14.10.18

Die Pokalsaga der Ü60 geht weiter! Nachtrag zum Krimi der Zweiten

Union 06 hatte anfangs keine einzige Chance, einmal bricht der Stürmer durch bis zur Grundlinie, aber Wolfgang Sch. ist dran, es kann nichts passieren, Wolfgang stochert nach dem Ball und trifft (leicht) den Fuß des Gegners: Neunmeter – Juppi schießt, Peter hat eine Hand am Ball, aber leider geht das Leder ins Netz.
„Verteidiger“ Hartmut war nach vorne gestürmt, Gegner kommt an den Ball, Wolfgang We. nimmt die Position hinten rechts ein, Gegner macht zwei Haken und kommt an Wolfgang vorbei, schießt unhaltbar ins Eck – 0 zu 2 zur Halbzeitpause. Lange Gesichter – realistisch kann man nicht mehr an ein Weiterkommen glauben.
In der ersten Halbzeit hat Manni mindestens fünf Mal versucht, aufs Tor zu schießen, trifft es jedoch nicht. In der Halbzeitpause hält er eine Ansprache, die es in sich hat. Aber er zählt genau die Defizite auf, die dem Spiel inne wohnten. Die Ansage: Alle ziehen am gleichen Strick, wir spielen Mann gegen Mann!
30 Sekunden nach Wiederanpfiff schießt er besser: mit einem Kraftakt zieht er am 16er ab, legt all seinen Frust in den Schuss, und trifft halbhoch ins lange Eck – 1 zu 2.
Jetzt hat er Lunte gerochen, bei weiteren Angriffen erzielt er das 2 zu 2 und 3 zu 2! Spiel gedreht, alle sind glücklich und freuen sich, dass wir wohl eine Runde weiterkommen. (Glückwunsch zum lupenreinen Hattrick und Danke für den Kasten Bier in der Kabine und Ändy He. fürs Holen). Aber der Gegner kommt diesmal über rechts nach vorne, wieder ist Wolfgang We. Verteidiger (wieso eigentlich? Wo waren die nominell Aufgestellten?), ein Haken und schon steht es drei zu drei.
Und es kommt noch schlimmer: in den letzten Minute der regulären Spielzeit sind sich Wolfgang Sch. und Roland in der Mitte der Abwehr uneins, ein Union-Spieler schaltet am schnellsten, und trifft zum 3 zu 4.
Der Schiri gibt noch eine Minute Nachspielzeit, wir werfen alles nach vorne und tatsächlich behält Hartmut in der allerletzten Sekunde die Nerven und erzielt das Vier zu Vier. Anstoß gibt es nicht mehr.
Beim anschließenden Neunmeterschießen fängt zunächst Union an und trifft zum 1 zu 0.
Neunmeter für BSC Ü60-2: Manni verlädt den Torwart und trifft unten links, 1 zu 1. 
Jetzt kommt Juppi, schießt hoch, Peter hat noch eine Hand am Ball, Ball geht rüber.
Wolfgang We. läuft an und trifft sehr sicher unten rechts.
Union verwandelt seinen nächsten Neunmeter.
Bei uns läuft Parviz an, täuscht und trifft halbhoch rechts, was recht risikoreich war. Neunmeter für Union: Peter hält!
Unser nächster Elfmeterschütze ist Roland: er läuft an, schießt hart und platziert unten rechts, 4 zu 2 für uns – das Spiel ist entschieden.
Insgesamt erreichen wir mit 8 zu 6 Toren das Achtelfinale im Berliner Ü60-Cup!!
Neben einigen Fragestellungen, die Positions- und Taktiktreue, Auswechselungen betreffen, ein Sieg des Mannschaftsgeistes oder der Mentalität, wie heutzutage der Sprachgebrauch ist.

Die Mannschaft: Peter S. (Tor), Wolfgang Sch., Hartmut, Roland Bö., Hannes, Wolfgang We., Manni, Ebi, Parviz, Berrie.
Man of the Match: Manni
Diszipliniertester und bester defensiver Spieler: Wolfgang Sch.
Zuschauer: 12
Wetter: Spätsommer
Duschen: von sechs Duschköpfen boten drei lauwarmes Wasser.

