13.6.14

BSC Ü50-1 verliert bei Rehberge

Rehberge brauchte und wollte einen Sieg. Das war bei uns im unserem drittletzten Saisonspiel nicht zu erkennen.

In der zweiten Spielminute kriegten unsere beiden Innenverteidiger gegen zwei Rehberger Stürmer den Ball nach einigem Gestocher nicht unter Kontrolle, der Mittelstürmer kann aus kurzer Entfernung abziehen, doch der Schuss ist ziemlich locker und wenig platziert und wäre niemals im Tor gelandet, wenn Schreibis Rettungsgrätsche nicht gewesen wäre....

Fortan überließ Rehberge uns den Ball. Mit fünf Mann im eigenen Strafraum beschränkten sie sich aufs Kontern. Mitte der ersten Halbzeit nutzen sie eine Deckungsschwäche nach einem unserer zahlreichen erfolglosen Angriffsversuche eiskalt aus: ein langer Pass auf die rechte Angriffsseite, der Stürmer läuft allein auf den kurzen Pfosten zu, Schreibi muss rausrücken, Querpass und der freie Mittelstürmer braucht am langen Pfosten nur den Fuß hinzuhalten – 2:0!

Zweimal kann ich mit Glück eher harmlose Bälle noch im Nachfassen halten. Die Räume vorn sind sehr eng und im Angriffsspiel reiben sich besonders Nischi und Uwe auf, ohne wirklich zum Abschluss zu kommen. Auch Karsten und Frank können sich nicht entscheidend gegen die Rehberger durchsetzen, die auch körperlich keine Schwächen zeigen.

Vielleicht hätten wir etwas weniger die Zweikämpfe suchen und die Breite des Raumes etwas mehr nutzen sollen?

Auch in Halbzeit Zwei das gleiche Bild: Relativ uninspirierte Dauerangriffe von uns und gelegentlich gefährliche Konter von Rehberge. Aber wir lassen den Mittelstürmer nicht mehr zur Entfaltung kommen, ein paar Bälle kann ich halten und gelegentlich vertändeln die Rehberger sogar.

Mitte der zweiten Halbzeit gibt Uwe alles: er erkämpft sich den Ball noch vor der Mittellinie, spielt nacheinander alle fünf Abwehrspieler aus und kann im Nachschuss endlich den überaus agilen Keeper von Rehberge bezwingen: 1:2 und es kommt Hoffnung auf. Doch diese währt nur wenige Sekunden, denn fast im Gegenzug führt eine Kopie des 0:2 zum 1:3.

Mit dem Schlusspfiff kann Nischi noch zum 2:3 verkürzen.

Verloren haben wir wegen Deckungsfehlern und wegen eines nicht zum Gegner passenden Offensivspiels. Rehberge hat sich damit nach einem beeindruckenden Schlussspurt den Klassenerhalt gesichert und wir können weiter um Platz drei kämpfen.

Die Unzufriedenen: Schreibi, Andi Hä., Grimmi, Nischi, Stephan, Uwe, Karsten, Frank, (Henrik) und

Hans Sch.

12.6.14

[Fifa-WM 2014] Fifa? Mafia!



Die Vorfreude auf die WM 2014 steigt nun von Tag zu Tag, spannende Spiele mit sportlichen und taktischen Höchstleistungen erwarten uns. Dabei kann man allerdings nicht die Probleme im Zusammenhang mit der WM ausblenden: Enorme soziale Spannungen in Brasilien aufgrund Korruption, immer weiter aufklaffender "Einkommensschere" und Zerstörung von Favelas im Umfeld der Stadien (z.B. für Parkplätze!). Und "Chef von's Ganze": Die Fifa mit ihren intransparenten und undemokratischen Strukturen. Hierzu hat der Tagesspiegel folgenden Kommentar veröffentlicht.

Fifa? Mafia!

