20.10.18

Griezman, Ebi und Käthe-Tucholla *1


Und dann flog dieser Ball, gefühlvoll auf der linken Seite geschlagen. Er rotierte in einem leichten Halbkreis, direkt in den Strafraum. Dort schnellte Antoine Griezman vom Boden, kraftvoll, mit dem Blick zum Ball. Mit einer ruckartigen Drehung des Kopfs lenkte er den Ball im 180-Grad-Winkel zum Tor, wo sich Manuel Neuer streckte und streckte und streckte. Aber nachdem er wieder gelandet war, konnte er nur noch den Ball aus dem Netz holen. So war das vor ein paar Tagen in Paris.
Und 60.000 im Stade de France jubelten. In Paris hatte der kleine Angreifer, 1,75 Meter groß, für Weltmeister Frankreich den 1:1-Ausgleich erzielt. Ein Traumtor, die Fans rasteten aus. Aber natürlich hatten sie keine Ahnung von der Geschichte dieses Kopfballs.
Antoine Griezman hatte diesen Kopfball von Ebi gelernt.
Ebi ist 50 Jahre älter als Griezman, er hatte solche Kopfbälle schon inszeniert, da lag der Franzose noch in den Windeln.
Eine andere Weltkulisse, ein anderer Tag. Freitag, das Käthe-Tucholla-Stadion von Köpenick-Oberspree, Bruno-Bürgel-Weg, mehrere grauhaarige Männer als Kulisse. Spiel BSC Ü60-2 gegen Köpenick-Oberspree, 22. Minute. Eine gefühlvolle Flanke von rechts, in der Mitte steht Ebi, mutterseelenallein, der Ball fliegt, er kommt zu Ebi, der reißt ruckartig den Kopf Richtung Tor, der Ball fliegt und fliegt, er fliegt direkt zum Netz, Sekundenbruchteile, dann muss er die Torlinie überschritten haben. Aber mit einem panther-ähnlichen Satz wehrt der Torhüter von Köpenick-Oberspree den Ball noch zur Seite. Hätte er gegen Frankreich im Tor gestanden, dann, ja dann…..
Ebis Traum-Kopfball war eine der besten Szenen dieses Spiels. Die zweite kam Sekunden vor Schluss. Ein Verteidiger der Gastgeber spielt unbedrängt am eigenen Strafraum einen Querpass, für den er wahrscheinlich für die nächsten Monate ins Amt des Greenkeepers versetzt wird. Stephan B., noch so eine Art Panther, reagierte blitzschnell, nahm den Ball auf und schoss ihn überlegt ins rechte untere Eck. Die Entscheidung. Das 3:2 für den Berliner SC. Die Mannschaft hatte in letzter Sekunde noch triumphiert. Lange einem Rückstand hinterher gelaufen. Ausgeglichen. Dann, wie bei Asterix, zack Haudraufundschluss.
Ebi, immer wieder Ebi. Der Mann, der an allen Situationen beteiligt war. Na ja, an wesentlichen. Kippte in der ersten Halbzeit, nach ein paar Minuten schon, auf den Boden wie eine Fichte beim Sturm „Kyrill“. Gefällt (oder zumindest touchiert) von einem Gegenspieler, zwei Meter neben dem linken Torpfosten des Tors von Oberspree. Elfmeter, Stephan schießt, der Keeper hat noch die Fingerspitzen in Ballnähe, Tor.
Oberspree, der Tabellenführer, und Favorit, hatte gerade das dritte Gegentor - in der gesamten Saison 18/19 erhalten. Doch der Berliner SC spielte ganz gut, hatte einige schöne Kombinationen, allerdings auch diverse Fehlpässe, mit denen er den Gegner aufbaute. Trotzdem: Spielbestimmend waren die Gäste. Aber es kam wie es kommen musste: ein Fehlpass, Konter, Tor. Peter S. als Keeper hatte keine Chance.
Zweite Halbzeit. Nun bestimmte der BSC enorm das Spiel. Es waren die Minuten von Andi Hä. Er lief sich frei, tänzelte sich durch, er schoss raffiniert, er erkämpfte sich den Ball. Einmal sorgte Klaus für die Vorarbeit, mustergültig mit einem Pass. Und Andi hatte eine absolute Erfolgsquote, nicht zu übertreffen, 100 Prozent. Er schoss jedes Mal neben‘s Tor.
Im Gegenzug rettete Peter im Tor bei den wenigen Chancen der Gastgeber ausgezeichnet. Er rettete oft, aber nicht immer. Das 2:1, Peter hatte keine Chance. Der BSC marschierte weiter, hatte Feldüberlegenheit und Torchancen und Ebi. Der Ball flog in den Strafraum, vor dem Tor stauten sich die Spieler als würde dort Freibier ausgeschenkt, Ebi bekam den Ball an den Kopf, diesmal zuckte sein Kopf anders als vorher, irgendjemand schrie „Tor“, der Ball lag im Netz. Ausgleich. 2:2, Torschütze: Ebi. Wenn Griezman im nächsten Spiel ein ähnliches Tor köpft, ist klar, dass er vorher auf YouTube „Ebi, Kopfballtechnik, Oberspree“ eingetippt hat.
Noch sieben Minuten. Sechs Minuten und 50 Sekunden tat sich nichts, dann lauerte Stephan an der Strafraumgrenze. Er musste es geahnt haben. Denn der Typ, der ihm die Vorlage gab, der hatte den gleichen Aussetzer schon vor Wochen. Damals allerdings bekam er noch eine Art Bewährung: Vier Tage Toiletten putzen in den Umkleidekabinen.
Frank Ba.


