14.9.12

Ü60er trinken 21 Bier


Ich komme aus der Dusche, da steht in der Kabine bereits ein Tablett mit sieben bauchigen frischgezapften Schultheissbieren. Die Stimmung ist grandios. Nachdem der erste Durst gelöscht ist, geht es zu Laszlo ins Casino, jetzt gibt Hermann seine Einstandsrunde. Die Stimmung erreicht ungeahnte Höhen, als Arne nochmals eine Runde Frischgezapftes ordert. Das hatten wir uns allerdings auch redlich verdient: die BSC-Ü60er sind im gerade absolvierten Pokalspiel beim Lokalrivalen 1.FC Wilmersdorf viel gelaufen und haben einfach überragend gespielt.
Vom ersten Moment an ließen wir nichts anbrennen - 
0 : 7 lautet das Ergebnis am Ende. Dabei war das so nicht zu erwarten: Die Jungs vom Volkspark Wilmersdorf gingen (nach der 0:3-Pleite ihrer Ü50-1-Vereins-
kameraden gegen unsere 1. 50er vor einer Woche) hoch motiviert und mit vier Wechselspielern (BSC 0 Wechsel-
spieler) in den Pokal-Fight und erspielen sich schnell Feldüberlegenheit. Doch unsere Abwehr steht unüberwindlich, zudem springen bei Kontern zwei schöne Tore heraus. Nach der Pause nochmals heftiges Anrennen der Wilmersdorfer, doch wieder gelingen aus der massierten Abwehr heraus schöne Kontertore. Spätestens nach dem 0:4 lässt die Heimmannschaft die Köpfe hängen, aber – großes Lob – der 1.FC Wilmersdorf spielt bis zum Abpfiff äußerst fair.
Bei uns ist bemerkenswert, wie cool inzwischen die Abwehr zusammenspielt. Großartig auch unser dritter Torwart Ebi, der mehrfach sensationell hielt. Ein Hinweis auf das gute, flexible Spiel in der Offensive ist der Umstand, dass fünf Feldspieler Tore erzielten. Nur Arne ging diesmal leer aus, er hatte ja seine Torgefährlichkeit erst kürzlich bei Traber mit seinem 30m-Schuss ins Dreiangel bewiesen.
Nun hoffen wir auf ein attraktives Los in der nächsten Runde - gern z.B. gegen Hertha Zehlendorf.
Den nächsten Spielen in unserer Staffel aber sehen wir freudig entgegen, es wird toll zusammengespielt, die Stimmung ist großartig und trinkfest sind die Jungs auch.



Zwei der fünf Torschützen: Effendi (m) und Jörg (r, 2 Tore).
Zudem trafen Hermann, Axel und Jürgen (2)

Nachtrag:
Vielen Dank an unsere mitgereisten Fans (Andi Hä., Manne Möller, Manne Zeuke und Marko), die uns unermüdlich unterstützten.
Eigentlich waren es nur 18 Biere, da Arne (kalorienbewusst) nur Wasser trank. Marko, der auch mitfeierte, hielt es mit dem Werbespruch "Lass' Dir mal 'ne Fanta schmecken..."

7.9.12

Ü50-1: Drei Tore im Lokalderby

Mit einem klaren 3:0-Sieg im Lokalderby beim 1. FC Wilmersdorf meldet sich die Ü50-1 wieder zurück. In der Offensive ließen wir den Ball laufen und nachdem Esti sich nach zehn Minuten in den Angriff einschaltete, auf den wiedererstarkten Karsten ablegte, der wiederum Stephan bediente, musste der Wilmersdorfer Keeper zum ersten Mal hinter sich greifen. Vor der Pause gelang Karsten mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck noch das 2:0. Auch unsere Defensive zeigte sich stark verbessert, so dass die Wilmersdorfer nur selten zum Abschluss kamen und wenn, dann standen Torwart oder Tor an der richtigen Stelle.
Auch nach der Pause hielt unsere Defensive dem zunehmenden Druck der Wilmersdorfer stand und wir erarbeiteten uns einige schöne Konterchancen. Ein Tor wurde wegen zu schwachen Jubels nicht gegeben (der Ball hatte laut Augenzeugen die Linie deutlich überschritten), ein oder zwei Tore haben wir nicht getroffen und der gegnerische Torwart war auch kein Schlechter. Aber Karsten war auch an unserem dritten Tor maßgeblich beteiligt: Nach einem Dribbling an der Strafraumgrenze spielt er einen scharfen Pass auf Eljay, der den Ball zum abschließenden 3:0 unter die Latte knallt.
In der Folgezeit verloren die Wilmersdorfer zunehmend den Spaß am Spiel, denn sie verbissen sich immer wieder in unserer Abwehr, bekamen die ebenso lautstark wie unberechtigt geforderten Handelfmeter nicht zugesprochen und der Schiedsrichter musste zunehmend Meckereien und andere Nickeligkeiten ahnden. Aber wer verliert ein Lokalderby schon gern im eigenen Stadion? Und nach dem Spiel war ohnehin wieder Freundschaft angesagt und wir konnten uns der Kühltasche von Esti zuwenden.
Hans Sch.