VON HARALD MARTENSTEIN
Ein Politiker aus Kuwait, Scheich Ahmad al Sabah, hat sich zur Kritik an der geplanten Fußball-Weltmeisterschaft in Katar geäußert. Die Gegner des Turniers seien Rassisten. Mit anderen Worten, wer sich gegen die WM in Katar ausspricht, hasst die Araber. Scheich al Sabah ist nicht nur Präsident des Nationalen Olympischen Komitees seines Landes, sondern auch Präsident der Olympischen Organisation Asiens, außerdem verwaltet er den IOC-Entwicklungshilfefonds. Er ist einer der mächtigsten Sportfunktionäre der Welt. Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Fußball-WM in Katar durch Korruption erkauft wurde. Außerdem werden in Katar auf den Baustellen Sklavenarbeiter aus den ärmeren Regionen Asiens bei lächerlichen Hungerlöhnen zu Tode geschunden. Die Zustände dort sprechen all den wohlklingenden Sätzen Hohn, die in den Dokumenten der internationalen Sportverbände zu finden sind. IOC, Fifa, solche Klubs haben immer weniger mit den Ideen des Barons Pierre de Coubertin zu tun und immer mehr mit der Mafia. ... Der internationale Sportbetrieb braucht so dringend eine Revolution wie Südafrika in den Zeiten der Apartheid. Vielleicht bin ich ja auch nur ein unverbesserlicher Rassist. ... Auffällig ist, wie perfekt die Gangster und die Unterdrücker dieser Welt inzwischen das Vokabular der Gutmenschen übernommen haben. Du protestierst gegen arabische Mörder? Du Rassist! Du bist dagegen, dass Russland sich ein Nachbarland einverleibt? Du hilfst den Faschisten! Du bist dafür, dass jeder einen fairen Prozess bekommt, auch Kachelmann? Du Sexist! ... In Indien hat übrigens ein Minister der Regierungspartei, Babul al Gaur, die Ansicht geäußert, Vergewaltigungen seien "manchmal richtig". Da müssen wir wohl sehr sehr tolerant sein mit Herrn al Gaur.

Aus: Tagesspiegel vom 08. Juni 2014.
Weiteres www.tagesspiegel.de/themen/fussball-wm

[Fifa-WM 2014] Public-Viewing-Knigge



Die Vorfreude auf die WM 2014 steigt nun von Tag zu Tag, natürlich gehen wir auch mal auf die Fanmeile oder in den Biergarten. Da kann aber benehmensmäßig leicht etwas schief gehen. Dankenswerterweise hat der Tagesspiegel einige Benimmhinweise veröffentlicht.