Die Mannschaft: Peter S. (Tor), Dicki, Hartmut, Klaus Sch., Micha R., Andi Hä., Stephan B., Ebi & Schiedsrichter Frank Ba.

*1 Käthe Tucholla (* 10. Januar 1910 in Berlin; † erhängt 28. September 1943 Berlin-Plötzensee); Als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernahmen, beteiligten sich Käthe und ihr Ehemann Felix Tucholla mit der antifaschistischen Widerstandsgruppe um Robert Uhrig durch Verbreitung illegaler Literatur und der Beschaffung von Quartieren für verfolgte Antifaschisten am Widerstand. Käthe Tucholla war auch als Kurierfahrerin in andere deutsche Städte unterwegs. Zudem unterstützten beide den sowjetischen Agenten Erwin Panndorf, der im Mai 1942 über Ostpreußen mit dem Fallschirm abgesprungen war, was letzten Endes zu ihrer Verhaftung durch die GeStaPo führte. In ihrer Freizeit spielte sie Hockey im Verein Sparta Lichtenberg.

18.10.18

Ü60-1 gewinnt 3:0 gegen Wilmersdorf


Es ist immer laut gegen Wilmersdorf, besonders wenn man gewinnt. Aber immerhin haben sie Sitzfleisch im Casino - das macht sie sympathisch.

Sportlich konnte uns der Tabellennachbar aber nicht das Wasser reichen. Stephan erzielte in der 10. Minute mit einem schönen Schuss das 1:0, und Grimmi köpfte Griezmann-mäßig in der 20. Minute zur 2:0-Halbzeitführung ein. Wilmersdorf machte auch Druck nach vorn, aber unsere Défense verhinderte die Torschüsse, und den langen Bällen auf den schnellen und schussstarken 36er fehlte es an der Präzision. Unter dem Strich blieb für Wilmersdorf in Halbzeit 1 nur ein gefährlicher Torschuss, den ich aber aus der Ecke fischen konnte.

In Halbzeit 2 das gleiche Bild: wir waren die (etwas) bessere Mannschaft und Wilmersdorf stemmte sich gegen die Niederlage. In der 45. Minute gelang Ändy He. aus großer Entfernung mit einem Schuss ins kurze Eck das 3:0. Und im Tor hatte ich auch nur einen gefährlichen Schuss zu parieren.

Fazit: Ein klarer und verdienter Sieg nach guter Mannschaftsleistung für

Micha R., Christoph, Ändy He., Micha Sch., Andi  Hä., Grimmi., Karsten, Stephan, Hannes und

Hans Sch.

