20.9.12

Ü60 – erst pfui, dann hui


Wo war sie nur hin, unsere schwungvolle geniale Spielweise aus den letzten Spielen? Vielleicht nahmen wir Rudow (erst ein Sieg in dieser Saison) unbewusst zu leicht. Immerhin stand unsere Deckung ordentlich. Aber im Aufbau kam zu schnell der Fehlpass. Pech auch, dass Hermann nach zehn Minuten mit einer Zerrung raus muss. So stehen wir wieder ohne Wechsler da. 
In Halbzeit 1 verbucht der TSV Rudow mehr Ballbesitz. Wir rackern, holen verlorene Bälle zurück, und kommen allmählich doch zu Chancen. Fünf Minuten vor Pausenpfiff bekommt Hannes die Kugel am 16er, ein Haken und drin ist der Ball. Doch vorher gab es eine angeschossene Hand – kein Treffer.
Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff der nächste Angriff: Jürgen (immer noch gehandicapt mit Knöchelschmerzen) setzt sich rechts durch und zieht aus spitzem Winkel ab. Abgefälscht von einem Verteidiger schlägt die Kugel ein.
In der Pause selbstkritische Worte. Danach läuft der Ball besser durch unsere Reihen. Zunächst werden noch zwei Chancen vergeben, dann erzielt Axel im Nachschuss das 2:0. Rudow gibt sich noch nicht geschlagen, greift immer wieder mit drei, vier Mann an. Claus hält zweimal Klasse. Doch dann vollenden Arne und noch mal Jürgen zwei Konter perfekt.
Dass der TSV Rudow nach leichtem Rempler noch einen Foulneunmeter verwandelt, ist schnell vergessen. Wir feiern den 4:1-Auswärtssieg im Rudower Casino – danke Effendi für die Einstandslage.
  
Die Torschützen: Jürgen (2), Axel, Arne



Ü50-2: Erste Niederlage

Leider hat die 2. Ü50 im vierten Spiel der Saison erstmals Federn lassen müssen. Gegen den engagiert spielenden Tabellennachbarn Schwarz-Weiß Neukölln lagen wir nach einer grottenschlechten ersten Habzeit aussichtslos mit 0:5 zurück. Ohne unsere 60er agierten wir reichlich orientierungslos und die Neuköllner konnten uns eins um andere Mal mit schnellen Vorstößen auskontern.
Mein Eindruck war, dass wir in Halbzeit Eins zu viele Leute hatten, die nach vorne glänzen wollten, und dass wir uns zu wenig für die Defensive verantwortlich fühlten. Defensivarbeit besteht eben nicht nur daraus, nach einem Ballverlust schnell zurückzulaufen, was manche von uns durchaus taten, sondern auch bei eigenem Ballbesitz Gegner und Räume abzusichern, auch wenn man dann auf die eigene Offensivaktion verzichten muss. Aber dafür hat man ja schließlich auch Mitspieler.
In Halbzeit Zwei war Ehrenrettung angesagt. Wir spielten etwas kontrollierter nach vorn und deckten konsequenter, so dass die Neuköllner sich nicht mehr die Ecken aussuchen konnten und unser Tor sauber blieb. Nach Toren von Stephan und Peter und einem wunderschönen Alleingang, den unser Tagesbester Ändy per Nachschuss überlegt ins Eck abschloss, stand es 3:5. Aber obwohl wir bis zum Ende ackerten, reichte es nicht mehr zum Punktgewinn, der angesichts der Leistung aus der ersten Halbzeit auch nicht verdient gewesen wäre.
Hans Sch.