Eine kleine Public-Viewing-Typologie

VON ELENA SENFT
Es ist wie der erste Urlaub mit dem Partner. Man glaubt, jemanden zu kennen und für immer zu mögen, und plötzlich fördert der Urlaub eine charakterliche Seite zutage, die für immer einen Schatten wirft. Den Schatten der Erinnerung daran, wie der Freund an der mallorquinischen Playa strahlend und in Dreiviertelhosen die Clubtanz-Polonäse zu "Agadou" angeführt hat.
Die nächsten Wochen bieten eine Menge Gelegenheiten, sich charakterlich nachhaltig zu disqualifizieren, Denn Fußball-WM-Zeit ist Public-Viewing-Zeit. Zeit, in unerwartete Abgründe zu sehen, zum Beispiel in diese:
- Er kommt zum Deutschlandspiel im Brasilien-Trikot. Denn die Brasilianer, die er "Ballzauberer" nennt, haben alle früher schon auf der Straße mit alten Dosen Fußball gespielt, ein wahnsinniges Rhythmusgefühl und irre Lebensfreude. In Wirklichkeit geht es diesem Public-Viewing-Teilnehmer um einen aufrührerischen Auftritt in der konform-plumpen Deutschland-Fan-Masse. Seine kleine Revolution, mit verschränkten Armen jubelt er effektheischerisch, wenn alle anderen entsetzt schweigen, und gießt sich mit Lobeshymnen auf den brasilianischen Fußball noch ein fünftes Bier rein. Wer gewinnt, ist ihm eigentlich völlig egal.
- Sie hat einen beneidenswerten Platz direkt vor der Leinwand, hat dieser allerdings den Rücken zugedreht, um an Weinschorle nippend ausgiebig und laut mit ihren Freunden zu plaudern, Schön, dass alle mal wieder zusammenkommen! Falls sie sich doch umdreht und abfällig auf die Leinwand guckt, kokettiert sie mit Unwissenheit ("Also ich weiß ja nicht mal, was Abseits ist...") oder zweifelhafter Mannschaftsloyalität ("Die Argentinier sehen am besten aus").
- Er kommt eine halbe Stunde zu spät, weil im Büro noch echt viel los war, und lässt sich auf seinen freigehaltenen Platz im restlos gefüllten Biergarten fallen. "Hm", sagt er mit Blick auf die suboptimalen Sichtverhältnisse, Und "bisschen weit weg vom Bierstand ...". Konsequent ignoriert er dabei seinen Kumpel, der seit Stunden quer über drei Plätze liegend dem Spiel in der Horizontalen folgte und körperlichen Angriffen und Beleidigungen der übelsten Sorte standhalten musste, während er eben diesen Platz verteidigte, "Bela Rethy kommentiert? Da hätt' ich ja gleich zu Hause bleiben können", nuschelt der Undankbare kaum hörbar.
- Er ist von Natur aus körperlich nervös und hoch gewachsen. Außerdem verfügt er über das Talent, immer einen Platz in einer vorderen Reihe und direkt vor kleinen Menschen zu ergattern. Seine Parade-Disziplin: Aufstehen, sobald sich der Ball auch nur einen Zentimeter weit in der von ihm ersehnten Spielfeldhälfte aufhält, und damit sämtlichen Menschen die Sicht zu versperren. Seine Alternative: Sich sitzend in die Richtung zu lehnen, in der er den Ball gern sehen würde.
- Sie liebt Verkleidungen. Was für ein Zufall, dass die WM in Brasilien stattfindet! Sie nimmt dies zum Anlass, sich wie ein Tourist beim Karneval der Kulturen zu benehmen. Sie gießt sich einen Caipi nach dem anderen rein und dreht durch, sobald ein Samba-Rhythmus zu hören ist. Ehrensache, dass sie die Vuvuzela wieder rausgekramt hat.
- Ansonsten ist sie ein Merchandising-Monster. Sie trägt einen schwarz-rot-goldenen Hut, hat bei KiK ein Fußball-Trikot erstanden, will allen Menschen die Deutschland- Flagge ins Gesicht malen und verteilt Blumenketten in Schwarz-Rot-Gold. Stechend nach Polyester-Schweiß riechend, reißt sie bei jedem Torschuss die Arme in die Höhe und bedient eine Konfetti-Kanone.
Aus: Tagesspiegel vom 08. Juni 2014.
Weiteres www.tagesspiegel.de/themen/fussball-wm.


25.5.14

Ü50-1 hat einen Lauf


„Mir ist langweilig“ verabschiedete sich der zuschauende Ex-Coach Marko nach 15 Minuten. Nischi hatte soeben nach einem beherzten Alleingang durch die Mitte die von den Außen Karsten und Frank gerissene Lücke genutzt und zur 1:0 Führung eingeschossen. Die technisch versierten und wie immer fairen Gegner von Tübiks hatten vorher zwar gezeigt, dass sie Fußball spielen können, aber unsere starke Abwehr verhinderte jeglichen Torschuss. In der Offensive fehlte uns die letzte Präzision, so dass wir unsere Feldüberlegenheit aber leider nicht in Torgefahr umsetzen konnten.

Bis zur Pause tat sich nicht mehr viel, abgesehen davon dass Tübiks fast eine Ausgleichschance gehabt hätte – aber ich konnte den Ball ablaufen.

Doch nach der Pause ging es Schlag auf Schlag: Wir hatten einen Wechselspieler, Tübiks keinen. Grimmi wollte sich noch etwas dehnen, daher stand der grippegeschwächte Frank in der Start“elf“. Karsten behauptete den Ball links in Höhe der Mittellinie, Henni lief die Linie entlang, im rechten Moment legte Karsten mit der Hacke in Hennis Lauf, der war wie Nischi beim Führungstor nicht aufzuhalten, stürmt bis zur Eckfahne, zieht nach innen, die Abwehr von Tübiks verliert etwas die Orientierung, Henni sieht den in Position gelaufenen Frank und der locht aus kurzer Entfernung zum 2:0.