Axel & Dicki

13.10.18

Ü60-1, 2 und 3 im Achtelfinale!

Ü60-3 gewann am Montag 3:2 gegen Teutonia - knapp und mit Toren von Hannes und Stephan, die am Vortag im Spiel der Ü60-1 gegen Wannsee noch leer ausgegangen waren.

Ü60-2 zeigte gegen Union 06 einen Pokalkrimi. Nach 60 Minuten stand es 3:3, zum Schlusspfiff 4:4, und das Neunmeterschie0en gewannen wir klar.

Ü60-1 musste also liefern:

Stephan las vor dem Spiel in der Kabine die Videobotschaften von Grimmi und Uwe Sy. vor. Viel Zeit war nicht, weil die Anreise zum Teterower Ring für die Autofahrenden die größte Herausforderung des Abend bleiben sollte. Stau in der Stadt, und dann Teterower Ring geradeaus, rechts auch Teterower Ring und links ebenfalls. Warum? - um die Russen zu verwirren - wahrscheinlich.

Micha Sch. ließ sich am heftigsten verwirren, so dass er erst nach dem Anpfiff eintraf und sich am Spielfeldrand umkleiden musste. Das war aber nicht wirklich schlimm, denn Rot-Weiß Hellersdorf hatte keinen Wechselspieler. Wir waren dagegen mit elf Mann angereist.

Manni war nicht im Kader, aber auch andere können über den Zaun schießen. Stephan zeigte das schon beim Warmspielen. Der Sportplatz liegt direkt an der Wuhle und in ebendieser landete der Ball - unerreichbar am anderen Ufer. Aber Rot-Weiß Hellersdorf ist nicht Rot-Weiß Essen und die Wuhle ist ein renaturierter Flusslauf (dritter Ordnung) und keine Köttelbecke (https://de.wikipedia.org/wiki/Köttelbecke). 

Also besorgte ich beim Platzwart einen Käscher. Der hatte einen Teleskopstiel. Und mit Gummistiefeln hätte ich den Ball auch trockenen Fußes erreichen können. Aber bei angenehmen 15 Grad kann man auch mit nassem Fuß auf seinen Einsatz warten.

Abgesehen von der schwierigen Anreise war es ein perfekter Abend: Milde 15 Grad, frische Luft von der Wuhle, ein Super-Kunstrasen, ein guter Schieri, der als Regelwidrigkeiten im gesamten Spiel nur ein einziges (unabsichtliches) Foulspiel und ein (angeschossenes) Handspiel pfeifen musste.

Hannes und Stephan hatten zu zeigen, ob sie nur noch in der Ü60-3 treffen können. Das gelang ihnen fünf Mal, wobei allerdings die Vorlagen jeweils von Karsten (https://de.wikipedia.org/wiki/Zico) kamen und daher zwangsläufig zu Toren führen mussten. 

Bis zur Pause traf jeder von ihnen zwei Mal. Es stand 4:0 und Hellersdorf - immerhin ungeschlagener Tabellenführer in der Bezirksliga - hatte uns bis auf den schnellen und schussstarken Dreier eigentlich nichts entgegenzusetzen. Und Jörg hatte im Tor kaum was zu tun.

In der zweiten Hälfte wollte Ändy auf Halten spielen, Stephan das Spiel genießen, und Karsten meinte, dass erst eine 5:0-Führung ein Weiterkommen sichert.

Gesagt, getan: Der rechte Hellersdorfer Verteidiger weiß nicht, wohin mit dem Ball, ich laufe ihn in Schlangenlinie an, er versucht es mit einem Querpass nach links. Karsten nimmt im Zentrum dankend an und schießt von der Strafraumgrenze ins lange Eck.

Doch dann bringt ein Fehlpass aus der Abwehr den rot-weißen Dreier in Schussposition: unhaltbar landet der Ball im langen Eck.