14.10.18

Die Pokalsaga der Ü60 geht weiter! Nachtrag zum Krimi der Zweiten

Union 06 hatte anfangs keine einzige Chance, einmal bricht der Stürmer durch bis zur Grundlinie, aber Wolfgang Sch. ist dran, es kann nichts passieren, Wolfgang stochert nach dem Ball und trifft (leicht) den Fuß des Gegners: Neunmeter – Juppi schießt, Peter hat eine Hand am Ball, aber leider geht das Leder ins Netz.
„Verteidiger“ Hartmut war nach vorne gestürmt, Gegner kommt an den Ball, Wolfgang We. nimmt die Position hinten rechts ein, Gegner macht zwei Haken und kommt an Wolfgang vorbei, schießt unhaltbar ins Eck – 0 zu 2 zur Halbzeitpause. Lange Gesichter – realistisch kann man nicht mehr an ein Weiterkommen glauben.
In der ersten Halbzeit hat Manni mindestens fünf Mal versucht, aufs Tor zu schießen, trifft es jedoch nicht. In der Halbzeitpause hält er eine Ansprache, die es in sich hat. Aber er zählt genau die Defizite auf, die dem Spiel inne wohnten. Die Ansage: Alle ziehen am gleichen Strick, wir spielen Mann gegen Mann!
30 Sekunden nach Wiederanpfiff schießt er besser: mit einem Kraftakt zieht er am 16er ab, legt all seinen Frust in den Schuss, und trifft halbhoch ins lange Eck – 1 zu 2.
Jetzt hat er Lunte gerochen, bei weiteren Angriffen erzielt er das 2 zu 2 und 3 zu 2! Spiel gedreht, alle sind glücklich und freuen sich, dass wir wohl eine Runde weiterkommen. (Glückwunsch zum lupenreinen Hattrick und Danke für den Kasten Bier in der Kabine und Ändy He. fürs Holen). Aber der Gegner kommt diesmal über rechts nach vorne, wieder ist Wolfgang We. Verteidiger (wieso eigentlich? Wo waren die nominell Aufgestellten?), ein Haken und schon steht es drei zu drei.
Und es kommt noch schlimmer: in den letzten Minute der regulären Spielzeit sind sich Wolfgang Sch. und Roland in der Mitte der Abwehr uneins, ein Union-Spieler schaltet am schnellsten, und trifft zum 3 zu 4.
Der Schiri gibt noch eine Minute Nachspielzeit, wir werfen alles nach vorne und tatsächlich behält Hartmut in der allerletzten Sekunde die Nerven und erzielt das Vier zu Vier. Anstoß gibt es nicht mehr.
Beim anschließenden Neunmeterschießen fängt zunächst Union an und trifft zum 1 zu 0.
Neunmeter für BSC Ü60-2: Manni verlädt den Torwart und trifft unten links, 1 zu 1. 
Jetzt kommt Juppi, schießt hoch, Peter hat noch eine Hand am Ball, Ball geht rüber.
Wolfgang We. läuft an und trifft sehr sicher unten rechts.
Union verwandelt seinen nächsten Neunmeter.
Bei uns läuft Parviz an, täuscht und trifft halbhoch rechts, was recht risikoreich war. Neunmeter für Union: Peter hält!
Unser nächster Elfmeterschütze ist Roland: er läuft an, schießt hart und platziert unten rechts, 4 zu 2 für uns – das Spiel ist entschieden.
Insgesamt erreichen wir mit 8 zu 6 Toren das Achtelfinale im Berliner Ü60-Cup!!
Neben einigen Fragestellungen, die Positions- und Taktiktreue, Auswechselungen betreffen, ein Sieg des Mannschaftsgeistes oder der Mentalität, wie heutzutage der Sprachgebrauch ist.