Das spornt Nischi an, sich diesmal dynamisch auf der rechten Seite durchzutanken - 3:0.

Nischi kann den Hals nicht voll kriegen und setzt sich auf Links durch, ein präziser Pass in die Mitte und es ist natürlich Schreibi, der zum 4:0 verwandelt.

Und dann – Ist die Halbzeit schon fünf Minuten alt und Grimmi beendet seine Dehnungsübungen. Und Tübiks steckt nicht auf, sondern findet Gefallen an dem Spiel. Schön für mich, denn in den nächsten fünf Minuten darf ich tatsächlich vier schwere Bälle halten.

Aber dann reicht es uns und es ist Karsten, der mit einem Gewaltschuss von der Strafraumgrenze dem Keeper von Tübiks keine Chance lässt – 5:0.

Und den Schlusspunkt setzt erneut Frank, der sich auf der rechten Seite durchgefummelt hat und sich bei freier Auswahl zwischen Abspiel oder Torschuss zu einem Außenristschuss ins lange Eck entscheidet.
Der 6:0-Auswärtssieg war der vierte Sieg in Folge und damit sind wir nun auf Platz 3 geklettert.

Die Sieger waren Grimmi, Sempi, Schreibi, Henni, Nischi, Karsten, Frank und

Hans Sch.

17.5.14

Ü50-1 schickt Stralau mit einem 4:0 nach Hause


Bisher hatten wir gegen alle Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte mindestens ein Spiel gewonnen. Nachdem wir im Hinspiel bei Berolina Stralau nur unentschieden gespielt hatten, war nun ein Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Pflicht. Nach den Absagen  von Schreibi, Esti, den Helingen, Karsten und Didi schien das zunächst keine Selbstverständlichkeit. Aber Grimmi hatte unseren Kader mit Nischi, Manni und dem genesenden Uwe gut aufgefüllt, was den Stralauern, die erst zur zweiten Halbzeit einen Einwechselspieler hatten, nicht gelungen war.

Über unsere erste Halbzeit hätte sich Grübchen-Pep sicher sehr gefreut: 90% Ballbesitz, alle gegnerischen Angriffe im Keim erstickt, ich musste keinen einzigen Ball halten und die etwas beleibteren Stralauer schwitzten. Aber wir spielten uns nur gut bis zum Strafraum heran. Dann wurde es zu eng, große Chancen blieben Mangelware und der gegnerische Torwart konnte einige Bälle von der Linie holen.

Bei kritischer Betrachtung könnte man auch erwähnen, dass sich fast jeder von uns mindestens einen Ballverlust leistete, der durchaus zu einem Gegentor hätte führen können - aber erstens nahm Stralau keine Geschenke an und zweitens funktioniert unsere Abwehr zur Zeit so gut, dass derartige Fehler prompt und klaglos ausgeglichen werden!

0:0 war der für uns unbefriedigende Pausenstand. Noch früher angreifen – oder etwas tiefer stehen, um vorn mehr Platz zu haben? war die Frage in der Halbzeitpause.

Wir entschieden uns fürs tiefer Stehen und die Stralauer suchten tatsächlich Erfolg in der Offensive. So bekam ich im Tor wenigstens ab und zu etwas zu tun und wir hatten endlich mehr Platz für unsere Angriffe. Fünf Minuten nach der Pause brach Henni den Bann: An der Strafraumgrenze erkämpft und behauptet er einen hohen Ball gegen drei Abwehrspieler, zieht in den Strafraum und schiebt den Ball ins lange Eck zur überfälligen Führung.

Die Stralauer werden etwas nickelig und der aufmerksame Schiedsrichter pfeift fünf Minuten später ein vollkommen überflüssiges Foul an Henni im Strafraum. Nischi knallt den Strafstoß in Kopfhöhe seitlich ins Netz.

Aber Zuschauer Arne und der überraschende Gast und mittlerweile fast vierfache Opa Hecki sollte auch noch zwei schön herausgespielte Tore sehen: Mit dem Ball am Fuß durchquert Uwe den Strafraum von links nach rechts, die Verteidiger sehen und laufen hinterher. Für alle überraschend stoppt er den Ball für Henni, der mit einem satten Schuss aus neun Metern unten rechts zum 3:0 vollstreckt.