Andi Hä. erhöht auf 6:1 und Micha Sch. macht seinen Fehler mit einem Schuss ins lange Eck wieder gut. Ein 7:1 wäre ein sehr schönes Ergebnis gewesen - aber wir lassen der Dreier erneut zum Schuss kommen - wieder unerreichbar ins Eck. Nachdem Stephan mit seinem dritten Tor auf 8:2 erhöht hatte, pfeift der Schiedsrichter das schöne und faire Spiel ab.

Jörg i.T., Ändy He., Christoph, Micha R., Micha Sch., Andi Hä., Karsten, Hannes, Stephan, Andreas E. und

Hans Sch.

6.10.18

Traditionsspiel KSV Johannisthal 1980 gegen Berliner SC

Auf Einladung unserer Freunde vom KSV (vgl. www.ksv-johannisthal.de) trat heute ein BSC-Allstar-Team Ü50/Ü60 in Oberspree an.
In der "3. Halbzeit" war dann ausgiebiges Thema das legendäre Freundschaftsspiel KSV Johannisthal gegen BSC im Jahr 1987 (!). Die BSC-Einreise erfolgte damals einzeln, mit Fußballkluft unter normaler Kleidung, ein Fußballspiel gegen den Klassenfeind wäre DDR-seitig niemals erlaubt worden, also lief alles konspirativ ab – die StaSi hat glücklicherweise nichts bemerkt.
Am 23. Jan. 1990 erfolgte das Rückspiel auf dem Hubi, dem viele weitere Freundschaftsspiele und Turnierteilnahmen folgten. Nicht zu kurz kam dabei jeweils das sogenannte gesellige Beisammensein.

Hier der Fotobericht von den heutigen drei Halbzeiten:

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4.10.18

„Langweilig wars nie! Dafür habe ick wat später zu erzählen“ *1

Was für Graciano "Rocky" Rocchigiani galt, konnten die Mannen der Ü60 II nach dem Spiel gegen die Kreuzberger nicht gerade sagen.
Würden wir Statistiken führen, Ihr wisst schon, Ballbesitz, Passquote, gewonnene Zweikämpfe, Packing und so weiter, würden die Werte durchweg zugunsten der Gelb-Schwarzen, heute wieder in die grünen No-Lose-Trikots gewandet, lauten. Dabei war Hansa 07 keine Laufkundschaft. Wir hatten schon zu kämpfen.
Vor allem in der ersten Halbzeit. Viel zu hektische Versuche, möglichst noch in der nächsten Sekunde vor das gegnerische Tor zu kommen, führten immer wieder zu Ballverlusten, unser Kombinationsspiel lahmte. So waren es die Abwehrleute des BSC, die immer wieder gefordert waren. Na ja, eigentlich nur zwei Verteidiger. weil Hansa traditionsgemäß nur mit einem Stürmer spielt. Der hat es aber in sich: Ballsicher, dribbelstark und schnell stellte er Wolfgang Sch. vor immer neue Aufgaben. Als man den Dreizehner, der als Neuner spielte, spielen sah, wurde die Torquote von Hansa 07 erklärbarer (11:13 in vier Spielen). Um es vorwegzunehmen, ein gebrauchter Abend für ihn. Bei Blondi und spätestens bei Andi Hä. (der eine Stunde vor dem Spiel vom WC mit Fieberthermometer zum Hubi geeilt war, als er hörte, dass wir keinen Keeper haben) war Schluss!
Die zweite Halbzeit war kurzweilig: Hatten wir die SO36er kaputt gespielt? Oder hatten sich unsere Offensivkräfte die Halbzeitansprache zu Herzen genommen? Jetzt fielen die Tore wie reife Früchte, wobei Hartmut (!) und Stephan noch jeweils drei mehr hätten machen können/müssen. Die Notwendigkeit eines Mentaltrainers wird immer sichtbarer. Aber wir haben ja einen neuen Abteilungsvorsitzenden, der Sponsorengelder fundraisen will…
Jetzt wurde es auch ein strukturiertes Spiel, mit Ballstafetten, Rückspielen und dem sichtbaren Bemühen zu gewinnen, aber auch nicht zu verlieren. Manni und Stephan, z.T. auch Hannes Wei. mischten sich deshalb immer wieder in die Defensivarbeit ein, eroberten Bälle schon in der Mittelzone, entlasteten die weiter hinten Stehenden. Andi Hä. fror.
Um es kurz zu machen: Es kam ein Fünfzunullsieg raus. Bei vier der 5 Tore hat übrigens Berrie aufgrund seiner Laufwege... na, Ihr wisst schon.