Die Mannschaft: Peter S. (Tor), Wolfgang Sch., Hartmut, Roland Bö., Hannes, Wolfgang We., Manni, Ebi, Parviz, Berrie.
Man of the Match: Manni
Diszipliniertester und bester defensiver Spieler: Wolfgang Sch.
Zuschauer: 12
Wetter: Spätsommer
Duschen: von sechs Duschköpfen boten drei lauwarmes Wasser.

Axel & Dicki

13.10.18

Ü60-1, 2 und 3 im Achtelfinale!

Ü60-3 gewann am Montag 3:2 gegen Teutonia - knapp und mit Toren von Hannes und Stephan, die am Vortag im Spiel der Ü60-1 gegen Wannsee noch leer ausgegangen waren.

Ü60-2 zeigte gegen Union 06 einen Pokalkrimi. Nach 60 Minuten stand es 3:3, zum Schlusspfiff 4:4, und das Neunmeterschie0en gewannen wir klar.

Ü60-1 musste also liefern:

Stephan las vor dem Spiel in der Kabine die Videobotschaften von Grimmi und Uwe Sy. vor. Viel Zeit war nicht, weil die Anreise zum Teterower Ring für die Autofahrenden die größte Herausforderung des Abend bleiben sollte. Stau in der Stadt, und dann Teterower Ring geradeaus, rechts auch Teterower Ring und links ebenfalls. Warum? - um die Russen zu verwirren - wahrscheinlich.

Micha Sch. ließ sich am heftigsten verwirren, so dass er erst nach dem Anpfiff eintraf und sich am Spielfeldrand umkleiden musste. Das war aber nicht wirklich schlimm, denn Rot-Weiß Hellersdorf hatte keinen Wechselspieler. Wir waren dagegen mit elf Mann angereist.

Manni war nicht im Kader, aber auch andere können über den Zaun schießen. Stephan zeigte das schon beim Warmspielen. Der Sportplatz liegt direkt an der Wuhle und in ebendieser landete der Ball - unerreichbar am anderen Ufer. Aber Rot-Weiß Hellersdorf ist nicht Rot-Weiß Essen und die Wuhle ist ein renaturierter Flusslauf (dritter Ordnung) und keine Köttelbecke (https://de.wikipedia.org/wiki/Köttelbecke). 

Also besorgte ich beim Platzwart einen Käscher. Der hatte einen Teleskopstiel. Und mit Gummistiefeln hätte ich den Ball auch trockenen Fußes erreichen können. Aber bei angenehmen 15 Grad kann man auch mit nassem Fuß auf seinen Einsatz warten.

Abgesehen von der schwierigen Anreise war es ein perfekter Abend: Milde 15 Grad, frische Luft von der Wuhle, ein Super-Kunstrasen, ein guter Schieri, der als Regelwidrigkeiten im gesamten Spiel nur ein einziges (unabsichtliches) Foulspiel und ein (angeschossenes) Handspiel pfeifen musste.

Hannes und Stephan hatten zu zeigen, ob sie nur noch in der Ü60-3 treffen können. Das gelang ihnen fünf Mal, wobei allerdings die Vorlagen jeweils von Karsten (https://de.wikipedia.org/wiki/Zico) kamen und daher zwangsläufig zu Toren führen mussten. 

Bis zur Pause traf jeder von ihnen zwei Mal. Es stand 4:0 und Hellersdorf - immerhin ungeschlagener Tabellenführer in der Bezirksliga - hatte uns bis auf den schnellen und schussstarken Dreier eigentlich nichts entgegenzusetzen. Und Jörg hatte im Tor kaum was zu tun.

In der zweiten Hälfte wollte Ändy auf Halten spielen, Stephan das Spiel genießen, und Karsten meinte, dass erst eine 5:0-Führung ein Weiterkommen sichert.

Gesagt, getan: Der rechte Hellersdorfer Verteidiger weiß nicht, wohin mit dem Ball, ich laufe ihn in Schlangenlinie an, er versucht es mit einem Querpass nach links. Karsten nimmt im Zentrum dankend an und schießt von der Strafraumgrenze ins lange Eck.

Doch dann bringt ein Fehlpass aus der Abwehr den rot-weißen Dreier in Schussposition: unhaltbar landet der Ball im langen Eck.