Auch beim 4:0 düpieren wir die Abwehr der Stralauer: Diego Schm. hat den Ball vor der Strafraumgrenze. Mit einer Körpertäuschung lockt er die gesamte Abwehr nach innen, geht aber links vorbei, legt ab auf Manni und Manni haut den Ball unhaltbar zum 4:0 in die Maschen.

Einen klaren Sieg gegen einen unerwartet schwachen Gegner feierten:

Grimmi, Klaus Sch., Andi Hä., Nischi, Uwe, Henni, Stepan, Manni und

Hans Sch.

10.5.14

Ü50-1: Sieg bei Corso Vineta


Heute fehlten Didi, Uwe, Henrik und die Helinge. Wahrscheinlich hatte Corso Vineta besonders den vierfachen Torschützen des Hinspiels, Uwe Sy. in Erinnerung, als sie nach dem Spiel feststellten, dass wir im Rückspiel einige starke Stürmer nicht dabei hatten. Und ihr Respekt vor unserer Offensive war so groß, dass sie von Anbeginn ihr Heil in einer bedingungslosen Offensive suchten.
In Ballnähe hatte Corso Vineta immer Übergewicht und wir hatten größte Probleme, den Ball überhaupt aus der eigenen Hälfte herauszuspielen. Corso hatte Chancen im Minutentakt und wir gar keine. Es war unserer starken Abwehr zu verdanken, dass es nach fünfzehn Minuten noch 0:0 stand.

Dann kriegen wir den Ball wieder nicht aus der Abwehr heraus, werden an der Seitenlinie zugestellt und der Weddinger Oberstürmer kommt in Höhe der Strafraumgrenze an den Ball. Mit dem Ball zieht er nach innen und weil er nach schräg hinten läuft, kann er unseren Verteidigern entkommen. Mangels zentralem Abwehrspieler steht ihm die lange Ecke offen und er kann mit einem harten Schuss ins lange Eck zum 1:0 einschießen. „Fade-Away“ heißt so etwas im Basketball.
Corso wirbelt weiter und wir beginnen, das Spiel abzuhaken. Aber unsere Abwehr steht und die wenigen Bälle, die aufs Tor kommen, sind allesamt durchaus haltbar. Doch wehe, wenn wir den Ball haben: Corso lässt uns keine Abspielmöglichkeiten – Pressing pur!
Aber anders gesagt: sie machen sich kaputt. Und nach dem Spiel sind wir uns einig, mindestens unser zweitschönstes Ergebnis nach dem Sieg bei Union hingelegt zu haben.

Denn kurz vor der Pause gelingt uns ein phänomenales Tor!  Stephan spielt einen Steilpass auf Karsten, der kann sich die Ecke aussuchen. Er hämmert den Ball eher blind aufs Tor und schießt den Torwart an. Der verliert die Bodenhaftung, er und der Ball rotieren mehrfach horizontal parallel zur Torlinie bis die Zentrifugalkräfte den Arm des armen Keepers den Ball ins Tor stoßen lassen. Komisch, glücklich und überaus schmeichelhaft.
In der Pause hegen wir die schwache Hoffnung, das 1:1 gegen den Tabellennachbarn irgendwie verteidigen zu können.

Doch bei Corso beginnen die Kräfte nachzulassen, so dass wir tatsächlich Räume zum Kontern bekommen. Kurz nach der Pause kann sich Stephan durchsetzen, der Torwart kann den Ball zwar aus dem Winkel fischen aber der aufgerückten Esti zimmert den Abpraller mit Links zum ungemein wichtigen 1:2 ins Eck. Kurz danach folgt ein richtig schön herausgespieltes Tor:  Stephan hat sich auf Links duchgesetzt, legt ab auf Schreibi, Schreibi könnte schießen, legt aber auf den völlig frei stehenden Andi Hä. ab, der zum 1:3 verwandelt!
Den Schlusspunkt setzen Karsten und Schreibi mit einem Genusstor: nach einem doppelten Doppelpass versenkt Schreibi zum 5:1.