Hansa war ein fairer Gegner. „Macht nüscht! Iss ja allet jut jejangen!“ *2 würde Rocky sagen.

Die Mannschaft: Andi Hä., Wolfgang Sch., Dicki, Axel, Hartmut, Manni, Stephan, Hannes, Berrie
Bälle: Axel, Manni
Organisation:
Roland Bö., Axel und Dicki
Mitbringen der Ersatztrikots: Berrie
Waschen der Ersatztrikots: Berrie und Manni
Zuschauer: Peter Sei.

Spielbericht: Dicki
Bier, Pommes und Bayernpfanne: Issa, Karsten
Administratives/DFBnet:
Roland Bö. und Manni

*1 Der Tagesspiegel  *2 Berliner Zeitung


Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Zitate von Rocky sollen an den mit 54 Jahren kürzlich bei einem Verkehrsunfall getöteten großen Sportler und Boxweltmeister erinnern. Auf die würdigenden Nachrufe im Tagesspiegel und in der Berliner Zeitung wird ausdrücklich hingewiesen.

3.10.18

Ü60-1 jetzt Lieblingsgegner vom FV Wannsee

„Ihr seid jetzt unser Lieblingsgegner“ – verkündeten die glücklichen Wannseer nach ihrem hart umkämpften 1:0-Heimsieg. Für uns war es die dritte Niederlage gegen Wannsee in Folge. Während Wannsee von ihrer bisher besten Saisonleistung schwärmte, war unser Spiel durchwachsen. Positiv wieder unsere Abwehrleistung, die unser Tor nur wenige Male in Gefahr geraten ließ. Erst als wir am Ende alles nach vorn geworfen hatten, kamen die Wannseeer ein paar Mal durch, aber wenigstens ein zweites Tor konnte ich verhindern. 

Leider nicht das erste Tor: Kurz nach der Pause konnte ihr Spielmacher mit der #6, ein 58er Gastspieler der Ü50-1 von Blau-Weiß-90, mit dem Ball an der Strafraumgrenze entlanglaufen. Wir verfolgten ihn zwar, verhinderten aber nicht den überraschenden Torschuss aus doch schon ziemlich spitzem Winkel, den er aus vollem Lauf mit Links in den Winkel knallte. Aber kurzes Eck ist Torwarteck, und unhaltbar war der Schuss auch nicht….

Wir hatten von Beginn an mehr Ballbesitz, aber gegen die geschickt und aufopferungsvoll verteidigenden Wannseeer fiel uns im Angriffsspiel nicht wirklich viel ein, und wenn Karsten, Grimmi oder Stephan draußen waren, merkte man das Fehlen von Andi Hä. und besonders von dem auch von Wannsee vermissten Ömer deutlich.

Fazit: Die Niederlage geht in Ordnung, noch stehen wir vorn in der Tabelle und es wird bestimmt noch besser werden.

Micha R., Micha Sch., Christoph, Grimmi, Stephan, Karsten, Hannes, Andreas E. und
Hans Sch.

P.S. 
Gute Nachrichten aus der Bezirksliga: Ü60-3 schlägt zeitgleich Borsigwalde 4:0.
Ü60-2 schickt einen Tag später Hansa 07 mit einem 5:0 nach Hause.
Von Hannes und Stephan werden überzeugende Erklärungen erwartet, warum sie keine 24 Stunden nach ihren Nullnummern in Wannsee bei der Ü60-2 jeweils doppelt treffen?