Hier noch drei Kirgisische Tore:
Jurte
Mausoleum



Badehaus

Ü50-2 Auswärtssieg

Vor dem Spiel konnten wir mit Thomas Wö. einen neuen Spieler begrüßen - ein Vater eines BSC-C2-Spielers, der von den legendären Erfolgen und der guten Stimmung in den Ü-50-Mannschaften hörte. Er war eine prima Verstärkung im Spiel, herzlich willkommen Thomas.

Ansonsten waren wir recht "zusammengewürfelt", und der Spielfluss litt zunächst darunter. Der BSV Hürriyet Burgund zog aber auch beeindruckendes Kurzpass-Direktspiel auf, so dass wir kaum an den Ball kamen. Erst nach zehn Minuten die ersten Entlastungsangriffe. Gleich beim zweiten Angriff kann Roland Bö. mit einem Fernschuss, den Marko für den Torwart verdeckt, das 1:0 erzielen.
Dann eine Unaufmerksamkeit unserer Stürmer auf der linken Verteidigungsseite, und ein Hürriyet-Spieler schießt genau an den Innenpfosten - unhaltbar für unseren tollen Keeper Michael.
Und schlimmer noch: Sekunden vor dem Halbzeitpfiff bricht der 10er auf der linken Seite durch, und - psychologisch (un)günstig - die Heimmannschaft geht mit 2:1 in die Pausenführung.
In Halbzeit zwei reißen wir uns zusammen und Ü50-2 spielt nun besser. Das bewährte Rezept: Hinten dicht, und nach vorne überfallartige Konter. Überlegen gestalten wir das Spiel. Dabei leisten wir uns sogar das Auslassen größter Torchancen - zweimal sogar 1000-Prozentige: Axel gibt aus einem Meter Entfernung vor dem leeren Tor den Gomez (schießt drüber), und Marko - ebenfalls aus einem Meter vor dem leeren Tor - trifft nur den Pfosten. Aber beim nächsten Angriff macht er es besser: nach einer tollen Kombination fordert und bekommt er den Ball auf Linksaußen und sein präziser Schuss ins lange Eck führt zum 2:2. Und bald darauf der Höhepunkt der bisherigen Saison: Hans Sch. hat bei einem schnellen Konter auf dem rechten Flügel den Ball, sieht links Marko frei starten, die Abwehr ist bereits ausgehebelt. Der Torwart orientiert sich Richtung Marko weil alle mit der Flanke rechnen, da entschließt sich Hans es direkt zu versuchen. Aus 45 m schlägt der Ball unhaltbar im Kasten ein. So ein Tor hat mal Alex Alves für Hertha gegen den 1. FC Köln erzielt.

Nachdem Keeper Michael noch zweimal per Fußabwehr den Ausgleich verhindert, ist der dritte Sieg im dritten Spiel perfekt.

Nach dem Spiel spendierte Peter das Sieger-Bier in einem Weddinger Kaiser's Pausenimbiss, die Stimmung war trotzdem auf bestem Niveau.


Foto: Mac-Ändy

4.9.12

Uwe Seeler 1970

Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko – wer erinnert sich nicht an das denkwürdige Viertelfinale am 14. Juni 1970: Deutschland liegt fast aussichtslos gegen England mit 0:2 zurück. Englands Trainer Alf Ramsey nimmt bereits seinen Superstar Bobby Charlton vom Feld, um ihn für das Halbfinale schonen. Franz Beckenbauer gelingt der Anschluss, es folgt der berühmteste Seeler-Treffer: In der 82. Minute schlägt Karl-Heinz Schnellinger eine Flanke aus dem Halbfeld, "Uns Uwe" steht an der Strafraumgrenze mit dem Rücken zum Tor. Mit dem Hinterkopf verlängert er den Ball über Keeper Bonetti ins Netz. In der Verlängerung erzielt Gerd Müller den 3:2-Siegtreffer...