Andi Hä. erhöht auf 6:1 und Micha Sch. macht seinen Fehler mit einem Schuss ins lange Eck wieder gut. Ein 7:1 wäre ein sehr schönes Ergebnis gewesen - aber wir lassen der Dreier erneut zum Schuss kommen - wieder unerreichbar ins Eck. Nachdem Stephan mit seinem dritten Tor auf 8:2 erhöht hatte, pfeift der Schiedsrichter das schöne und faire Spiel ab.

Jörg i.T., Ändy He., Christoph, Micha R., Micha Sch., Andi Hä., Karsten, Hannes, Stephan, Andreas E. und

Hans Sch.

6.10.18

Traditionsspiel KSV Johannisthal 1980 gegen Berliner SC

Auf Einladung unserer Freunde vom KSV (vgl. www.ksv-johannisthal.de) trat heute ein BSC-Allstar-Team Ü50/Ü60 in Oberspree an.
In der "3. Halbzeit" war dann ausgiebiges Thema das legendäre Freundschaftsspiel KSV Johannisthal gegen BSC im Jahr 1987 (!). Die BSC-Einreise erfolgte damals einzeln, mit Fußballkluft unter normaler Kleidung, ein Fußballspiel gegen den Klassenfeind wäre DDR-seitig niemals erlaubt worden, also lief alles konspirativ ab – die StaSi hat glücklicherweise nichts bemerkt.
Am 23. Jan. 1990 erfolgte das Rückspiel auf dem Hubi, dem viele weitere Freundschaftsspiele und Turnierteilnahmen folgten. Nicht zu kurz kam dabei jeweils das sogenannte gesellige Beisammensein.

Hier der Fotobericht von den heutigen drei Halbzeiten:

click!




4.10.18

„Langweilig wars nie! Dafür habe ick wat später zu erzählen“ *1

Was für Graciano "Rocky" Rocchigiani galt, konnten die Mannen der Ü60 II nach dem Spiel gegen die Kreuzberger nicht gerade sagen.
Würden wir Statistiken führen, Ihr wisst schon, Ballbesitz, Passquote, gewonnene Zweikämpfe, Packing und so weiter, würden die Werte durchweg zugunsten der Gelb-Schwarzen, heute wieder in die grünen No-Lose-Trikots gewandet, lauten. Dabei war Hansa 07 keine Laufkundschaft. Wir hatten schon zu kämpfen.
Vor allem in der ersten Halbzeit. Viel zu hektische Versuche, möglichst noch in der nächsten Sekunde vor das gegnerische Tor zu kommen, führten immer wieder zu Ballverlusten, unser Kombinationsspiel lahmte. So waren es die Abwehrleute des BSC, die immer wieder gefordert waren. Na ja, eigentlich nur zwei Verteidiger. weil Hansa traditionsgemäß nur mit einem Stürmer spielt. Der hat es aber in sich: Ballsicher, dribbelstark und schnell stellte er Wolfgang Sch. vor immer neue Aufgaben. Als man den Dreizehner, der als Neuner spielte, spielen sah, wurde die Torquote von Hansa 07 erklärbarer (11:13 in vier Spielen). Um es vorwegzunehmen, ein gebrauchter Abend für ihn. Bei Blondi und spätestens bei Andi Hä. (der eine Stunde vor dem Spiel vom WC mit Fieberthermometer zum Hubi geeilt war, als er hörte, dass wir keinen Keeper haben) war Schluss!
Die zweite Halbzeit war kurzweilig: Hatten wir die SO36er kaputt gespielt? Oder hatten sich unsere Offensivkräfte die Halbzeitansprache zu Herzen genommen? Jetzt fielen die Tore wie reife Früchte, wobei Hartmut (!) und Stephan noch jeweils drei mehr hätten machen können/müssen. Die Notwendigkeit eines Mentaltrainers wird immer sichtbarer. Aber wir haben ja einen neuen Abteilungsvorsitzenden, der Sponsorengelder fundraisen will…
Jetzt wurde es auch ein strukturiertes Spiel, mit Ballstafetten, Rückspielen und dem sichtbaren Bemühen zu gewinnen, aber auch nicht zu verlieren. Manni und Stephan, z.T. auch Hannes Wei. mischten sich deshalb immer wieder in die Defensivarbeit ein, eroberten Bälle schon in der Mittelzone, entlasteten die weiter hinten Stehenden. Andi Hä. fror.
Um es kurz zu machen: Es kam ein Fünfzunullsieg raus. Bei vier der 5 Tore hat übrigens Berrie aufgrund seiner Laufwege... na, Ihr wisst schon.