29.9.18

Schöne Kabinen - tolle Duschen


Neidisch betraten wir die uns zugewiesene Kabine vor dem Spiel beim TSV Lichtenberg. Im Schatten der Hochhäuser waren auf dem Sportplatz Harnackstraße - Adresse: Coppistraße 8 in 10365 Berlin (Lichtenberg), Anreise über S-Bahnhof Nöldnerplatz (S 5, S 7, S 75) und Fußweg über „Am Alten Lokschuppen“ - nagelneue, ansehnliche (bis auf eine Ausnahme – siehe unten) Funktionsräume entstanden.

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Bei der Ü60-2 gibt´s vor dem Spiel Kabinenansprache, dann viel Emotion am Spielfeldrand und Kaltgetränke nach dem Spiel. Bei der Ü60-1 gibt´s ebenfalls Kabinenansprache, dann Punkte im Spiel und hinterher auch Kaltgetränke. Doch was gibt es eigentlich bei der Ü60-3?

Zunächst ökologisch vorbildliche Anreisen mit Fahrrädern, S-Bahn oder Fahrgemeinschaft. Arne musste sechs Stammspieler (Jörg, Uwe, Klaus, Hermann, Micha K. und Thomas ersetzen – die mit nur einem Wechselspieler antretende Heimmannschaft TSV Lichtenberg maulte, wir würden mit der ersten Mannschaft antreten.
Es gab zwar keine Kabinenansprache, aber wenigstens hatten wir einen Ball zum Warmspielen.
In der ersten Halbzeit hatten wir zwar deutlich mehr vom Spiel, aber die meisten Angriffe endeten mit überhasteten Abschlüssen oder hektischen Fehlpässen.
Routinier Axel musste aufs Feld. Auf der linken Seite nahm er den Ball an, schaute, wartete und flankte dann dem in den 5-Meterraum gelaufenen Stephan den Ball vor die Stirn: Nach 20 Minuten war das die 1:0-Halbzeitführung.
Die Erste vom TSV Lichtenberg spielte keinen schlechten Fußball: Ordentlicher Spielaufbau und ballsichere Spitzen. Unsere Defensive war gefordert, aber Wolfgang, Arne, Dicki und Axel konnten Torschüsse weitgehend verhindern, und gelegentlich durfte ich als Torwart auch eingreifen.
Interessante Szene kurz vor der Pause: Frank M. läuft mit dem Ball auf der rechten Seite. Der Lichtenberger 10er (10 cm kleiner und etwa 25 Kilo leichter) rammt ihn – ohne Wirkung. Er rammt erneut – wieder keine Wirkung. Beim dritten Versuch stemmt Frank sich dagegen und der Lichtenberger prallt ab und fällt. Der Schieri pfeift - Freistoß für Lichtenberg.
In der zweiten Halbzeit wollen wir etwas ruhiger und abgeklärter nach vorn spielen. Das gelang uns auch gut, so dass wir das Spiel eigentlich völlig unter Kontrolle bekamen. Nur mit dem Tore-Schießen wollte es immer noch nicht klappen. Doch Mitte der zweiten Halbzeit nahm Manni dann seinen Kopf hoch, wartete klug, bis Stephan in den Strafraum gelaufen war und passte ihm dann genau in den Lauf: 2:0.
Eigentlich war das Spiel damit gelaufen. Aber da war noch der dicke schwarze Mann, der 60 Minuten an der Mittellinie stand und auf einen Sieg der Lichtenberger hoffte: Knapp innerhalb des Strafraums kann der Lichtenberger Stürmer mit den Rücken zum Tor stehend den Ball an unserem Verteidiger vorbei spitzeln. Aber ich bin zur Stelle und schlage den Ball geradeaus nach vorne weg. Der Stürmer stolpert gegen mein Bein und fällt hin. Weder er noch die Zuschauer reklamieren ein Foul. Aber der lauffaule Koloss pfeift Strafstoß. „Ich kann nur pfeifen, was ich sehe“ - ist seine krude Rechtfertigung. Klar, ein Schieri kann etwas übersehen und deshalb nicht pfeifen – aber wie kann er ein Foul sehen, was es gar nicht gibt? Soll er doch ehrlich sein und sagen: "Ich sehe was ich will".
Der Strafstoß ist zwar auch den Lichtenbergern peinlich, aber trotzdem drin: es steht nur noch 2:1 für uns, und Lichtenberg ist echt scharf auf Punkte.
Fast hätten sie auch einen gekriegt, als nach einer Ecke ein Kopfball gegen den Pfosten fliegt – zum Glück bleibt uns der Freudensprung des schwarzen Mannes erspart.
So gab es bei der Ü60-3 keine Ansprache, drei Punkte, viel Gesprächsstoff, tolle Duschen und preiswerte Kaltgetränke.
 