17.9.12

Ü50-1 erreicht die zweite Runde im Berlin-Pokal

„Körperspannung“ ist das, was ein Abwehrspieler haben muss, damit der Stürmer kein Tor schießt. Zu Saisonbeginn fehlte sie in unserer 1. Ü50 noch gelegentlich – doch das ist nun Geschichte. In der 20 Minute ging Andi Heck. mit der nötigen Körperspannung im Strafraum in das Kopfballduell mit dem gefährlichsten Spieler von Bau-Union, immerhin Tabellendritter in der Parallelstaffel, und klärte souverän. Doch Schiedsrichter Grünbaum grub sich mit einer seiner überraschenden Entscheidungen weiter in unsere Herzen ein: „Strafstoß“ sagte er bestimmt. Auf Heckis Frage nach dem Warum antwortete er mit entwaffnender Logik: „Weil es im Strafraum war!“ – „Darf man im Strafraum nicht köpfen?“ fragte Hecki nach und trollte sich dann aber an den Spielfeldrand.
Der sicher verwandelte Strafstoß blieb der einzige Torschuss von Bau-Union in der ersten Halbzeit und in Halbzeit zwei ließen unsere bärenstarke Abwehr nur einen weiteren Torschuss zu, der allerdings leicht zu halten war.
In der Offensive ließen wir den Ball laufen. Es war Didis Spiel, der wieder an die Form der vergangenen Saison anknüpfen konnte. Bereits mit seinem dritten Ballkontakt erzielte er das 1:0, kurz darauf ließ er das 2:0 folgen und nach dem 1:2 wegen „Kopfelfmeter“ (s.o.) schlug er eine Ecke präzise auf das am langen Pfosten lauernde Kopfballungeheuer Andi Hä. Kurz vor der Pause kriegte Grimmi nach einem Alleingang seinen Körper richtig schön hinter den Ball und sorgte mit einem Flachschuss ins Eck für den 4:1-Pausenstand.
Auch in der zweiten Halbzeit dominierten wir das Spiel. Wir ließen den Ball laufen und es gelangen einige schöne Ballstaffetten, wobei wir allerdings gelegentlich einige Fehlpässe einstreuten. Aber wir setzen den Bau-Unioner so zu, dass ihnen nichts anderes einfiel, als lange Bälle nach vorne zu schlagen, wo sich die Stürmer aber an unseren Verteidigern die Zähne ausbissen.
Mangels weiterer Tore blieb es also nach einem überlegenen Spiel bei einem klarem 4:1-Sieg in der ersten Pokalrunde.

Hans Sch.

14.9.12

Ü60er trinken 21 Bier


Ich komme aus der Dusche, da steht in der Kabine bereits ein Tablett mit sieben bauchigen frischgezapften Schultheissbieren. Die Stimmung ist grandios. Nachdem der erste Durst gelöscht ist, geht es zu Laszlo ins Casino, jetzt gibt Hermann seine Einstandsrunde. Die Stimmung erreicht ungeahnte Höhen, als Arne nochmals eine Runde Frischgezapftes ordert. Das hatten wir uns allerdings auch redlich verdient: die BSC-Ü60er sind im gerade absolvierten Pokalspiel beim Lokalrivalen 1.FC Wilmersdorf viel gelaufen und haben einfach überragend gespielt.
Vom ersten Moment an ließen wir nichts anbrennen - 
0 : 7 lautet das Ergebnis am Ende. Dabei war das so nicht zu erwarten: Die Jungs vom Volkspark Wilmersdorf gingen (nach der 0:3-Pleite ihrer Ü50-1-Vereins-
kameraden gegen unsere 1. 50er vor einer Woche) hoch motiviert und mit vier Wechselspielern (BSC 0 Wechsel-
spieler) in den Pokal-Fight und erspielen sich schnell Feldüberlegenheit. Doch unsere Abwehr steht unüberwindlich, zudem springen bei Kontern zwei schöne Tore heraus. Nach der Pause nochmals heftiges Anrennen der Wilmersdorfer, doch wieder gelingen aus der massierten Abwehr heraus schöne Kontertore. Spätestens nach dem 0:4 lässt die Heimmannschaft die Köpfe hängen, aber – großes Lob – der 1.FC Wilmersdorf spielt bis zum Abpfiff äußerst fair.
Bei uns ist bemerkenswert, wie cool inzwischen die Abwehr zusammenspielt. Großartig auch unser dritter Torwart Ebi, der mehrfach sensationell hielt. Ein Hinweis auf das gute, flexible Spiel in der Offensive ist der Umstand, dass fünf Feldspieler Tore erzielten. Nur Arne ging diesmal leer aus, er hatte ja seine Torgefährlichkeit erst kürzlich bei Traber mit seinem 30m-Schuss ins Dreiangel bewiesen.
Nun hoffen wir auf ein attraktives Los in der nächsten Runde - gern z.B. gegen Hertha Zehlendorf.
Den nächsten Spielen in unserer Staffel aber sehen wir freudig entgegen, es wird toll zusammengespielt, die Stimmung ist großartig und trinkfest sind die Jungs auch.



Zwei der fünf Torschützen: Effendi (m) und Jörg (r, 2 Tore).
Zudem trafen Hermann, Axel und Jürgen (2)

Nachtrag:
Vielen Dank an unsere mitgereisten Fans (Andi Hä., Manne Möller, Manne Zeuke und Marko), die uns unermüdlich unterstützten.
Eigentlich waren es nur 18 Biere, da Arne (kalorienbewusst) nur Wasser trank. Marko, der auch mitfeierte, hielt es mit dem Werbespruch "Lass' Dir mal 'ne Fanta schmecken..."