Hansa war ein fairer Gegner. „Macht nüscht! Iss ja allet jut jejangen!“ *2 würde Rocky sagen.

Die Mannschaft: Andi Hä., Wolfgang Sch., Dicki, Axel, Hartmut, Manni, Stephan, Hannes, Berrie
Bälle: Axel, Manni
Organisation:
Roland Bö., Axel und Dicki
Mitbringen der Ersatztrikots: Berrie
Waschen der Ersatztrikots: Berrie und Manni
Zuschauer: Peter Sei.

Spielbericht: Dicki
Bier, Pommes und Bayernpfanne: Issa, Karsten
Administratives/DFBnet:
Roland Bö. und Manni

*1 Der Tagesspiegel  *2 Berliner Zeitung


Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Zitate von Rocky sollen an den mit 54 Jahren kürzlich bei einem Verkehrsunfall getöteten großen Sportler und Boxweltmeister erinnern. Auf die würdigenden Nachrufe im Tagesspiegel und in der Berliner Zeitung wird ausdrücklich hingewiesen.

3.10.18

Ü60-1 jetzt Lieblingsgegner vom FV Wannsee

„Ihr seid jetzt unser Lieblingsgegner“ – verkündeten die glücklichen Wannseer nach ihrem hart umkämpften 1:0-Heimsieg. Für uns war es die dritte Niederlage gegen Wannsee in Folge. Während Wannsee von ihrer bisher besten Saisonleistung schwärmte, war unser Spiel durchwachsen. Positiv wieder unsere Abwehrleistung, die unser Tor nur wenige Male in Gefahr geraten ließ. Erst als wir am Ende alles nach vorn geworfen hatten, kamen die Wannseeer ein paar Mal durch, aber wenigstens ein zweites Tor konnte ich verhindern. 

Leider nicht das erste Tor: Kurz nach der Pause konnte ihr Spielmacher mit der #6, ein 58er Gastspieler der Ü50-1 von Blau-Weiß-90, mit dem Ball an der Strafraumgrenze entlanglaufen. Wir verfolgten ihn zwar, verhinderten aber nicht den überraschenden Torschuss aus doch schon ziemlich spitzem Winkel, den er aus vollem Lauf mit Links in den Winkel knallte. Aber kurzes Eck ist Torwarteck, und unhaltbar war der Schuss auch nicht….

Wir hatten von Beginn an mehr Ballbesitz, aber gegen die geschickt und aufopferungsvoll verteidigenden Wannseeer fiel uns im Angriffsspiel nicht wirklich viel ein, und wenn Karsten, Grimmi oder Stephan draußen waren, merkte man das Fehlen von Andi Hä. und besonders von dem auch von Wannsee vermissten Ömer deutlich.

Fazit: Die Niederlage geht in Ordnung, noch stehen wir vorn in der Tabelle und es wird bestimmt noch besser werden.

Micha R., Micha Sch., Christoph, Grimmi, Stephan, Karsten, Hannes, Andreas E. und
Hans Sch.

P.S. 
Gute Nachrichten aus der Bezirksliga: Ü60-3 schlägt zeitgleich Borsigwalde 4:0.
Ü60-2 schickt einen Tag später Hansa 07 mit einem 5:0 nach Hause.
Von Hannes und Stephan werden überzeugende Erklärungen erwartet, warum sie keine 24 Stunden nach ihren Nullnummern in Wannsee bei der Ü60-2 jeweils doppelt treffen?