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Mit vermeintlicher „Notbesetzung“ und nur zu siebt empfängt die BSC-Ü60 den Tabellenzweiten. Der VfB Einheit zu Pankow ist zu zehnt, mit breiter Brust und starkem Offensivdrang zur Hubertusallee angereist. Aber Marko hat uns gut auf das Spiel eingestellt – in Erinnerung an das Ü50-2-Spiel in Buch, bei dem drei 60er mitgewirkt hatten, stellt er vor eine Viererkette zwei Sechser, in der Offensive vertraut er auf gelegentliche Entlastungsangriffe und vielleicht den „Lucky Punch“. Dennoch war uns zu Beginn mulmig, kaum einer hätte auf einen Erfolg gewettet.

Die erste Halbzeit entwickelt sich zu einer Abwehrschlacht der Platin-Boys. Drei Großchancen der Pankower steht gerade mal eine Chance der Heimmannschaft gegenüber. Und zudem ungünstig: Es wird mehr getextet als sonst, was zusätzlich belastet. In der Halbzeit findet Arne die richtigen Worte: „Spart Euch die Luft, redet nicht, kämpft!“

In der zweiten Halbzeit kommen wir besser ins Spiel – hinten ist alles dicht und nach vorn rollen immer wieder gefährliche Konter. Fünf Minuten vor Schluss wieder mal ein prima Dreiecksspielchen auf dem rechten Flügel, alles sieht harmlos aus, plötzlich segelt eine Flanke von Arne in den Strafraum, zeitgleich wird Peter S. von seinem Gegenspieler niedergerissen und Axel geht zum Ball. Mit dem Rücken zum Tor köpft er in Richtung des langen Ecks, und über den Torwart hinweg segelt der Ball zum freudig umjubelten Führungstor ins Netz. Der Schri erkennt richtigerweise auf Vorteil und gibt den Treffer. Nun gilt es noch knifflige Momente zu überstehen. Der starke Pankower Libero schaltet sich in die Angriffe mit ein, innerhalb zwei Minuten holen sie fünf Ecken heraus. Doch unsere Abwehr steht. Im Gegenteil: Es ergeben sich noch zwei hochkarätige Konterchancen, die ungenutzt verpuffen.

Auf dieses so seltene Ereignis – ein entscheidendes, zudem noch per Kopf erzieltes Tor von Axel – muss natürlich im Casino eine Lage ausgegeben werden, und in trauter Runde werden im Hintergrund Worte geraunt wie „Goldköpfchen“ und „Uwe Seeler“ ...

3.9.12

Ü50-1: Da fehlt noch was!


Baustelle in Zentralasien
Nach der 2-5 Auftaktpleite bei Tübiks war für die Ü50-1 im Spiel gegen den Aufsteiger Stern Marienfelde Wiedergutmachung angesagt. Aber auch mit Eljay, Stephan und Didi hat es wieder nicht gereicht. Phasenweise ließen wir den Ball recht gut laufen, konnten uns aber nur wenige klare Chancen erarbeiten. Die Marienfelder waren aber auch deutlich stärker als Tübiks: Ballsicher, lauf- und kampfstark und leider eiskalt im Abschluss: Nach etwa 10 Minuten kann sich ein Stürmer an der Strafraumgrenze durchsetzen, zieht nach innen und knallt den Ball mit links ins lange Eck. Wenig später klären wir nicht energisch genug und ein scharfer Schuss schlägt vom Innenpfosten zum 0:2 ein. Den Rest des Spiels dominieren wir, aber wenn wir Schusschancen haben, dann treffen wir nicht richtig oder der Keeper zeigt seine guten Reflexe.
Eine Unachtsamkeit in der Abwehr führt kurz nach der Pause zu eine 1 gegen 2 Situation, die die Mariendorfer eiskalt zum 0:3 nutzen. Zehn Minuten vor Schluss ist es dann Karsten, der mit dem Ball von links nach rechts quer durch den Strafraum fummelt und dann mangels eigener Schusschance einen tödlichen Pass auf Didi spielt, der am linken Pfosten nur noch seinen Fuß zum verdienten Ehrentreffer hinhalten muss. Endstand 1:3.

