21.11.13

Ü50/1: auch von Hertha nicht zu stoppen


In der vergangenen Saison hatten wir in unserem besten Spiel Hertha II mit 2:1 niedergekämpft und den Staffelsieg vermasselt. Heute waren sie Tabellennachbar und wir hatten gehörigen Respekt. Mir war im Tor sogar etwas mulmig: Okay, unsere Aufstellung auf dem Papier war richtig gut, aber es war kalt, der Platz regennass, das Fluticht funzelig, Hertha spielte auch in Gelb – mit grünen Netzhemdchen darüber, und mir tat die Hüfte weh. Didi war nicht da und auch kein Heling und kein Hänisch.

Aber in der Kabine stand dank Stephans Geburtstag eine Kiste Bier – und das schmeckt nach einem Sieg erfahrungsgemäß viel besser. Außerdem winkte uns bei einem Sieg Tabellenplatz 2…

Wir begannen stark, dominierten das Spiel, aber die Herthaner ackerten und versuchten, uns unter Druck zu setzen. In der Anfangsphase konnte der Keeper von Hertha mehrfach seine Klasse unter Beweis stellen, und ich durfte nur ein paar Bälle aus dem Gebüsch holen. Schön wurde es erst in der fünften Minute, als ein älterer Herr vorbeikam und mich freundlich grüßte. „Hallo Hecki, halt dich ran, sonst sind die Stammplätze vergeben!“, grüßte ich zurück.

Aber dann die kalte Dusche: Eine Flanke an die Strafraumgrenze, Klaus steht gut und will den Ball runternehmen, leider springt ihm dieser etwas davon und beim Nachsetzen rutscht Klaus auf dem nassen Boden aus. Der Herthaner kann sich bedanken und den Ball vorlegen, ich kriege mein Bein noch an seinen scharfern Schuss aus knapp zehn Metern, kann das 0:1 aber nicht verhindern. Fast gehalten ist für den Keeper immer besonders blöd: “Hätte man nicht etwas schneller reagieren können, oder fünf Zentimeter weiter links stehen sollen?“ Zu allem Überdruss bin ich nun klatschnass und darf noch 50 Minuten lang frieren.

Hertha hat nun unendlich viel Zeit, wird aber stärker, das Spiel ist ausgeglichen und mein Optimismus schwindet weiter. Hertha spielt einen langen Ball in unseren Strafraum und erstmals läuft ein Grünlichgelber allein auf mich zu. Aber ich bin vor ihm zur Stelle und sehe Karsten vorn – wie immer bereit für ein Anspiel. Mein Befreiungssschlag landet auch tatsächlich bei Mr. Ballkontrolle. Karsten lässt auf den ebenfalls vorn wartenden Frank abprallen, der lässt einen Herthaner aussteigen und spitzelt den Ball aus Nahdistanz gegen die Laufrichtung des Keepers. Von dessen Hand trullert der Ball zum Ausgleich ins Tor. Einerseits unhaltbar – aber andererseits weiß ich, dass der Hertha-Keeper sich ob dieses fast gehaltenen Balls nun genauso grämt wie ich.

Hertha bekommt nun Angst.“ Wir müssen den 42er pressen!“ – rufen sie. Aber Karsten lässt sich heute nicht ausschalten. Und kurz nach dem Ausgleich setzt Uwe sich auf der linken Seite durch, legt zu Karsten auf und der schießt überlegt zum 2:1 ein. „Jetzt seid Ihr Tabellenzweiter“ ist der leicht säuerliche Kommentar eines Zuschauers vom Aufstiegskonkurrenten Corso Vineta hinter meinem Tor.