Das Spiel war aber viel knapper, als es das Ergebnis ausdrückt. Über einen hart erkämpften Sieg nach sehr guter Mannschaftleistung gegen einen sehr starken und fairen Gegner freuten sich:
Schreibi, Klaus, Esti, Grimmi, Andi Hä., Stephan, Karsten, Frank und

Hans Sch.

6.5.14

Ü50-1 schlägt Westend-2 4:0


Nach dem Spiel in der Mixed Zone im Kabinenflur der fürstlichen Umkleidekabinen am Hubi. Vor dem Hintergrund der Werbetafel eines großen Baukonzerns steht Karsten zum Interview bereit. (Er ist zwar sehr verschwitzt, aber der üble Geruch ist nicht auf ihn,. sondern auf die maroden Sanitäranlagen zurückzuführen.)

Frage:    "Karsten, wie fühlt es sich eigentlich an, mal wieder gewonnen zu haben?"

Antwort: "Sehr gut!"

Frage     "Bei diesem Spiel waren doch viele Stammspieler nicht dabei: Ändy He., Andi Hä. und Hans relaxten an der Müritz, Esti beim Medizincheck und Uwe in der Mucki-Bude - wie habt Ihr diese Ausfälle verkraftet?"

Antwort  "Sehr gut, ohne diese Bremsklötze konnten wir richtig Alarm machen!"

Frage:    "Wer hat denn überhaupt gespielt?"

Antwort  "Schreibi, Stephan, Didi, Karsten, Micha He., Frank, Micha Ni., Klaus Sch. und Grimmi"

Frage:    "Fehlt da nicht ein Torwart?"

Antwort: "Für die Aufstellung ist der Trainer zuständig."

Frage:    "Ach so. Aber es muss doch jemand im Tor gestanden haben?"

Antwort: "Micha He.!! Er war angeblich mal Torwart in der E-Jugend und mit einer Saison mit 0!? Gegentoren."

Frage:    "Hat er überhaupt Handschuhe dabei gehabt?"

Antwort: "Die brauchte er gar nicht! Er hatte viele Ballkontakte nach Zuspielen von uns. Ansonsten Bierruhe und nicht so viel zu tun. Unsere Abwehr war nämlich sehr aufmerksam und giftig."

Frage:    "Und wie war der Spielverlauf aus Deiner Sicht?"

Antwort: "In der ersten Halbzeit spielten wir wie aus einem Guss: 3:0! Sehr sicheres Passspiel, wenig Fehler, rasante Flankenläufe (Nischi!). In der zweiten Halbzeit konnten wir das Ergebnis verwalten. Trotzdem hatten wir noch einige Großchancen, aber wir waren nicht mehr ganz so konzentriert, so dass es am Ende 4:0 stand."

Frage:    "Und die Tore?"

Antwort: "1:0  Präzisionsflanke von Nischi über rechts, eingenickt von Karsten,
2:0  Thomas Müller- gemäßes Rückspiel von der Grundlinie wieder Nischi über rechts, eingeschossen von Karsten,
3:0  indirekter Freistoß von Frank; natürlich mit Außenspann,
4:0  präzises Konterspiel, das Tor liegt schon in der Luft, dann anspruchsvoller Hoppelpass von Stephan auf Nischi: eingenetzt."

Frage:    "Westend II hat den BSC im Hinspiel doch ziemlich vorgeführt - war der Gegner heute nicht so stark?"

Antwort: "Sie hatten zwei potentiell dribbelstarke Spielern (aus der Ersten?) - Egal, wir haben sie kaltgestellt."

Frage:    "Herzlichen Glückwunsch noch mal zu dem tollen Sieg, alles Gute für den Rest der Saison  und vielen Dank für das Interview!"

Antwort: "Gerne. Darf ich jetzt noch jemanden grüßen?"

Frage:    "Ja, aber nur kurz. Bitte schön"

Antwort: "Ich grüße meinen Lieblingsschiedsrichter Lothar Grünbaum, der den BVV nach vielen Jahren verlassen wird und wünsche ihm alles Gute bei seinem Neustart in Duisburg!"

Frage:    "...????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!????????????........"

Antwort: "Du mich auch!"