesen? Physik? Einfallswinkel = Ausfallswinkel? Oder hatte er den Physikunterricht nicht gelegentlich geschwänzt, um in der Kneipe zu flippern? Das wars! Er zog die Kugel scharf in und flach in den Strafraum – Zong – Zong – Zong prallte sie von Bein zu Bein ins Tor. Highscore und Freispiel!

* * *

Gar nicht mal schlechtes Kindlpils vom Fass gab es in der Sportlerpinte des Adlernests. Die Speisekarte bot die gesunde vegetarische leichte Sportler-Bio-Vollwertküche: Wiener, Knacker, Bockwurst, Rostbratwurst, Boulettesenf, Boulettecurryketchup. Der ob der souverän eroberten Tabellenführung und dem bisher besten Spiel der Saison fröhlichen BSCer-Runde erzählte Ändy fünfmal in anschaulichster Weise Entstehung und Vollendung seines Tores. Bei unserer Weihnachtsfeier, wenn Ändys Lebensgefährtin Anke mit am Tisch sitzt, wird dann die XXL-Version geboten!
Hans Sch.

5.10.09

Kalte Dusche für Ex-Bundesligisten



Bild 1: Dies ist Hannes W. (nicht zu verwechseln mit Hennes VII. aus Köln). Friseur: Berlin-Mitte. Maschinenschnitt - 6,90 € - mit Trinkgeld 7,50 €. Alle drei Wochen.

Mit acht Mann begannen wir am Freitag Abend am Hubi das Punktspiel gegen die älteren Herren von Tennis Borussia. Ob sie Bundesligaerfahrung hatten? Wenn ja, dann war es lange her. Wir setzten sie umgehend unter Druck und nach etwa 10 Minuten hämmerte Roland den Ball zum 1:0 ins Tor. Roland hatte sich viel vorgenommen und nach einigen weiteren Gewaltschüssen tankte er sich zur Außenlinie durch, flankte scharf auf Berry, der den Ball volley und unhaltbar einschoss. Von zwei abgefälschten Fernschüssen abgesehen, hatte ich als Torwart nicht Ernsthaftes zu tun. Kurz vor der Halbzeitpause nutzen die Tennis-Borussen aber die einzige Unachtsamkeit unserer Abwehr und wir gingen mit einer knappen 2:1-Führung in die Pause.
Mittlerweile war auch Bernd erschienen, so dass ich unser Spiel in den nächsten 20 Minuten nur noch aus der Ferne sehen konnte. Ich konnte auch sehen, wie sich unsere erste Ü40 aufwärmte und wie zweimal Bernd, Hannes und schließlich Andi Hä. zum 6:1 erhöhten. Unsere Defensivkräfte Ändy, Arne, Micha und Wolfgang gingen leer aus – aber so ist Fußball. Nachdem Bernd sich 10 Minuten vor Schluss verabschiedete um bei der Ü40 mitzuspielen, bekam ich wenigstens noch zwei Bälle aufs Tor, aber es blieb beim verdienten 6:1.

Hans Sch.