Nach der Pause will Hertha noch mal Druck machen – aber Nischi und Klaus und auch Grimmi und Henrik lassen hinten einfach nichts zu. Auch Uwe, Karsten und Stephan arbeiten aufopferungsvoll nach hinten mit und sogar Frank habe ich zweimal in Strafraumhöhe gesehen. Unser drittes Tor bereitet wieder Uwe vor. Wie so oft hat er sich auf Links durchgesetzt, diesmal legt er quer auf Frank, der kann von der Strafraumgrenze schießen oder auf den rechts lauernden und den Ball fordernden Stephan ablegen. Wenn er selber schießt, muss er treffen. Und das tut er. Hertha will nicht aufgeben, will sich aufbäumen, ist aber geschlagen, kann damit aber nicht wirklich gut umgehen. Uns stört das aber nicht und Nischi startet über Rechts einen wirklich guten Angriff, legt dem am linken Pfosten wartenden Stephan auf, der nur noch den Fuß hinhalten muss. Jetzt können wir es ruhig angehen lassen. Einen gefährlichen Schuss darf ich noch abwehren, dann sind wir Tabellenzweiter. Und das Bier schmeckt richtig gut.

Die Herthabezwinger: Grimmi (hoch konzentriert und sehr ballsicher), Nischi (Endstation der meisten Hertha-Angriffe), Klaus (hinten eine Bank), Henrik (wer war nochmal dieser Schweinsteiger?), Uwe S. (bereitete zwei Tor vor und zermürbte die Herthaner physisch und psychisch), Stephan (machte das Spiel schön breit, das vierte Tor, und gab einen aus), Frank Mö. (traf zweimal!), Karsten (drehte das Spiel und war MVP), Hecki (hielt die Fahne, bewachte den Kasten und war zur Freude von uns allen gekommen) und

Hans Sch. (nass und frierend im Tor)


9.11.13

Ü50/1 Hoher Sieg gegen den Angstgegner



Käptn Grimmi - sieht im Halbprofil am besten aus
Endlich ist der Bann gebrochen: Vor großer Kulisse im Mommsenstadion konnten wir nach vier Niederlagen endlich einmal gegen Tübiks gewinnen. Das auch in dieser Höhe durchaus verdiente Ergebnis täuscht aber darüber hinweg, dass Tübiks von der ersten bis zur letzten Minute ein gefährlicher Gegner war. Sie konnten die meisten ihrer Angriffe bis zu den Sturmspitzen vorbringen – aber unsere Verteidiger waren heute sehr gut drauf und ließen fast keine Torschüsse zu.

 
Hoch konzentriert - aber einsam
Das Gegentor entsprang einer zum Glück nur kurzen Unpässlichkeit: Nach dem 3:0 brachten uns die nun pressenden Türken etwas ins Schwimmen. Mehrere Stockfehler, fehlende Anspielstationen, fehlender Überblick und Fehlpässe brachten einen Gegenspieler in unserem Strafraum in Schussposition. Vom Pfosten sprang der Ball zu einem Mitspieler, der zum 1:3 verkürzen konnte. Die sonstigen wenigen Torschüsse waren nicht sonderlich schwer zu halten, nur in der Schlussminute wurde es in unserem Torraum etwas turbulent.

Uwe stürmt
Und vorn? Besonders in der ersten Halbzeit richtig guter Angriffsfussball. Unsere Abwehrspieler bauten moderat Druck nach vorn auf, ohne die eigene Abwehr zu entblößen und ohne vorn die Räume zuzumachen, unser Mittelfeld kontrollierte das Spiel und Frank, Stephan und Uwe nutzten vorn die gesamte Breite des Spielfeldes, so dass wir uns viele Chancen herausspielen konnten. Nach 10 Minuten war Stephan wieder auf Links durchgekommen und legte auf Uwe ab, der zum 1:0 traf. Das 2:0 leitete wieder einmal Didi mit einem tödllichen Pass aus dem Mittelfeld auf den durchstartenden Stephan ein, der dem starken gegnerischen Torwart keine Chance ließ. Die weiteren Tore zum 5:1-Pausenstand erzielten Didi himself, Uwe mit seinem Zweiten und Henrik mit einem Gewaltschuss ins kurze Eck. Noch gewaltiger war aber ein Schuss von Frank von der Strafraumgrenze, der aber leider nur das Lattenkreuz erzittern ließ.
Andi Hä. - heute nur Zuschauer
In der zweiten Halbzeit ließ Uwe recht bald das 6:1 folgen. Die wie immer überaus fairen Tübikser ließen sich nicht hängen und das Spiel ging munter hin und her. Aber unsere Abwehr stand. Unser Offensivspiel verflachte nun ein wenig, so dass wir nur noch – wieder durch Uwe –auf 7:1 erhöhen konnten.