Hans Sch.

1.9.12

Neun Buden beim Traber


Die Erfolgswelle der Ü60 wie auch der Ü50-2 war so nicht vorhersehbar – der Chronist kommt kaum hinterher, die Torschützen alle korrekt aufzuführen. Die beiden Teams haben jeweils ihre ersten beiden Spiele gewonnen und kommen zusammen auf 12 Punkte und 28 : 4 Tore, das sind im Durchschnitt 7 : 1 Tore pro Spiel. (Wir sollten Top-Zuschlag nehmen.)
Allerdings riss der letzte Ü60-Gegner 1.Traber FC Mariendorf auch keine Bäume aus. Immerhin: Anfangs leisteten wir uns in der Vorwärtsbewegung Abspielfehler und Traber lief zweimal frei auf Torwart Claus zu. Dieser zeigte Ruhe, Übersicht und Reaktion und entschärfte die Schüsse.
Unsere Angriffsbemühungen verliefen nun konzentrierter und dem staunenden Mariendorfer Publikum wurden tolle Tore geboten, so ein 30m-Schuss von Arne. Axel hätte sogar einen Dreierpack erzielen können, doch sein schöner Kopfball klatschte von der Querlatte zurück ins Feld.
Die Statistik:
Halbzeitstand 6:0, Endstand 9:1.
Unser Team: Claus, Effendi, Arne, Axel, Jürgen, Helmut, Hannes, Jörg, Wolfgang We.
Torschützen: Arne, Axel (2), Jürgen (2), Wolfgang (2), Hannes (2).
Und die Torschützen vom ersten Spiel lauten korrekt: Jürgen (2), Klaus (1), Peter S. (2), Hannes (3), Berrie (2), Selbsttor 1.

31.8.12

Ü50-2 5:1 gegen SV-Adler


Die Jungs vom SV-Adler stehen nun seit vielen Jahren auf unserem Spielprogramm. Auswärts in Marienfelde herrscht immer gute Stimmung mit vielen Zuschauern und einer gastronomischen Versorgung direkt am Spielfeldrand. Die Duelle verliefen immer freundschaftlich fair und sportlich auf Augenhöhe, wobei wir meist das bessere Ende für uns hatten.

Aber in der letzten Saison landeten die Adler in der Tabelle vor unserer Dritten, was in dieser Saison auszumerzen ist. Den Grundstein dazu konnten wir ohne allzu viel Mühe legen: In Abwesenheit unserer Ü60-Spieler hatten wir dennoch eine in jeder Hinsicht starke Truppe aufgeboten, gegen die die scheinbar um mehr als ein Jahr gealterten Mariendorfer keine Chance hatte. 


Manas - kirgisischer Held

Manni erzielte in Halbzeit eins einen lupenreinen Hattrick und da die Adler bei ihrer einzigen Möglichkeit nach einer Ecke mich zweimal angeschossen hatten, gingen wir mit 3:0 in die Pause.

Dreh- und Angelpunkt des Mariendorfer Angriffsspiels war der Stürmer Klaus mit der Nummer 7, der, wenn er nicht verletzt am Boden lag, keinem Zweikampf aus dem Wege ging und als einziger Torgefahr ausstrahlte.

Markoiev - kirgisischer Gastronom

Zehn Minuten nach der Pause ließen wir ihm in der Abwehr in Anbetracht unseres großen Vorsprungs und des glitschigen Bodens auf unserem Kunst“rasen“ etwas zu viel Freiraum und ich schlug den Ball auch nicht energisch genug aus der Gefahrenzone, so dass Klaus die Fußspitze noch an den Ball bekam und zum 1:3 verkürzen konnte. Das gefiel Marco gar nicht und da er außerdem seine persönliche Großchancenverwertungsquote auf 50% steigern wollte, sorgte er mit zwei Treffern für einen verdienten 5:1-Endstand.
Unser Team: Hans Sch., Ändy He., Wolfgang Schw., Grimmi, Andi. Heck., Andi Hä., Manni, Marco, Volker, Stephan, Wolfgang W.

Hans Sch.