Nur die Begegnungsstätte "3. HALBZEIT“ hatte den Charme eines Schuhkartons (siehe Foto, mit entsprechenden Gesichtern - sehen so Sieger aus?), da ist unser Casino am Hubertussportplatz doch zigmal gemütlicher (abgesehen von der charmanten Bedienung, dem Bier vom Fass und den kunsprig-braunen Pommes Frites…)




Hans & Axel
und
Dicki, Wolfgang S., Arne, Manni, Andi Hä., Frank, Stephan, Hannes
sowie
Schlachtenbummler und Zeitnehmer Ebi

25.9.18

Ü60-1: Klare Sache gegen den Berl. VB

Taten wir uns in der vergangenen Saison noch sehr schwer gegen den Berliner VB, so hatten wir an diesem Abend relativ leichtes Spiel. Ohne Wechselspieler waren sie angereist, und das Flotteste an ihnen waren die roten Trainingsanzüge.

Wir hätten schon drei zu null führen können, als Hannes nach 10 Minuten endlich den Ball zum 1:0 ins kurze Ecke stocherte. Drei Chancen und zwei Alu-Treffer später piekte Karsten den Ball von der Strafraumgrenze flach ins lange Eck zur 2:0-Halbzeitführung.

Die Ostberliner versuchten es mit langen Bällen auf ihre Spitzen, aber unsere Abwehr gewann praktisch alle Zweikämpfe, und ich hatte im gesamten Spiel nur einen gefährlichen Ball zu halten.
Kurz nach der Pause unser schönstes Tor: Karsten hatte schon einige schöne Pässe gespielt, und in der 40. Minute sah er Andi Hä. von der rechten Außenbahn Richtung Torraum sprinten. Karsten musste das Abspiel ein paar Sekunden verzögern und dann zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Tempo genau in den Lauf von Andi Hä zu spielen. Der Pass kam so genau in den Fuß von Andi, dass dieser gar nicht anders konnte, als ihn am Torwart vorbei zum 3:0 einzulochen.

Dann ein Schönheitsfehler: Micha S. will im Strafraum den Ball wegschlagen, der gegnerische Stürmer stellt sein Bein dazwischen, da fliegt nicht der Ball weg, sondern der Stürmer um. Klare Sache, Strafstoß. "Genauer kann man nicht verwandeln" loben die Gäste dem Frank Terletzki sein Bruder, nachdem er gegen den Innenpfosten geschossen hatte.

Kurz danach tropft ein hoher Ball von Christoph auf die Torlinie - Stephan steht allein so dicht mitten vor dem Tor, dass er weder Alu noch den Himmel sehen kann und verwandelt trocken zum 4:1.
Und nachdem alle anderen Offensivkräfte getroffen hatten, wollte auch Grimmi sich nicht lumpen lassen und zeigte uns, dass er auch nach vorne köpfen kann. 5:1 hieß es am Ende, womit der Berliner VB noch sehr gut bedient war von
Micha S., Micha R., Christoph, Ändy He., Andi Hä., Grimmi, Stephan, Karsten, Hannes und

Hans Sch.