 

Mit dem Spiel insgesamt sehr zufrieden und voller Ehrgeiz, in der Tabelle wieder ganz nach oben zu kommen:

Klaus Sch., Micha&Ändi He., Henrik, Grimmi, Didi, Stephan, Uwe, Frank und

Hans Sch.


 

7.11.13

Ü50/3: Keine Probleme mit dem Berliner VB

Die Gäste und Tabellennachbarn vom Berliner VB konnten einem leid tun. Erst die lange Anfahrt, dann unsere schicke Sportanlage, kein Wechselspieler, ein bärenstarker Gegner – jedenfalls fast.
Nach fünf Minuten humpelte ein gegnerischer Offensivspieler (gezerrt?) vom Platz. Im Spiel Sieben gegen Sechs taten wir uns allerdings etwas schwer und der Gegner ließ sich unendlich viel Zeit, den Ball nach unseren Fehlschüssen von der Wiese zu holen. Aber wie das so ist mit den Hühnern und Körnern – irgendwann trafen wir auch ins Tor. Den Torreigen eröffnete überraschend Andi Hä. mit einem gezielten Schuss aus spitzem Winkel. Da kurz darauf sein Fallrückzieher nicht den Weg ins Tor fand, mussten andere ran: das Phantom Stephan K. und der fleißige Uwe S. erhöhten vor der Pause auf 3:0. Micha K. machte in der ersten Halbzeit bei uns im Tor eine gute Figur – mehr war aber auch nicht nötig.
Auch in Halbzeit 2 bekam unser Torwart nichts zu tun und Uwe S. und Wolfgang S. erhöhten mit schönen Schüssen von der Strafraumgrenze auf 5:0. Nachdem Stephan K. eine präzise Ecke von Manni zum 6:0 eingelocht hatte, humpelte der zweite VB-ler vom Platz. Nach regelkundlicher und arithmetischer Aufklärung durch den Schiedsrichter musste auch ein dritter Spieler von VB verletzt ausscheiden, so dass das Spiel nach 45 Minuten beim Stand von 6:0 für uns abgebrochen werden konnte.
Zum Bedauern einer Minderheit setzten wir den angebrochenen Fußballabend nicht mit einem flotten Trainingsspielchen fort, sondern widmeten uns in Carstens Kasino den Bildschirmdarbietungen von Reus, Özil und Co.

Micha K., Wolfgang S, Frank B., Hartmut, Andi Fallrückzieher Hä., Manni, Stephan K., Boris, Uwe S., Roland Bö. (an der Seitenlinie) und
Hans Sch.

4.11.13

Fußball im Osten

Fußball: Heimat aus der Dose | ZEIT ONLINE

Quelle: http://www.zeit.de/2013/43/fussball-rb-leipzig-red-bull-bundesliga/komplettansicht

2.11.13

Ü50/1 punktet beim Tabellenführer


In den ersten zehn Minuten spielten wir den Tabellenführer Berolina Stalau schwindlig. Uwe S. war auf der linken Seite nicht zu stoppen. Nachdem er sich gegen drei Verteidiger durchgesetzt und gegen den Pfosten geschossen hatte, war es Karsten, der den Überblick behielt und den Abpraller überlegt zum 1:0 verwertete. Kurz danach bestrafte Didi den ersten Ausflug der Stralauer in unsere Hälfte: Die Stralauer waren aufgerückt, wir hatten den Angriff abgefangen, Uwe startete an der Mittellinie, und Didi spielte den tödlichen Pass aus der Mitte der eigenen Hälfte genau in den Lauf von Uwe, der dem guten Keeper der Stralauer keine Chance lässt.

Doch dann kam ein Bruch in unser Spiel. Die Stralauer stellten sich langsam auf Uwe ein, wir schalteten ein wenig zurück und schauten gelegentlich zu, wie Uwe weitere Tore schießen wollte. Die Stralauer begannen zu zeigen, warum sie Tabellenführer sind: Besonders in der Abwehr totale Laufbereitschaft, gute Ballbehandlung und ein Spielmacher, der kaum in Griff zu kriegen war. So kamen sie auch zu ein, zwei gefährlichen Torschüssen und zur Pause war uns klar, dass wir das Spiel noch keineswegs gewonnen hatten. Der Spielmacher sollte gedoppelt werden und ein weiteres Tor musste her.

Aber leider ließ der Spielmacher sich nicht ausschalten – im Gegenteil: Kurz nach der Pause setzt er sich gegen mehrere durch, passt auf einen leider ungedeckten Mitspieler, der sich die Ecke aussuchen kann. Und keine zwei Minuten später macht er es allein: Er läuft unsere Strafraumgrenze entlang, als kein Verteidiger mehr da ist, zieht er in den Strafraum, um letztlich aus kurzer Entfernung allein vor mir zum Ausgleich einzuschießen.

Die letzten 15 Minuten gehören wieder uns allein. Es ist aber ziemlich eng im Stralauer Strafraum und wir können deren Abwehr nicht mehr aufreißen. Stralau wankt, fällt aber nicht.

Fazit: sicher ein sehr glücklicher Punktgewinn für die Stralauer. Zwei Einzelaktionen brachten uns um den Sieg. Aber wir konnten unsere Überlegenheit nicht wirklich ausspielen, waren oft etwas zu überhastet, ungenau im Passspiel und im Torabschluss. Aber dafür werden wir gegen Tübiks punkten!

Grimmi, Micha He., Andi Hä., Henrik, Nischi, Uwe S., Stephan, Karsten, Didi, Frank M. und

Hans Sch.

29.10.13

Same Procedure


Eigentlich kann der Bericht vom Spiel gegen den 1.FC Wilmersdorf auch für unser Heimmatch gegen den SC Gatow verwendet werden: BSC Ü 60 gestaltet die erste Halbzeit ausgeglichen und ist in der zweiten Halbzeit (zum Teil drückend!) überlegen, verzeichnet zwei Latten- und zwei Pfostentreffer, dreimal geht der Ball knapp daneben und fünfmal hält der Keeper großartig, jedoch durch zwei unglücklich entstandene Tore verlieren die Old Boys mit 0 : 2.
Uns ist im Moment offensichtlich das „Knipser-Gen“ abhanden gekommen. Auch in der letzten Saison haben wir mal unglücklicheTore bekommen, aber nahezu immer mehr Tore geschossen, und auch gegen so starke Mannschaften wie Bornim oder Eichwalde unsere Chancen genutzt.
Vielleicht sollten wir uns beim Mittwochstraining nur auf Schussübungen konzentrieren (vgl. Vorbildliche Tore).
Die guten Nachrichten von gestern Abend: Die Old Boys steckten nie auf, das Powerplay und der Einsatz (insbesondere in der zweiten Halbzeit) stimmten, das erinnerte schon an den „Spirit“ der letzten Saison. Der Gegner war fair, der Schiri gut und der Service im BSC-Tenniscasino 1A!
Er weiß, wie man Tore erzielt (!?)

28.10.13

Ü50/3 gewinnt bei Fernsehelektronik

Trotz tatkräftiger Unterstützung durch Grimmi, Uwe S. und Karsten fiel uns der Auswärtssieg bei Fernsehelektronik nicht leicht. Erst in der zehnten Minute konnte René nach einer (oder waren es zwei?) Pirouetten den gegnerischen Torwart mit einem Hackenschuss zum 1:0 überwinden. Die Köpenicker standen hinten drin und irgendwie schafften sie es, fast alle unsere Torschüsse abzublocken – und dann stand im Tor noch ihr bester Mann.

Der Ausgleich folgte schnell: Ein langer Ball auf den 13er, von seiner Hand springt der Ball mir genau in den Lauf – Micha hat keine Chance, 1:1.

Noch vor der Pause kann Uwe S. uns wieder 2:1 in Führung bringen.

Auch nach der Pause ist es ein eher zähes Spiel. Glück und Michas Können verhindern den Köpenicker Ausgleich. Doch nachdem Uwe mir und ich Uwe aufgelegt hatten, konnten wir mit einem klaren 4:1 Sieg nach Hause fahren.

Micha K., René, Frank B., Wolfgang S., Roland B., Grimmi, Uwe S., Karsten M. und

Hans Sch.